Foren » H0-Modellbahnforum » Modellbahn Allgemeines » Der Gleich- o. Wechselstrom Glaubenskrieg-Thread

Hallo,

sicherlich eine gute Idee, daß mal Neulinge zu Wort kommen sollten und sich dazu äußern, weshalb ihre Entscheidung für das eine oder andere System fiel.

Doch den Anfang macht ein Mo-Bahner mit 15 Jahre Erfahrung in diesem Bereich, der Märklin eine Hochpreispolitik zuschreibt.

Nun, ich bin ein Neuling im Modellbahn-Hobby und habe mich auch noch nicht fest für ein System entschieden. Doch was ich sehen kann ist, daß gute Modelle bei allen Anbietern ihren Preis haben. Sei es nun Märklin, Fleischmann, Roco oder auch Piko.

Allzeit freie Fahrt,

Stefan
Hallöchen,
nett von euch dass wir neueinsteiger jetzt auch mal was sagen dürfen :P
Habe lange nachgedacht was ich so baue.AC DC und und und. da man leider überall wo man was kaufen will von Märklin "überrollt" wird durch gute werbung Einsteigersets usw.
Habe hier viel gelesen... im katalogen geschaut....habe mir gedacht bevor ich was falsches kaufe und viel geld ausgeben werde werd ich mich erstmal lieber hier erkundigen. bin auch nicht lange in diesem forum. aber eines tages habe ich dieses thema mal zum durchlesen angeboten bekommen... von ptlbahn. vielen dank dafür... denn jetzt bin ich schlauer. eigentlich wollte ich märklin bahn kaufen doch wie ich hier alles gelesen habe... stehe ich auch nicht auf die Pickelgleise ;) "nah am Vorbild sein" wollte ich bauen. also hätte ich ja schon was falsch gemacht.
durch euch denke ich jetzt nur über 2l nach ;)
trotz der vielen fragen die ich noch habe.
aber wenn ich schon sehe wie die ACler mit dem DCler umgehen und umgekert weiß ich garnicht wen ich so fragen darf ^^

naja ich hoffe wir werden uns auch so lieb haben :lol:

schöne grüße
Hi,
nun auch von mir als Neuling ein Statement (ich will aber nicht streiten).
Als Kind kannte ich nur Piko. Als sich dann vor 3 Jahren das Hobby wieder aktiviert habe, war ich sicher vorbelastet. Aber über die "Pickel" habe ich nie nachgedacht, das Schienenprofil, Weichen usw. gefällt mir einfach nicht. Gelandet bin ich bei Tillig Elite, was allerdings kein Spielgleis ist....
Auch beim Digitalsystem bin ich nicht im mainstream geschwommen, sondern habe mich für Selectrix entschieden.
Die Entscheidungen habe ich aber nicht aus dem Bauch heraus getroffen, sondern mich 1 Jahr intensiv damit beschäftigt.

Ich habe die Entscheidungen bisher nicht bereut, mir macht es Spaß (im Winterhalbjahr) und die Anlage wächst...

Gruß Thias
Hallo, möchte auch etwas dazu sagen, auch wenn ich kein neuling bin. Ich habe 1975 das Modellbahn Hobby begonnen und zwar mit DC. Es weitete sich zum sammeln aus und durch das sammeln bin ich auch zu AC Modelle gekommen. Habe mir dann ein paar K-Gleise zugelegt, wollte die Modelle auch mal fahren sehen. Eines muß ich sagen, zur damaligen Zeit ca /0er-80er Jahre, waren die Roco und Fleischmann Modelle viel weiter und vor allem Geräuschloser.
Als dann in den 80er das Digitalzeitalter bei Märklin begann habe ich angefangen auf AC umzusteigen da es zur damaligen Zeit einmalig war. Eine Zeitlang fuhr ich auf der Anlage DC + AC digital, später und das hauptsächlich wegen der guten Stromabnahme nur noch AC.
Im Jahr 2000 Kam ich durch Zufall mit einigen Leuten zusammen die einen Modellbahnclub gründen wollten, als die Frage aufkam was gefahren werden sollte, waren fast alle für Märklin.
Also wurde in Märklin gebaut. Heute ist die Anlage über 40qm groß und was die Stromabnahme betrift gibts keine Probleme (zum anderen später).
Wenn man mich heute fragen würde ob ich das wieder so tun würde muß ich sagen jein.
Man konnte nicht vorausahnen wie sich das DC System entwichelt. Heut sage ich das DCC system ist besser als das Motorola. Märklins Preispolitik ist uns normalverdienern über den Hut gewachsen und man ist in der Auswahl begrenzt.
Noch eins, ich habe zwar K-Gleis, aber im Verein fahren wir auf C-Gleis und von diesem Gleis bin ich etwas endtäuscht. Trennungen unterm Gleis muß man sehr sorgfältig tun da es schnell kurzschlüsse geben kann. Unterm Gleis sind sehr enge Brücken gelegt, wenn man die durchtrennt neigen die zur Brüche auf den Mittelleiter.
Ehrlich gesagt würde ich heute lieber DCC fahren, aber dadurch das ich schon viel Motorola Systeme hatte wars halt ne Preisfrage.
Der "Glaubenskrieg" ist sicherlich geschmackssache un d ein 2L-Gleis sieht naturgetreuer aus, kein Zweifel.
Wollte nur mal meinen Weg hier beschreiben
Gruß CD13
ich stehe nach wie vor auf dem standpunkt, dass sich die preise zwischen wechsel- und gleichstrom inzwischen angeglichen haben. ich habe seit jahren den mobahner abonniert und sehe mir natürlich auch tests (mit preisangaben) von gleichstromloks an. so viel unterschied gibt es da wirklich nicht mehr.
habe mir gestern die kleine schmalspurdampflok von roco gekauft (uvp 82 euro). gesalzener preis, aber ich wollte sie ja haben...
Naja, ich habe in letzter zeit die preise nicht mehr zwischen Märklin und Roco & Co verglichen. Also wenn man davon ausgeht, das ähnliche loks von Märklin und Roco ähnlich kosten, ist in meinen augen Märklin immer noch teurer! Klinkt zwar paradox, aber in meinen augen ist das darum so:
Lok X wird von Märklin unter Trix als Gleichstromlok annähernt zum selben Preis angeboten.
Aber Lox Y (Wird von Märklin nicht gebaut) gibt es nur von einem GS-Hersteller. Und die WS-Version ist dann entweder nur mit umbau (Eigenaufwand oder Teuer), oder wenn angeboten für 50-100€ mehr zu bekommen. Also ist WS doch wieder teurer! Allerdings scheinen die Preise sich allgemein in den letzten Jahren zwar untereinander angenähert, aber vom Geldbeutel des Mobahners immer weiter entfernt zu haben.
yo, und bei den preisen überleg ich echt manchmal, ob man nicht auf spur 1 umsteigt...
wenn ich meine märklin big boy nu verticke, muss ich allerdings schon mal ca. 200 öcken minus mit einkalkulieren.
was soll ich dann erst mit dem rest machen? draufzahlen?
Euer Gejammere über die Preise bei diesem Hobby sind wirklich zum Erbarmen!

