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Kurzgeschichten-Forum >> Gemeinsame Schreibprojekte >> Schreibprojekt: Mauerstücke - Erinnerungsgeschichten > Schreibwettbewerb: Mauerstücke
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#1 | Samstag, 12. Juli 2008 (12:42)
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Wettbewerb „Mauerstücke“ - Erinnerungsgeschichten
Wir diskutieren über Tibet und betrachten die Grenze zum Gaza-Streifen auf dem Bildschirm, empören uns über Missverständnisse und Gewalt in aller Welt. Dass sich noch vor zwanzig Jahren eine unerbittliche Grenze durch Deutschland und vor unseren eigenen Fenstern mitten durch die Straßen Berlins zog, scheint erschreckend vergessen. Eine Mauer, die Familien und Nachbarn jahrzehntelang trennte, die auf der einen Seite zur Leinwand für Künstler wurde und auf der anderen zur tödlichen Falle. Blumentöpfe hingen daran, und nur durch wenige Zentimeter Beton davon getrennt jaulten Kettenhunde, fuhren bewaffnete Soldaten Streife. Auf beiden Seiten richtete man seinen Alltag im Schatten des Stacheldrahts ein. Heute haben Kinder keine oder nur eine verzerrte Vorstellung von jener Zeit - sie wirkt wie ein fernes Schauermärchen. Es ist ja auch unbegreiflich: einerseits, dass es diese Mauer geben konnte, andererseits, dass sie friedlich fiel.
Die Berliner Autorinnen und Rezitatorinnen Bettina Buske (http://geschichten.npage.de), Claudia Sperlich (http://kalliope-vorleserin.de) und die Autorin Patricia Koelle (http://www.patriciakoelle.homepage.t-online.de) suchen in Zusammenarbeit mit dem Dr. Ronald Henss Verlag (www.ronald-henss-verlag.de) Geschichten aus der Zeit vor, während und nach jenen Tagen, als Deutschlands Hälften sich durch die Mauer hindurch wieder fanden und mehr oder weniger erstaunt ins Gesicht sahen. Gesucht werden keine politischen Plädoyers, sondern die kleinen, ganz persönlichen Geschichten, die diese Zeit so groß machten. Wie war es, mit der Mauer zu leben, hüben wie drüben – und wie, als sie plötzlich zu Krümeln der Erinnerung wurde, die die Menschen in ihren Taschen fort trugen und ins Regal legten, auf dass niemand vergessen sollte, was war?
Holen Sie sie hervor, die Betonstückchen oder was immer an Erinnerungsstücken blieb, nehmen Sie sie in die Hand und erzählen Sie Ihre Geschichten!
Dem erstplatzierten Text winkt ein Preisgeld von 100,00 €, außerdem erhalten die ersten drei Plätze eine Urkunde. Angestrebt wird eine Veröffentlichung der besten Texte in einer Anthologie zum Herbst 2009, zwanzig Jahre nach dem Mauerfall.
Die Texte müssen unveröffentlicht sein und sollten eine Länge von 12.000 Zeichen (mit Leerzeichen) nicht überschreiten. Bitte Name, Adresse und E-Mail angeben! Mehrere Einsendungen sind erlaubt. Mit der Einsendung erklärt der Autor, alleiniger Urheber und im Besitz aller Rechte zu sein. Einsendeschluss ist der 31. Januar 2009.
Bitte senden Sie die Geschichten per E-Mail unter dem Betreff „Mauerstücke“ im .doc oder .rtf - Format an: mauerstuecke@web.de oder stellen Sie sie hier in diesem Diskussionsforum unter „Schreibprojekt: Mauerstücke - Erinnerungsgeschichten“ ein.
Copyright: Elisabeth M. Koelle
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Leselust

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Leselust

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Aramesh
Orient und Okzident

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#5 | Montag, 18. August 2008 (7:51)
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Guten Morgen, liebe Claudia,
ich hätte auch nicht gedacht, dass ich zu diesem Thema etwas beitragen könnte.
Ich brauchte einen langen Anlauf - vielleicht der eine oder andere auch.
Es ist ja noch genug Zeit. Da trudeln gewiss noch einige Beiträge ein.
Liebe Grüße
Aramesh
_______________________________
ﺁﺭﺍﻣﺵ
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"Möge Deine Hand
niemals schmerzen!"
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OnlineRoman
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drostahrend

