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Kurzgeschichten-Forum >> Kurzgeschichten -- Verschiedene Untergruppen >> Kurzgeschichten Liebe, Romantik > Kiki und John
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pinkyfisch Weiblich
Carpe Diem
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#1 | Montag, 19. Juli 2010 (12:45) | profil | eMail | nMail | homepage | ip | suchen |


Hi liebe Lesenden,

hier eine Geschichte von mir.
Ich weiß nicht genau, ob sie hier rein passt oder lieber bei den Tiergeschichten,
aber nachdem ich die Sache mit den Taschtüchern gelesen habe,
bin ich mir fast sicher, dass sie hier rein passt /images/wink.gif )
Das ist eine meiner ersten Geschichten, die ich je geschrieben habe.
Ich hoffe, es sind nicht zu viele fehler darin *schäm*
aber ich stell sie jetzt einfach mal hier so ein /images/wink.gif

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesenund freue mich über Kommentare
Liebe Grüße
pinky


Kiki und Jon, die Geschichte zweier Eichhörnchen


Es war ein wunderschöner Spätherbsttag. Die Sonne stand tief am Himmel. Die Bäume leuchteten in bunten Farben, wenn die Sonnenstrahlen sich einen Weg durch das Blätterdach erschlichen. Alles lag in einer friedlichen Stimmung, ja fast göttlichem Frieden, da.
Doch plötzlich raschelte es im Laub, Zweige knackten und man sah zwei kleine Schatten vorbeisausen.
„Du kriegst mich nicht“, rief Kiki, das kleine Eichhörnchenmädchen. Sie war noch sehr jung, und sehr übermütig.
„Das werden wir schon sehen, lauf du nur“, antwortete Jon. Er war ein kleiner Eichhörnchenjunge und genauso alt wie Kiki. Gemeinsam hatten sie sich von ihren Familien abgesetzt, und tobten nun durch den Wald.
Kiki rannte die Bäume hinauf, flog von Ast zu Ast und stürzte sich dann kopfüber wieder zu Boden. – Und Jon immer hinter ihr her.
Als die Sonne schon hinter den Bäumen verschwunden war, fiel Kiki erschöpft ins Gras.
„Ich kann nicht mehr“, lachte sie. „ Du hast gewonnen“.
„Na siehst du, ich gewinne immer“, lachte Jon und warf sich auf sie um sie zu kitzeln.
„Nein, hör auf“, prustete Kiki und beide kullerten durchs Gras.
„Komm, lass uns schlafen gehen, wir müssen morgen wieder früh raus, Nüsse sammeln. Der Winter kommt, und Mama wird auch schon ganz böse sein, “ rief Kiki und kletterte den Baum zu ihrem Kobel hoch. Ihr Nest, wo sie gemeinsam mit Jon schlief.
„Leise, sonst entdeckt uns Mama und dann schimpft sie“, flüsterte Jon.
Und so kuschelten sie sich aneinander, schliefen tief und fest, mit einem Lächeln auf ihren Gesichtern und träumten von ihrem Ausflug im Wald.

Am nächsten Tag wurden sie von Sonnenstrahlen geweckt, die durch ihren Eingang fielen und sie in den Nasen kitzelten.
„Guten morgen Kiki, guten Morgen Jon. Aufstehen, das Frühstück steht schon bereit. Wo wart ihr denn gestern noch so lange? Häää? Na ich will mal nicht so sein, aber nun kommt“, sagte Kikis Mama und verschwand wieder.
Als alle gefrühstückt hatten, wurden die Sammelgebiete neu verteilt. Man brauchte Vorräte, um im Winter was zu fressen zu haben.
Kiki und Jon sollten im Wald suchen, wo es noch etwas Fassbares gab.
Die Anderen wollten in den nahen Gärten nach Essbaren suchen.
„Und dass ihr mir ja nicht in die Nähe der Straße lauft, ja? Da ist es gefährlich!“ sagte Kikis Papa mit strenger Stimme, umarmte seine Tochter und Jon, ihren Freund und war verschwanden.