Ich frag mich bloss warum es das in unserem Golfclub nicht gibt! :lol::lol::lol:
Vieleicht brauchen Golfspieler nicht so oft noch andere Golfschlägertypen?:frage:
eigentlich gibts auch nix zum meckern über die preise, wenn man bedenkt, was ein flugzeugträger kostet....
Hallo, liebe "Glaubenskrieger" ;)

Auch ich möchte zu dem ewigen Thema Gleich- oder Wechselstrom mal meinen Senf dazu geben.

Meiner Meinung nach bringt der Glaubenskampf für oder gegen einen bestimmten Hersteller überhaupt nichts. Zumindest gilt dies für die, die das Hobby Modelleisenbahn ernsthaft betreiben.
Ich meine damit diejenigen, die sich für einen bestimmten Zeitraum oder eine bestimmte Region interessieren und versuchen, den Betrieb des Vorbildes einigermaßen genau auf der heimischen Modellbahn nachzubilden, mehr oder weniger pedantisch (Stichwort Nietenzähler).

Es ist doch so. Es gibt doch fast kein Vorbildthema, das man nur durch Modelle eines einzigen Herstellers ausreichend komplett abdecken könnte. Die Außnahme Schweizer Schmalspurbahnen = Bemo klammern wir hier mal aus.
Oft ist man doch gezwungen bei anderen Herstellern "Fremd zu gehen". Wenn man Hersteller X favorisiert, es aber die Baureihe 0815 nur vom ungeliebten Hersteller Y gibt, kauft man sich die Lok halt trotzdem, vorausgesetzt sie erfüllt die eigenen Ansprüche, oder man wartet vieleicht bis in alle Ewigkeit, bis sie dann endlich mal von Hersteller X gebaut wird.
Gibt es die gleiche Lok von verschiedenen Herstellern, sollten allein die persönlichen Ansprüche an Detailtreue und Preis entscheiden.
Da es heut zu Tage fast jede Lok von jedem Hersteller in Gleich- UND Wechselstromausführung gibt, ist es vollkommen egal, welches Stromsystem man hat.

Unter diesen Voraussetzungen möchte ich hier mal versuchen, einem absoluten Anfänger im Bereich Modellbahn, der so beim Surfen zufällig über dieses Forum stolpert, eine echte neutrale Orientierungshilfe zu geben.

Zuerst sollte sich jeder Einsteiger in das Modellbahnhobby mal fragen, wie er gedenkt in etwa das Hobby betreiben zu wollen.
Reicht es, nur einfach mit der Eisenbahn zu spielen ohne besonderen Wert auf genaue Nachbildung irgend eines bestimmten Vorbildbetriebes?
Dann kauf dir die nächstbeste Startpackung (egal von welchem Hersteller) und werde glücklich damit!
Denn der Spaß am Spielen mit der Eisenbahn ist bei jedem Stromsystem gleich groß.
Soll die Anlage ein betimmtes Thema (Zeitraum, Region) haben, so sieht die Sache unter Umständen etwas anders aus.
Willst du nordamerikanische Eisenbahnen? Dann vergiß Wechselstrom!!!
Das gleiche gilt für das übrige außereuropäische Ausland.
Bei europäischen Eisenbahnen gibt es fast keine Schwierigkeiten mehr, Modelle sowohl in Gleich- als auch in Wechselstrom zu bekommen. Es kann aber noch passieren, das man nicht alle Loks in Wechselstrom bekommt (kleiner Vorteil Gleichstrom). Bei Modellen deutscher und schweizer Loks gibt das Problem aber nicht.

Beim Anlagenbau ist das Thema Gleise noch wichtig.
Hier ergibt sich ein klarer Vorteil für das Gleichstrom-System, da es dort eine große Auswahl unterschiedlicher Gleissysteme verschiedener Hersteller gibt, während man bei Wechselstrom nur zwischen den beiden Gleissystemen aus dem Hause Märklin wählen kann. Aber auch mit Märklin-Gleisen kann man schöne Anlagen bauen.

Ach ja, noch ein großer Vorteil des Gleichstromsystems beim Thema Gleise (Wichtig für Nietenzähler): Beim Vorbild gibt es keinen Punktkontakt.
Oops, ich glaube jetzt sind einige HB-Männchen unter den 150%igen Märklinisten zum ersten bemannten Mondflug ohne Rakete gestartet. :lol::lol::lol::lol::lol::lol::lol::lol:

Zum im Vorfeld auch heiß diskutierten Thema Preise kann ich nur sagen: Alle schönen professionellen Modelle sind inzwischen viel zu teuer geworden, egal von welchem Hersteller und für welches Stromsystem. Inzwischen muß man ja schon für ein gut detailliertes Modell (also keine Hobby- Playtime- oder sowas Modelle) einer E-Lok ca. 150€ (zur Erinnerung: Das sind 300DM) ausgeben. ;(;(;(
Es ist noch nicht all zu lang her, da hat so ein Modell noch 150DM gekostet. ;(;(;(;(;(;(;(;(;(;(

Meiner Meinung nach ist jemand, der auf Teufel komm raus hier nur seine Lieblingsmarke verteidigt und von dieser Marke selbst den größten Mist kauft, nur weil's von eben dieser Marke ist, kein ernsthafter Modelleisenbahner, sondern nur ein Spielzeugsammler, der genau so gut auch Barbie-Puppen oder Steiff-Teddybären sammeln könnte.

Seit doch mal ehrlich! Von jedem nahmhaften Hersteller gibt es Super-Modelle UND totalen Mist, sei es weil total veraltert (z.B. ÖBB 1043 von Fleischmann in 1:82) oder sauschlecht neu entwickelt (z.B. Märklin/Trix ÖBB 2016 mit Drehgestellen der DB 185).

Wie Ihr seht, ist der "Glaubenskrieg" bezüglich des Stromsystems doch eigentlich sinnlos.
Ob Gleich- oder Wechselstrom, Hauptsache der Zug fährt.
Und genau das ist es doch, worauf es uns ankommt!

Dies schreibt Euch ein bekennender "Gleichstromer", der aber auch genau so gerne mit der Märklinbahn spielt.
Eigendlich kann man dier nur recht geben! Wer sich auf einen Hersteller versteift, der hat schon verlohren. Nur schade, das man sich zu min. 90% auf Märklin fest legen muß, wenn man WS wählt, so das WS eigendlich raus fällt.
Denn es gibt immer noch viele Modelle, die es ebend NICHT problemlos in WS gibt!
Das halte ich einfach für ein Gerücht. Wenn ich auf meine Moba schaue, sehe ich genau das Gegenteil. Nur durch Gebetsmühlenartige Wiederholung wird's nicht richtiger...
Doch, ptlbahn hat schon recht.