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Gemini
Bettina

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Evelin Rühle

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#14 | Dienstag, 07. April 2009 (20:33)
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@Leseproben
Man mag von den Erbauern der Mauer halten, was man will.
Zumindest nahmen sie den größtmöglichen Widerstand in Kauf.
Die Herausgeber der Mauerstücke sind ihrerseits nur noch um eine größtmögliche Adhäsion bemüht - mit allen Mitteln, nicht anders als die eingangs Genannten.
Die einen haben etwas durchgesetzt, die anderen ... ich weiß nicht, ob man das als etwas Großes ansehen soll ...
E.R.
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Patricia Koelle

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Evelin Rühle

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#16 | Donnerstag, 09. April 2009 (13:22)
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Hallo Patricia,
Mit der Antwort kann ich nichts anfangen - dialektischer Materialismus oder Die Kunst Recht zu behalten, lenken völlig von der Kernfrage ab.
Das, was ich hätte schaffen wollen, das belief sich bis vor ein paar Wochen noch auf die Aufnahme von ein oder zwei Geschichten. Jetzt allerdings sehe ich, dass dies vollkommen verfehlt gewesen wäre.
Diejenigen, die mit ihrem Schicksal in die Mauerzeit eingebunden waren, haben zum überwiegenden Teil reale Erfahrungen damit gemacht und diese in der Folgezeit mehr oder weniger verarbeitet - ein relativ normaler Prozess.
Die anderen, welche die Mauer von der bunten Seite her wahrnahmen, verbanden damit wohl eher etwas indirekt Frustrierendes, auf das man jede Menge projizieren konnte.
Und während für die ersteren eine Geschichte der Verarbeitung dient, fechten die letzteren nun endlich, nach zwanzig Jahren ihren Kampf mit dem Monster aus. Besiegen es, hauen es in Stücke und heften jedem dieser Stücke gleich noch die Nationalfarben an.
Und weil man ja nun zu allem bereit ist, trägt man diese hautnah - mit leicht rutschender Hose.
Wo dieses Ding-da jetzt abgeblieben ist, weiß ich nicht, aber es einmal sehen hat mir gereicht ...
Angesichts dessen weise ich darauf hin, dass die innerdeutsche Diskrepanz sich schon im Entwurf dieses Buches spiegelt. Die Geschichten sind also teilweise sachlich und teilweise utopisch, keine Gattung ist dabei sonderlich mitreißend. Die Werbung geht viel zu weit über das, was ist, hinaus und wird keinem gerecht, am allerwenigsten dem, was mit den Nationalfarben verbunden sein sollte.
Ich würde das im Ausland nicht vorzeigen.
E.R.
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mande

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#17 | Donnerstag, 09. April 2009 (16:08)
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Sehr geehrte Evelin,
Zu deine Bemerkung:
´Ich würde das im Ausland nicht vorzeigen´.
Ich nehme an, das du meinst, das Buch/die Geschichten nicht zu zeigen.
Ich bin Ausland! In zweierlei Hinsicht. Erstens, lebe schon lange nicht mehr in Deutschland und zweitens, ich hatte/habe nur eine geringe Ahnung von den Ereignissen dort, als die Mauer fiel. Und es hat mich damals auch nicht im geringsten interessiert das ´Deutsche Schicksal´. Nun, die Jahre sind vergangen, es verändert sich auch in einem selbst so manches und immerhin, es war doch auch deutsch als Kind meine Sprache.
Jetzt habe ich, ohne allerdings ein statement abzugeben, alle Geschichten, die veöffentlich hier sind, gelesen und es war für mich eine interessante Bereicherung, diese bunte Palette, mit ihren verschidenen Ansichten, welche für meine literarischen Verständnisse, auch meist gut geschrieben sind.
Um wieder auf Ausland zu kommen, ich war doch ganz froh, das es zu mein Ausland ist gekommen. Und ich könnte mir vorstellen, das viele deutschsprechende Finnen und Schweden es ebenso mit Interesse lesen würden.
Wie das Ergebnis eines Studiums um diese Ereignisse würden/werden sein, nun, es ist eine ander Sache.
Du schriebst in dein statement an Patricia:
´Mit der Antwort, ich kann nichts anfangen´.
Ja, es ist doch feiner Humor,´ von Patricia, den ich sehr menschlisch und einladend finde.
Während ich nun wieder, mit deine Bemerkung so richtig nichts weiss anzufangen, und sei es aus Mangel an Bildung:
´dialektischer Materialismus, oder die Kunst, Recht zu behalten, lenken völlig von der Kernfrage ab.´
Vielleicht sehe ich nun nicht deinen feinen Humor!
Mit Grüssen,
Manfred
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Geschichte, ohne Geschichten, ist wie eine flachgebaute Frau!
(In etwa nach Golo Mann)
[ Editiert von mande am 09.04.09 17:43 ]
_______________________________
Mande
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Evelin Rühle