So hüpften sie los. Am Himmel hatten sich unterdessen schwarze Wolken gebildet und es nahte ein Gewitter,
„ Jon, komm lass uns irgendwo unterstellen, das ist sonst zu gefährlich für uns“, rief Kiki.
„Ja, ich weiß wo, aber dazu müssen wir in Richtung Straße. Ich kenn da ein ganz tolles Plätzchen“, schrie Jon und war schon verschwunden.
„Nein, bleib da, wir dürfen nicht…“ rief Kiki, aber ihre letzten Worte wurden vom Donner verschluckt, der laut und grollend über ihnen herein brach.
Ach, was soll’s, dachte sich Kiki und rannte hinter ihrem Freund her.
Sie kamen der Straße immer näher, und der Regen hatte eingesetzt. Er prasselte mit voller Wucht auf das Blätterdach und die beiden rannten und rannten.
Plötzlich tauchte die Straße vor ihnen auf.
Jon stoppte kurz, schaute sich um und rannte dann weiter. Kiki blieb stehen. Sie war noch nie hier gewesen und traute sich nicht. Jon stand in der Mitte der Fahrbahn und schaute sich um.
„ Kiki, wo bleibst du denn, komm“, schrie er.
Ein Blitz zerriss die Situation. Es war wie in einem Film. Ein Auto näherte sich. Die Scheinwerfer blendeten Jon. Er war starr vor Schreck. Auch Kiki, die alles sah, war wie gelähmt.
Dann kam der Donner und das Auto erfasste Jon. Er wurde hoch in die Luft geschleudert und kam nach endlos scheinenden Sekunden einige Meter entfernt wieder auf dem Boden auf. Kiki schrie und rannte los. Zu ihrem Jon.
„Nein, nein, nein…nicht sterben…“, schrie sie.
Der Regen trommelte auf den leblos daliegenden Körper ihres Freundes. Kiki hatte Angst, als sie seinen Kopf hoch hob. Sie fühlte etwas Warmes und Klebriges an ihrer Pfote. Er blutete. Aber er öffnete die Augen.
„Kiki, ich…es tut mir leid.“
„Nein, nicht…ich brauche dich doch…ich…“ schluchzte sie.
„Weine nicht, meine Kleine. Ich werde in eine bessere Welt gehen. Ich sehe schon das Licht. Aber ich werde immer bei dir sein. Wenn du mich nicht vergisst, werde ich in deinem Herzen wohnen. Wenn du in der Nacht in den Himmel schaust, wirst du die Sterne sehen, und einer davon werde ich sein. Und ich werde dir zulächeln und auf dich aufpassen. Suche dir jemand Neues, der dich liebt und der dich glücklich machen kann. Ich liebe dich…“ sprach Jon und schloss seine Augen.
„Nein, nein, nicht gehen…, ich liebe dich doch auch, ich brauche dich, ich…“
Noch mal öffnete Jon seine Augen und küsste sie. Er hob seine Hand und lächelte traurig als er ihre Träne aus den Augen wischte. Dann lies er seine Pfote fallen, schloss die Augen und ging. Seine Seele löste sich aus seinem Körper und schwebte direkt in den Himmel.
Kiki drückte ihr Gesicht in sein Fell und weinte bitterlich.

Die Zeit ohne Jon war schwer. Sie musste alles alleine zun. Ihre Eltern halfen ihr, so gut es ging, doch wenn sie nachts allein in ihrem Kobel lag, weinte sie und konnte die Welt nicht mehr verstehen. Oft schaute sie in den Himmel. Doch da waren so viele Sterne. Wer war Jon. Hatte er gelogen? Wo war er?

Und so kam der Winter. Kiki schlief tief und fest.
Sie erwachte, als jemand sie unsanft stupste. Sie öffnete die Augen und vor ihr stand ein männliches Eichhörnchen. Die Nach war sternenklar und bitterkalt. Es war mitten im Winter.
„Wer bist du? Was willst du?“ fragte Kiki.
„Ich bin Robin, hilf mir. Ich habe Hunger. Mein Baum wurde zerstört und ich habe keinen Schlafplatz. Bitte, hilf mir, sonst muss ich sterben.“
Kiki gab ihm eine Nuss. Er fraß sie mit großem Hunger und ab und zu schaute er zu ihr und lächelte mit seinen Augen. Kiki sah in den Himmel, wie schon 1000 Mal zuvor.
Und plötzlich, da, leuchtete ein Stern. Ganz hell und blinkte. Da wusste Kiki, dass es Jon war, der ihr diesen Robin geschickt hatte. Und sie wusste, dass nun alles gut werden würde.
Sie drehte sich um und schaute Robin in die Augen. Darin sah sie ein Funkeln wie von 1000 Sternen. Ihr Herz machte einen Sprung.
„Möchtest du bei mir schlafen“, fragte Kiki und Robin nahm sie in die Arme.
Gemeinsam schliefen sie ein.
Als der Frühling gekommen war und sie wieder in ihrem Wald toben konnten waren sie zusammen und glücklich. Es dauerte auch nicht mehr lange, dann hatten sie ihre eigene kleine Familie.
Und das kleinste Kind nannten sie Jon. Er hatte Augen wie Sterne am Himmel einer klaren Winternacht.


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Marianne

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#2 | Samstag, 14. August 2010 (12:00) | profil | eMail | nMail | ip | suchen |


Hallo, Pinky!

Das ist aber eine traurige Geschichte, die Du geschrieben hast. Trotzallem gefällt sie mir. Gerne gelesen.
Ganz liebe Grüße
Marianne


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pinkyfisch Weiblich
Carpe Diem
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#3 | Samstag, 14. August 2010 (13:51) | profil | eMail | nMail | homepage | ip | suchen |


Danke Marianne !!!!


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Start: 23. Februar 2010
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