Noch gibt es viele (alte) Modelle, die es (noch) nicht in Wechselstrom gibt. Der Trend bei allen Herstellern geht jedoch ganz klar in die Richtung, möglichst alle neuen Modelle für beide Systeme zu produzieren.

Merkwürdig ist nur, das ausgerechnet Märklin/Trix diesem Trend nicht konsequent folgt. So gibt es Modelle entweder nur in Wechselstrom, wie z.B. die ÖBB X150 (= Köf 2) oder nur in Gleichstrom, wie z.B. die 2. Nummernvariante der GG1.
Die Ankündigung von Märklin/Trix eine Reihe neuer Modelle speziell für den Gleichstrommarkt (z.B. ÖBB 1012) zu entwickeln passt auch nicht so richtig ins Bild.
Servus,
Zitat:

das man sich zu min. 90% auf Märklin fest legen muß

Das ist schlicht und einfach falsch, ansonsten muss ich jetzt in mein MoBa Raum gehn und alles wegschmeißen bis ich einen Märklinanteil von 90% habe.
Das einzige bei was man sich wirklich auf Märklin festlegen muss sind die Gleise und selbst da kann man Pukobändern verwenden.
Die großen Hersteller bieten mittlerweile fast jede Lok fürs 3-L System an, davon abgesehn kann man eine 2-L Lok umbauen lassen. Wagen lassen sich zu 100% kompatibel, Ausnahme bilden hier Steuerwagen die eine eigene Stromversorgung haben, aber auch hier ist ein Umbau nicht sonderlich schwer.

Man muss sich weder bei Digitalformat noch bei der Zentrale auf Märklin festlegen.

Gruß
Olli
Hallo Olli,

das ist richtig, aber nur, wenn man mit Modellbahntechnik so richtig gut umgehen kann und sich "was traut".

Und gerade das war von Märklin bisher nicht gewollt und wurde erst Recht nicht gefördert. Könnte unter der neuen Führung jetzt aber anders werden. Gute Ansätze gibt es (und noch viel zu viele Altlasten).

Insofern ist die o.a. Aussage schon weitgehend richtig (lassen wir Zubehör wie Häuser, Autos und Landschaftsbau 'mal weg): Wenn ~Strom, dann dominiert die Marke Märklin auch gewaltig die Anlage (in der Schweiz würde man sagen Märklin und HAG).

>>Man muss sich weder bei Digitalformat noch bei der Zentrale auf Märklin festlegen.<<
Doch, gerade da, will man Märklin Produkte auch fahren können, ohne den Dekoder auszuwechseln. Und da der meistens als Platine integriert ist, ist das schon für die meisten ein unüberbrückbares Hindernis.
Ich hatte kürzlich das Vergnügen, eine BB12 von Märklin-Digital auf 2L= (analog!) umzubauen (ich weiß, gibt es auch von Trix, war aber wohl im Handel nicht erhältlich). Selbst ich brauchte eine halbe Stunde, um die Beleuchtungsschaltung auf den beiden Platinen in Verbindung mit den LED-Sätzen zu "knacken" und Lampen, Rücklicht und Lichtwechsel analog anzuschliessen. Sind schon kleine Gemeinheiten, die jegliche Kompatibilität verhindern sollen.

Einfach 'mal einen Multiprotokolldekoder einbauen, am liebsten noch mit Schnittstelle? Ist nicht.
Ich bin bei meinen 90% NUR von material ausgegangen, das OHNE selbst hand an zu legen (oder max Radsatztausch bei Wagen) für das andere System nutzbar ist, oder explizid geliefert wird!
Damit fallen auch alle Beleuchteten Wagen raus!
Sicherlich kann man relativ leicht viele GS-Loks auf WS umrüsten, wenn man das richtige Gleissystem gewählt hat (Schleifer drunter oder im "Geisterwagen" dahinter, und dan entsprechenden Decoder in die Lok und beide Orginaldstromabnahmen mit Masse verbinden), aber es geht hier um Systemwahl und nicht um Bastelarbeitsbeschaffungsmaßnahmen!
Also geh noch mal in dein Zimmer, Streiche aus deiner Liste alles raus, was mehr Modifiziert wurde, wie Radsatzwechsel, und sag dann noch einmal, wieviel % Orginallieferzustand Märklin ist, und wieviel % Orginalzustand anderer Hersteller ist!
Und zur Freien Digitalsystemwahl: Wo gibt es denn schon Selectrixdecoder oder DCC-Decoder für Sinusmotoren? (Natürlich zum normalen Dekoderpres, als ´ca. 30€)?
Zitat:

Gepostet von Gustav
das ist richtig, aber nur, wenn man mit Modellbahntechnik so richtig gut umgehen kann und sich "was traut".


Bedauerlicherweise, aber auch vollkommen normal trifft das für den bei weitem überwiegenden Bevölkerungsanteil nicht zu.

Zitat:

Und gerade das war von Märklin bisher nicht gewollt und wurde erst Recht nicht gefördert.


Ich sehe das etwas differenzierter - es wurde nicht als Voraussetzung betrachtet dieses schöne Hobby zu betreiben. Offensichtlich wurde das bisher von den meisten Kunden auch ausdrücklich begrüsst.

Zitat:

Doch, gerade da, will man Märklin Produkte auch fahren können, ohne den Dekoder auszuwechseln. Und da der meistens als Platine integriert ist, ist das schon für die meisten ein unüberbrückbares Hindernis.


Der Widerspruch zum Eingangssatz ist zwar unübersehbar und diese Aussage entspricht auch nicht der Regel.

Zitat:

Selbst ich brauchte eine halbe Stunde, um die Beleuchtungsschaltung auf den beiden Platinen in Verbindung mit den LED-Sätzen zu "knacken" und Lampen, Rücklicht und Lichtwechsel analog anzuschliessen.


Für einen versierten Märklinbahner ist das keinerlei Problem. :super:

Zitat:

Einfach 'mal einen Multiprotokolldekoder einbauen, am liebsten noch mit Schnittstelle? Ist nicht.


Diese Aussage bezieht sich wohl nur auf dieses Modell; trotzdem erstaunt sie mich einigermassen, denn so viele - für inzwischen auch fast jedes Modell passende - Schnittstellenplatinen kenne ich von keinem anderen Mobahersteller. Selbst die DC Versionen des hier genannten Modells der BB12 (TX22728/22317) haben eine NEM Schnittstellenplatine - wo soll da denn ein Problem sein? :welcome:

Abgesehen davon sind ALLE Decoder für Märklin Systems sowieso auch schon Multiprotokolldecoder. :lol:
die Sache mit den 90% Märklin halte ich auch für falsch.
Ich habe bis dato
1x RAm Märklin
1x VT 11.5 Märklin
1x NOHAB Roco
1x Re 4/4 Roco
1x LKAB IORE Roco
1x Taigatrommel Roco
1x Class 66 Mehano
1x Blue Tiger Mehano
bitte nicht über den wüsten Mix wundern, ich will mich nur nicht festlegen was mich am meisten interessiert. es gibt sooo viele interessante Sachen.