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#18 | Dienstag, 14. April 2009 (13:04)
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Zitat:
Gepostet von Patricia Koelle
Hallo Evelin,
da wir in einer Demokratie leben, steht es Dir doch frei, nach Herzenslust Größeres zu schaffen
In diesem Sinne fröhliche und erfolgreiche Frühlingsinspirationen
wünscht Dir
Patricia
Welche Geschichte ist denn eigentlich nach demokratischer Entscheidungsfindung auf Platz Eins nebst Preisgeld gelandet und welche ersten drei werden mit einer Urkunde bedacht?
Oder hat das nicht zu interessieren?
E.R.
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Gemini
Bettina

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#19 | Dienstag, 14. April 2009 (16:19)
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Evelin, bei unserer Ausschreibung gehts nicht basisdemokratisch zu.
Wir, die Herausgeberinnen, haben selbstherrlich oder selbstbewußt (je nach Lesart) uns und den Verleger zu Juroren ernannt und küren die Geschichten nach unserem Gustus.
Da sind wir gerade dabei das abzuklären.
Das procedere ist wie folgt:
Jeder Juror nennt seine 5 Favoriten in Folge,( und plötzlich stellt man fest, wie schwer das festzumachen ist) die häufigste Übereinstimmung ist es dann; die Preisträger werden natürlich auch öffentlich bekanntgegeben.
Falls Dich daran irgendetwas empört und Du deshalb irgendetwas von Deinen Beiträgen löschen möchtest, das kannst Du machen wie Du möchtest, bist dahingehend ganz frei in der Gestaltung...
_______________________________
liebe Grüße
Gem-ini Zwilli
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Evelin Rühle

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#20 | Dienstag, 14. April 2009 (16:56)
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Hallo Gemini,
Na bitte, ist doch schon etwas.
Solche Sachen gehören unbedingt kurz angeführt für die Unbedarften, die jeweils dazu stoßen, mindestens aber beim Abschluss des Wettbewerbs - und nicht einfach so ein stilles leises Türzumachen.
Man hätte auch denen, die nicht in die engere Auswahl kamen, ein paar Zeilen hinstellen können, in denen eine gewisse Anerkennung zum Ausdruck gebracht wird.
Ich möchte nicht wissen, wieviel Zeit und Mühe so mancher dafür aufgebracht hat. Ich gehe dabei von mir nur zu einem ganz kleinen Teil aus, weil ich abgesehen von der letzten nicht extra etwas geschrieben hatte. Allerdings hänge ich nun schon eine ganze Zeit ganz allgemein daran - das ist Zeit und Mühe, auch wenn es wenig gefällt.
Es ist aber so, dass ich teilweise das ganze Projekt regelrecht in einer Vision wahrnehme, und so auch die Unstimmigkeiten. Nichts ist unangenehmer als das zu spüren und sich zu sagen, dass es einmal gedruckt für lange in dieser Art Bestand haben wird.
Immer noch mit Bezug auf den Ausschreibungstext, den ich sehr gut finde, hätte oder müsste es ein Buch von Leuten für Leute werden. Das würde einen ihm eigenen Glanz hervorbringen.
Werbung und Geschäftstüchtigkeit zerren in eine andere Richtung - und da nehmen sich solche Leute-Geschichten auf dem heutigen Markt nicht sonderlich aus.
Die gereizte Anspielung auf meine zu löschenden Texte kommt mir auch recht. Es sind drei, die es schon längst hätten werden sollen. Wenn der letzte, der mit den Briefen dabei mit draufgeht, macht es auch nichts.
Die vier Monate hier fand ich gut, was dein Wirken betrifft.
E.R.
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