Ich komm auf einen Märklinanteil von 20%.
Zugegeben, bei den Waggons dominiert Märklin, aber es sind auch Roco dabei.
Servus,

Zitat:

das OHNE selbst hand an zu legen

Zitat:

was mehr Modifiziert wurde


Sind wir Modellbauer oder "fertige-Sachen-Auspacker-und-auf-die-Schiene-stell-Bahner"?
Modellbau ist nun mal nichts für Plug & Play Liebhaber.

Zitat:

Damit fallen auch alle Beleuchteten Wagen raus!

Es gibt kaum Wagen die ab Werk mit Innenbeleuchtung geliefert werden.

Zitat:

Ich bin bei meinen 90% NUR von material ausgegangen,


Was definierst du mit "Material"?

Es ist bis auf einzelne Wagen wie Steuerwagen etc. möglich ein 3-L System zubetreiben ohne nahezu ein einziges Märklin Produkt kaufen zu müssen, denn es geht hier um die Systemwahl, nicht die Herstellerwahl.

Gruß
Olli
Zitat:

Gepostet von ptlbahn
.. aber es geht hier um Systemwahl... Also geh noch mal in dein Zimmer, Streiche aus deiner Liste alles raus, was mehr Modifiziert wurde, wie Radsatzwechsel, und sag dann noch einmal, wieviel % Orginallieferzustand Märklin ist, und wieviel % Orginalzustand anderer Hersteller ist!
Und zur Freien Digitalsystemwahl: Wo gibt es denn schon Selectrixdecoder oder DCC-Decoder für Sinusmotoren? (Natürlich zum normalen Dekoderpres, als ´ca. 30€)?[/b]


Hallo Pierre-Thomas,

irgendwie beinhaltet Dein Beitrag einen Widerspruch:

Du schreibst zwar dass es (Dir) nur um die Systemwahl unabhängig von bestimmten Herstellern geht, wiederholst dies auch nochmals in Deiner Antwort an Hannes, betonst aber dann trotzdem "%Märklin" vs. "%Andere Hersteller".

Es ist richtig dass die meisten Modellbahner offenbar ihr Rollmaterial nur noch aus der Schachtel heraus auf die Anlage bringen und ohne weitere Massnahmen in Betrieb nehmen wollen (oder können?) (Thema "Zurüstteile" - wobei es hier manche Hersteller die Kunden auch arg strapazier(t)en und man sich manchmal schon fragen muss ob das nicht schon eine Endmontage ist). Ob der Einbau einer Innenbeleuchtung noch eine einfache "Nachrüstung" im Sinne des Achsentauschs oder schon ein mittlerer Kraftakt ist, hängt m.E. primär vom damit verbundenen Aufwand, also auch der Zeit ab. Leider macht es da einem nicht jeder Hersteller so leicht wie z.B. Märklin.

Man kann also "Originalzustand" und "Bastelarbeit" dahingehend differenzieren, dass bei ersterem:

- das Zurüstmaterial (wie Tauschradsätze) vom entsprechenden Hersteller angeboten wird.
- es ohne grosses bastlerisches Geschick unkompliziert einbaubar ist.

Zu den Steuerwagen kann ich Dir sagen dass ich auch da neben Märklin verschiedene andere Fabrikate im Einsatz habe; z.B. auch GFN und ROCO. Natürlich haben diese Wagen auch mit der Fahrtrichtung wechselnde Stirnbeleuchtung der entsprechenden Hersteller; bei GFN ist es beispielsweise ein zwar etwas witzig anmutende, aber dennoch einfache und recht zuverlässige Konstruktion, bei der der Schleifer fahrtrichtungsabhängig auf der Halteplatte bewegt (und dabei einen "Mordskrach" macht :lol:).

Es ist heutzutage überhaupt kein Problem selbst einen C-Sinus Motor (egal ob gross oder kompakt) mittels der einzeln verfügbaren Treiberstufe auch mit einem DCC oder Selectrix Decoder anzusteuern. Dass ein Drehstrommotor eine andere "Ansteuerlogik" als ein normaler DC Motor hat sollte bekannt sein. Fast jede aktuelle Märklin Lok mit C-Sinus Motor (daneben gab es eigentlich nur noch den DSM von rail4you) hat diese Logik getrennt vom Decoder, entweder auf einer separaten oder auf der Schnittstellenplatine; somit kann der Decoder fast x-beliebig ersetzt werden.

Unterschiede bei der Systemwahl "Zweileiter" vs. "Mittelleiter" sehe ich heute noch bei den folgenden Punkten:

- unkomplizierterer Mittelleiterbetrieb von Weichen, Kehrschleifen, Gleisdreiecken, etc. durch die nicht vorhandene Umpolungsproblematik.
- höhere Kontaktsicherheit beim Mittelleiterbetrieb über beide Aussenschienen.
- geringerer konstruktiver Aufwand bei Zweileitermodellen.

Ansonsten ist es m.E. nur mehr eine philosophische Frage welches "System" man bevorzugt.
Also zum Thema Orginal/Umbau:
Wenn das Modell mit dem Tausch der Radsätze für das andere System tauglich voll ist, dann betrachte ich es in diesem sinne als Orginal! D.h. eigendlich alle Güterwagen und alle unbeleuchteten Personenwagen. Bei Beleuchteten Wagen fängt es (in meinen Augen )meist schon an. Bei GS-Wagen wird die Spannung für die Beleuchtung je Drehzgestell ein Pol abgenommen. Wenn ich diese Wagen bei WS beleuchtet einsetzen will, muss entweder ein schleifer drunter gebastelt werden, oder stromführende Kupplungen angebastelt werden. Also nix mehr mit einfacher Kompatibilität (oder sind die neuesten GS-Wagen für Stromführende Kupplungen oder Schleiferaufnahme ausgerüstet?)!
In wieweit WS-Wagen über voneimander Isolierte Drehgestelle verfügen, damit die Stromabnahme wie bei GS funktioniert, entzieht sich neinen Kenntnissen!
Bei Loks ist es (gerade bei Dampf) oft schon unmöglich entsürechende Achsen zur umrüstung von WS auf GS zu bekommen, so das diese richtung fast schon von vorn herrein ausfält. Anderstherum ist es relativ Leicht GS-Loks auf WS um zu rüsten. dort ist das Größte Problem, den Schleifer unter zu bringen. Somit ist hier für mich Orginal, wenn der Hersteller das Modell explizit für das jeweilige andere Stromsystem Anbietet (hatte ich, glaube ich, hier schon einmal geschrieben). Wenn ich mir dann die Kataloge von GFN, ROCO, Piko usw. ansehe, dann dann finde ich nach einigen Seiten max 1/2-1 Seite an WS-Lokangebote. Und davon sind die Meisten auch keine "Standart"-DB-Loks, sondern "Einzelgänger" wie der blaue Tiger. Von daher gehe ich davon aus, das ich mich bei der Wahl des WS-Gleissystems sowohl mit den Gleisen (es gibt zwar die Pukostreifen, aber kein Fremdfabrikat von Pukogleisen und weichen) als auch mit den Lokomotiven auf 90% Märklin fest lege! Na gut, meine Kataloge sind nicht die Neuesten, vieleicht fertigen ja jetzt die Hersteller wesentlich mehr WS-Loks, aber mehr wie 25% Nichtmärklinloks bei WS-Bahnern wird wohl eine Ausnahme bleiben, so das es im schnitt doch 90% Märklin werden.
Der oben Genannte "Widerspruch", ist in meinen Augen kein Wiederspruch, sondern ein Definitionsproblem, denn Märklin und WS sind in meinen augen untrennbar.
Es geht mir bei der Aussage "Orginalzustand-WS" nicht um ein Plug- und Play, aber wenn man hier de Fragen von Neu- oder Wiedereinsteigern ließt, die zum Teil nicht mal in der lage sind, eine Weiche, ein Signal oder gar eine Lampe ohne ausführliches bebildertes Handbuch in Deutsch an zu schließen, dann sehe ich meine Forderung nach "Plug & Play"-Lokomotiven in diesem zusammenhang für berechtigt an. Nätürlich kann ein Versierter Mobahner sich seine Wunschlok mit mehr oder weniger aufwand für sein system Anpassen, aber wenn so ein neuling nicht schon ein Mindestmaß an "Plug & Play" bereit gestellt bekommt, dann komt sehr schnell der Frust, das man sich wohl doch mit Märklin für das falsche angebot entschieden hat, und es wird gleich das ganze Hobby "in die Tonne" gekloppt, und das nächste mal eine X-Box 4 oder PS6 gekauft.
Schon drei Tage kein Beitrag mehr hier?
OK!

Fragt Euch doch mal selbst: Wenn das von Märklin bevorzugte Punktkontaktsystem solche entscheidenden Vorteile hat, warum benutzt Tante "M" für Spur 1 und Z dann ein Zweischienensystem?

Antwort erbeten ;-))

Guten Rutsch
pikoman
Also bei Z haben sie einfach kein Umschaltrelais rein bekkommen, und der Skischleifer hat auch nicht drunter gepasst.
... und bei der Spur1 haetten Riesenschleifer und Monsterpunktkontakte wohl wirklich kacke ausgesehen ;)
Servus,
der Grund liegt denke ich woanderst. Die Ursprünge von 3-L H0 liegen in der Zeit weit vor der Aufnahme von Spur 1 und Spur Z Modellen im Programm von Märklin. Bei Z wäre sicherlich auch viel zu wenig Platz. Bei Spur wäre es von Seiten der Stromaufnahme ein 3-L System eh unnötig, da hier die Fläche Rad-Schiene wesentlich größer ist wie bei kleineren Spuren, besonders bemerkbar macht sich dies bei N und Z.

Gruß
Olli
Hallo

Spur 1 Modelle gab es (oder gibt es immer noch :konfus:) von Märklin auch in Wechselstrom-Ausführung, allerdings ohne Mittelleiter.
Man muß sich sowieso mal von dem Zusammenhang Wechselstrom = Mittelleiter lösen.
Das Märklin in H0 immer noch einen Mittelleiter hat, liegt einfach daran, das es Märklin H0 schon seit der "Modellbahn-Steinzeit" gibt, und man sich nie getraut hat, seine Kunden mit einer Umstellung auf Stromaufnahme nur über die Schienen zu schockieren.
Märklin hatte vor dem Krieg auch Modelle in Spur 1 mit Mittelleiter. Allerdings hat sich Märklin nach dem Krieg für lange Zeit komplett von dieser Baugröße verabschiedet.
Der Neustart von Märklin in Spur 1 konnte daher ohne Probleme mit 2-Leiter Gleis erfolgen.

In der von mir angesprochenen "Modellbahn-Steinzeit", damit meine ich den Zeitraum bis vor dem 2. Weltkrieg, hatte noch jede Modelleisenbahn, egal in welcher Baugröße, einen Mittelleiter. Dies deshalb, weil man damals das mit der Stromabnahme über feine Federblechstreifen direkt von den Rädern noch nicht so gut hingekriegt hat. Und die Isolierung der Achsen war damals auch noch nicht so einfach, zumal man ganz am Anfang sogar mit 110V Starkstrom gefahren ist. :ilook::ilook:
Übrigens hat man damals auch die Märklinbahn teilweise mit Gleichstrom betrieben. Dafür hat man den "Allstrommotor" erfunden. Dies lag daran, das in den Anfangstagen der Elektrotechnik viele örtliche Stromnetze mit Gleichstrom gespeist wurden. Die Umstellung der Netze auf den uns bekannten 220V Wechselstrom erfolgte teilweise erst Anfang der 50ziger Jahre.
Servus Bernd,
bei einer Nachträglichen Umstellung heutzutage würde man für die MoBa-Branche mehr schlechtes als gutes tun. Dafür gibt es viel zu viele Sammler und MoBahner die mehr als 200 Loks haben und somit eine Umstellung der fianzielle Ruin der meisten wäre.

Sprich man würde mehr Kunden vergraulen als das es Nutzen hätte. Denn der einzige Nutzen wäre mehr vorbildtreue.

Der Zeitpunkt der Umstellung wurde verschlafen, der richtige Zeitpunkt wäre gleich nach dem 2.Weltkrieg gewesen, alles was danach gekommen wäre hätte obengenanntes zur Folge. Und kurz nach dem 2. weltkrieg hatten die Menschen sicher andere Sorgen als über die 3-Leitertechnik von Modellbahnen zu philosphieren.


Und sind wir mal ehrlich, ich hab in der MoBa Branche schon schlimmeres gesehn als Pukos :lol::lol::lol:

Gruß
Olli
Hallo Olli

Stimmt genau!

Eine Umstellung wäre direkt nach dem Krieg möglich gewesen.
Heute nicht mehr!!

Und einen ganz wichtigen Vorteil haben die Pukos für alle H0-Modellbahner:
Worüber könnte man den sonst hier im Forum inzwischen fast 20 Seiten lang herzhaft diskutieren? :lol::lol::lol:

Das Leben wäre ohne Pukos doch echt langweilig! :lol::lol::lol::lol::lol::lol::lol::lol::lol::lol::lol::lol:

Auch für einen "Gleichstromer" wie mich.
Ich bin der ansicht (Hatte ich woanderst schon mal geschrieben), das solch eine Umstellung nur schrittweise realisierbar währe.
Als 1. alle Fahrzeuge mit Isolierten Achsen ausführen, und bei Loks einen "Wahlschalter" vorsehen, eine stelleung GS-Stromabnahme, andere Stellung klassische Märklinstromabnahme, und den Skischleifer anklipsbar, somit könnten Märklinloks auf alten Märklinanlagen genauso eingesetzt werden, wie auf GS-Anlagen (Das Rad-Schiene-Geometrie hat man ja in der zwischenzeit wohl weit genug "egalisiert")
Als weiteres währe eine umstellung auf GS in der lok sinnvoll (mit den heutigen Dekodern/ Elektronischen umschaltern kein problem). So währe Märklin auf seinen Klassischen Anlagen nach wie vor uneingeschränkt einsetzbar, zusätzlich währe aber der schrit in richtung Gleise ohne Pukos gemacht. Und in 20Jahren kann man dann noch einmal überlegen, ob die Pukogleise noch gekauft werden, oder ob man eine Produktionseinstellung vertreten kann.
Hallo ptlbahn

Deine Idee für eine "Mehrsystemlok" klingt echt gut. Den Umschalter für die Stromabnahme bräuchte man noch nicht mal, wenn es einen Dekoder gäbe, der selbstständig erkennt, wie der Strom in die Lok fließt.
Wäre doch mal 'ne Anregung für die Elektronik-Freaks unter Euch.
Und wenn dann noch der Schleifer digital gesteuert automatisch hochklappen könnte, dann könnte man sogar wie in Echt Betrieb über Systemgrenzen hinweg durchführen.
Nachbau des Bahnhof Brenner mit echtem Wechsel von Wechselstrom auf Gleichstrom. Na das wär doch mal was!

Aber Spaß beiseite.
Der Puko wird wohl ewig leben weil zum einen Märklin und zum anderen die Märklinisten es so wollen.
Weshalb sonst gibt es den diesen Glaubenskrieg.
Zitat:

Der Puko wird wohl ewig leben weil zum einen Märklin und zum anderen die Märklinisten es so wollen.
Weshalb sonst gibt es den diesen Glaubenskrieg.


und das wichtigste:

es lässt sich verkaufen!!

Der wohl hauptsächliche Grund warum es von Märklin verkauft wird.

Gruß
Olli
Was für ein Argument! Eslässt sich verkaufen! Wow!

Ich bin auch ein "Pickelbahner". Ja. Kein Überzeugter, denn ich mache aus dieser Frage "Pickel oder nicht" keinen Glaubenskrieg.
Sondern respektiere die anderen ohne Pickel und beneide sie manchmal und bedauere sie auch. Beneiden dann, wenn es mal wieder fürs Pukosystem nicht die passenden Weichen (s. meine Frage "Bogenweichen für 3-L) gibt, und Bedauern, wenn ich an die immer noch vereinzelt existierenden Kontaktprobleme 2-L-Systems oder den Einbau von Kehrschleifen, geschweige denn Gleisdreiecken, denke. Diese Probleme sind zwar lösbar, aber auch Fakt. Die Schienenreinigungszüge, die zwischen den Vorstellungen über die Gleise von Schauanlagen oder Clubanlagen zischen, sprechen für sich. Und die Schaltungsprobleme....

Meine Bahn läuft auch dann gundsätzlich, wenn mal ein halbes Jahr (oder länger) nichts dran getan wurde. Zwar auch nicht auf allen Gleisen (Abstellgleise sind schwierig), aber die Züge fahren. Das habe ich bei 2-L nicht. Und deshalb - weil ich nicht in jeder freien Sekunde an meiner MOBA hänge - fahre ich 3-L.

Jeder muss für sich entscheiden was er will. Etwas mehr Kontaktsicherheit und dafür die Pickel, oder hübschere Schienen, mehr Auswahl an Gleisen (beim Rollmaterial gilt das nur bedingt) und dafür etwas pflegintensiever.

Was mich ärgert, ja richtig sauer macht, ist die Art und Weise wie hier Vertreter der einen Fraktion auf die der anderen vereinzelt losgehen.

Freunde, wir haben das gleiche Hobby!!! Halloo!!

Lasst doch den anderen stehen, auch wenn er Pickel im Gleis hat. Und Ihr 3-L-Freaks (ich fahrs, bin aber keiner), Mä ist nicht alles!

Ich wünche mir einen freundlicheren Umgang nicht nur im Hinblick auf dieses Thema. Jeder betreibt dieses Hobby mit der ihm eigenen Intensität und den ihm/ ihr zur Verfügung stehenden Mitteln, in finanzieller Hinsicht genauso wie im Hinblick auf das vorhandene handwerkliche Geschick. Und ich kann es einfach nicht ab, wenn sich da der oder die Eine über den oder Die Andere(n) hinwegsetzt, auf welche Art und Weise auch immer.

Und da gibt es hier im Forum - und besonders bei diesem Thema - vereinzelt Kandidaten, die in ihren Umgangsformen nicht unbedingt das erkennen lassen, was sie für sich von anderen sicher immer in Anspruch nehmen, ja geradezu erwarten...

Lange Rede kurzer Sinn. Mehr gegenseitiger Respekt tut not. Ihr 2-L´er seid nicht die besseren Mobabahner, und die 3-L´er sind keine Spielbahner und sollen aufhören, ihren teilweise Mä-Müll als das Alleinseligmachende zu sehen.

In diesem Sinne soll jeder für sich entscheiden, was ihm wichtiger ist.

Und dann seinem Hobby frönen, ohne Gefahr laufen zu müssen, von anderen belächelt zu werden. Weswegen auch immer.

Gruß

Ludger
glaubenskrieg, willst du ewig leben?
fahre selber märklin zuhauf, und das einzige, was mich stört und was in diesem leben oder auch im nächsten nicht mehr lösbar sein wird: ich beneide die gleichstromer ums sogenannte "dreischienengleis". meine schmalspur werde ich wohl nicht mit meiner märklin kombinieren können. die steckt nämlich noch in der pubertät und hat ganz viele pickel.... grins...
H0m, oder? Wenn mich nicht alles täuscht, kann man bei H0e zumindest auf geraden Strecken das Dreischienengleis benützen, denn das wenn auch nicht mittig liegende dritte Gleis eignet sich als Mittelleiter.

Im übrigen betrachte ich die zunehmende Sachlichkeit im Glaubenskrieg-Thread äußerst kritisch ;)
In wenigen Jahren wird sich das erledigt haben, dann ist die Göppinger Blechfaltanstalt entweder restlos Pleite und die wenigen verwenbaren Produkte werden von Modellbahnherstellern aufgekauft und dieser unsägliche Pickelkram folgt Trix-Expreß auf den Müllhaufen der Geschichte.:super:
In einer globalisierten Welt gibt es keinen Platz für Außenseiter und Märklin wird sich dem Weltmarkt stellen müssen wenn man bestehen will.:danke:

[ Editiert von Spandauer am 19.01.07 13:50 ]
Hallo!

Wie war das mit der zunehmenden Sachlichkeit! :lol:

Solange in Deutschland das AC-System noch einen Marktanteil von >=50% hat wird es überleben, auch wenn Märklin nur eine Marke von Hornby oder Bachmann werden sollte.
Die Binnennachfrage reicht vollkommen aus für ein mittelständiges Unternehmen. Und Deutschland ist einer der größten Mobamärkte der Welt, gefolgt von USA und Japan. Dann kommen noch ein paar andere EU-Staaten, der Rest ist modellbahntechnisch unbedeutend. Wobei die Japaner zu etwa 80% N fahren!
Sollte der Mobamarkt in Deutschland zusammenbrechen und die Firmen praktisch nur noch für den Export herstellen, dann geht es wohl allen Mobafirmen an den kragen. Den ersten "Schluckauf" sieht man ja jetzt schon.

Gruß Christopher :)
Zitat:

Gepostet von derbekloppte
Meine Bahn läuft auch dann gundsätzlich, wenn mal ein halbes Jahr (oder länger) nichts dran getan wurde. Zwar auch nicht auf allen Gleisen (Abstellgleise sind schwierig), aber die Züge fahren. Das habe ich bei 2-L nicht. Und deshalb - weil ich nicht in jeder freien Sekunde an meiner MOBA hänge -



Wirklich? Also meine DC-Fahrezeuge stehen auch den Sommer über nur in der Vitriene, genauso wie meine AC-Fahrzeuge.
Beide fahren auf dem ein und dem selben Gleis (Märklin C-Gleis, für DC-Betrieb modifiziert). Wundersamer weise laufen die DC-Loks nach dieser Standzeit besser, als die AC-Loks. Die benötigen bei den ersten Anfahrten immer einen kleinen Schubs oder "volle Pulle" am Trafo. :inuts:

Zitat:


fahre ich 3-L.



Also dann Trix-Express?
Meine Mäklin-Loks bekommen ihren Strom auch nur über 2 Pole/Leiter.... :frage: :lol:

Viel spaß noch :danke:
Diese 3-L=Trix-Besserwisserei geht mir auf die Nerven. Jeder weiß genau, was gemeint ist, aber einige...
Zitat:

Gepostet von Jens Olle
aber einige...


wie z.B. der Jens verstehen die Ironie nicht. :lol:

Hab doch extra noch 2 Smilies als Helferlein hinzugefügt

Gruß
Zitat:

Gepostet von derbekloppte
Meine Bahn läuft auch dann gundsätzlich, wenn mal ein halbes Jahr (oder länger) nichts dran getan wurde. Zwar auch nicht auf allen Gleisen (Abstellgleise sind schwierig), aber die Züge fahren. Das habe ich bei 2-L nicht. Und deshalb - weil ich nicht in jeder freien Sekunde an meiner MOBA hänge -



Also ich habe auch keine Probleme mit meinen Gleichstromloks, selbst wenn ich sie nach mehreren Jahren wieder aus der Schachtel hole. Manchmal ruckelt es am Anfang etwas. Das liegt aber an etwas verharzten Getrieben. Nach kurzer Zeit ist alles wieder frei gelaufen.

Das Argument der größeren Kontaktsicherheit wird von den Mittelleiterfreunden gerne angeführt.
Früher hatten sie damit gar nicht mal so unrecht.
Aber früher hatten die Loks noch keine fünfpoligen Motoren mit Schwungmassen, es wurden häufig nicht alle Räder zur Stromabnahme heran gezogen und die Materialien von Rad und Schiene waren teilweise nicht so leitfähig wie heute.

Früher wurden teilweise Schienen aus Messing gefertigt.
Diese Schienen liefen schon an, wenn mal 5 Minuten kein Zug kam (das kenne ich von meiner alten Fleischmann Bahn).
Dadurch verschlechterte sich die Stromabnahme deutlich. Die heutigen Neusilberschienen laufen nicht an. Dadurch ist auch nach langen Betriebsunterbrechungen eine gute Stromabnahme gesichert. Durch einen leicht abgerundeten Schienenkopf wie z.B. beim Roco Line Gleis wird auch der Verschmutzung vorgebeugt. Runde Schienenköpfe hatte auch das Märklin M-Gleis. Wohl auch ein Geheimnis der guten Stromabnahme.
Ein Hauptgrund für starke Gleisverschmutzung und dadurch schlechter Stromabnahme ist heute auch so gut wie verschwunden. Früher waren die Getriebe meist nach unten offen, so das Ölreste ungehindert über die Räder auf die Schienen übertragen werden konnten. Heute sind die Getriebe fast immer komplett gekapselt. Da kann nichts mehr auf die Schienen spritzen.

Die Technik der 2-Leiter Bahn ist heute vollkommen zuverlässig. Ein Unterschied zum Mittelleiter besteht nicht mehr.

Das ist noch ein Grund, warum ein Gleichstrom / Weschelstrom Glaubenskrieg im Ansatz schon absoluter Schwachsinn ist. Beide Systeme garantieren heute unbeschwerten Spielspaß, etwas Pflege vorausgesetzt.
Hallo Bernd und ihr anderen,

Danke für die Beiträge, teils als Reaktion auf den meinigen.

Grundsätzlich bin ich auch dazu übergegangen, inzwischen mehr Loks und Wagen von Fremdherstellern (hauptsächlich Roco, Dampfloks von Fleischmann) zu kaufen. Weil es nicht einzusehen ist, für einen schlechter detaillierten Wagen bei Märklin mehr Kohle auszugeben. Und die D-Zug-Wagen sind auch noch verkürzt...

Und da bleibt dann auch das eine pro 2-L Argument (besseres Fahrzeugangebot) auf der Strecke. Denn preislich - ich habe alle Loks digitalisiert - kosten die Dinger auch nur geringfügig mehr als die 2-L Versionen. Und haben nicht die Nachteile alter MÄ-Loks (auch mit HL-Antrieb), dass man die Dinger frisch gefettet und geölt stehend ins Regal legt, nach einem Jahr rausholt (oder später) und sie wieder knörzen...

Dennoch, auch wenn 2-L heute auch kontaktsicher ist, ich habe bei 3-L einfach einen Leiter mehr zur Verfügung. Und erkaufe mir diesen "Vorteil (oder auch nicht, das muss eben jeder selbst wissen)" mit der Pickeloptik.

Aber ich laufe jetzt dank meiner eigenen Argumentation Gefahr, ins Rechthaberische zu verfallen. Das liegt mir fern.

Was bleibt sind die Nachteile von 2-L gegenüber 3-L mit den Kehrschleifen bzw. Gleisdreicken. Auch lösbar, ja, aber mit heftigen Aufwand.

Im Endeffekt fragt man sich wirklich, was das soll. Und warum teilweise so unfreundlich...

Ein Beispiel: Bei der Besichtigung einer Club- Modellbahn (2-L) irgendwo in der BRD komme auf mit dem einen oder anderen Mitglied ins Gespräch. Fachsimpeln. Schön. Eine tolle Anlage, wo man einiges mit den Augen "klauen" konnte. Und dann von einem Mitglied die Gretchenfrage: Was fahren sie denn? 3-L die ehrliche Antwort. Thema erledigt. Gespräch/e wurde(n) schnell beendet.

Ist mir nicht nur einmal passiert.

Andersrum: Mä-Stammtisch. War ich ein mal. Zum kotzen. Nur Mä, sonst zählt nix. Und als ich es wagte, die neue P8 von Mä als schlechter als die schöne von den Fleischmännern einzustufen, hätten sie mich fast weggejagt. Völlig idiotisch.

Aber wahrscheinlich braucht Mensch das, dieses Differnzieren, dieses Aufteilen. Denn wenn alle ein System hätten, hätte keiner eine Chance, sich nur wegen des "besseren" Systems (was es m.E. nach nicht gibt) über den den Anderen zu stellen.

Oder auf den Punkt gebracht:

2-L: Wir sind die richtigen Modellbahner, die anderen ja nur Spielbahner....

Frage von mir dazu: Spielen wir nicht irgendwo Alle?

3-L: Roco, Flm. usw. ist doch nur Schrott, nur Mä und Ganzmetall zählt....

Frage von mir dazu: Dann schaut Euch mal den Schrott an, der mit Mä drauf verkauft wird. Warum eigentlich mache ich mir Gedanken, alle Mä-Loks mit HL-Antrieb nachträglich kugelzulagern? Na ja, ich bastel gern....

Und da sind wir weider am Anfang. Alles hat seine Vor- und Nachteile. Entscheiden muss jeder selber.

Aber:

Keiner soll sich über die, die sich anders entschieden haben, lustig machen oder sie sonstwie durch den Kakao ziehen.
Frei nach dem Motto: Es gibt keine blöden Fragen, sondern nur blöde Antworten....

In dem Sinne, und in der Hoffnung auf einen respekt- und verständisvollen Umgang miteinander

Liebe Grüße

Ludger

[ Editiert von derbekloppte am 22.01.07 15:47 ]
>>. . .

Völlig idiotisch.

Aber wahrscheinlich braucht Mensch das, dieses Differnzieren, dieses Aufteilen. Denn wenn alle ein System hätten, hätte keiner eine Chance, sich nur wegen des "besseren" Systems (was es m.E. nach nicht gibt) über den den Anderen zu stellen.<<

Bedingt richtig. Genau genommen handelt es sich um ein psychologisches Phänomen, daß man in allen möglichen Bereichen des Lebens beobachten kann. Je geringer der (Bildungs-)Horizont, um so stärker:
Das Selbstwertgefühl wird gestärkt durch Gruppenzusammengehörigkeit. Die wiederum drückt sich aus in Uniformität auf bestimmten Gebieten, vor allem deutlich zutage tretend bei Mode und Marken. Die gemeinsame Marke stärkt das Selbstbewußtsein, man gehört zu der Gruppe dieser Marke und wird damit ein Teil dieser Marke. Ist die Gruppe groß genug, mit dem Image besetzt, das man auch gern für sich hätte (aber als Person sonst nicht hat), dann gibt die Marke Halt und Selbstbewußtsein.

Die Marke / das Produkt kann rein objektiv durchaus mies/überteuert/unnützt usw. sein. Subjektiv fühlt "Jemand" sich besser. Kritik an der Marke wird als Angriff auf die eigene Person verstanden und mit Zähnen und Klauen von sich gewiesen. Auch wenn sie noch so berechtigt ist.

Es geht also gar nicht um die Marke, es geht um verletztes Selbstwertgefühl.

Es gibt verschiedene Marken, wo man das sehr deutlich beobachten kann. Spontan fällt mir hier neben Märklin auch Mercedes ein. Beides ursprünglich Synonyme für anspruchsvolle Produkte, deutsche Wertarbeit und Solidität. Objektiv betrachtet von alledem inzwischen weit entfernt, läßt der treue Kunde, der in Verbindung mit den Produkten etwas Wertbeständiges und Imageförderndes erreicht zu haben glaubt, um Gottes Willen nichts auf diese Marken kommen.

Ist die Demontage dieses Idealbildes doch seine eigene Demontage.
Servus Ludger,
ja deine Beobachtungen sind leider richtig bezüglich der Meinung die die andre Fraktion über die eine hat. Nachvollziehen kann ich das ehrlich gesagt auch nicht. Aber solchen Menschen kann man in diesem Bereich ja aus dem Weg gehn, sei es auf der Messe oder im Internet.

Wenn solche Menschen meinen sie tun dem Image und den Fortbestand des Hobbies "Modellbahn" mit solchen Aktionen etwas gutes, dann lass ich die machen. Ich bin anderer Meinung.

Fakt ist eines, ob eine Modellbahnanlage gut ist, ist nicht vom System abhängig sondern nur vom Können des Modellbauers.

Gruß
Olli
Zitat:

Gepostet von derbekloppte
Was fahren sie denn? 3-L die ehrliche Antwort. Thema erledigt. Gespräch/e wurde(n) schnell beendet.

Andersrum: Mä-Stammtisch. War ich ein mal. Zum kotzen. Nur Mä, sonst zählt nix.

nur Mä und Ganzmetall zählt....



Tja, manchen eilt ihr Ruf vorraus :lol:

Und ca. 80% meiner Märklin-Loks haben ein Kunststoffgehäuse :P

Aber mal ehrlich, mit einem arroganten 3-L-Fahrer möchte ich mich auch nicht auf eine Stufe stellen/unterhalten wollen.

Gruß
Hallo Schoeni,

nomen est omen - wer ist hier arrogant?

Liebe Grüße

Ludger

Ps.: oder versteh ich da zwischen den Zeilen etwas falsch?

- ich hab ja nicht ohne Grund diesen Nick....._
Hallo an Alle,

das Arroganzproblem gibt es denn wohl auf beiden Seiten.

Ich hatte, obwohl selbst AC Fahrer, oft genug Gelegenheit, über diejenigen Kollegen den Kopf zu schütteln, die sich wahrscheinlich demnächst den roten Märklin Schriftzug auf die Stirn tätowieren lassen.

Am anderen Ende habe ich erlebt, dass ich trotz Triebfahrzeugen von 12 Herstellern, 1:87 Wagen, vorbildgerechter Zugzusammenstellung usw. für fanatische DC Fahrer ein "Spielbahner" war. Auch da war keine Diskussion möglich. Pickelbahner = Spielbahner, und Ende des Denkens. Das war der Moment, in dem mein Nick entstand.

Im Prinzip hat Gustav da schon recht, wer keine Persönlichkeit hat, zimmert sich eben eine Prothese. Es gibt da ja nicht nur Märklin und den Rest der Welt, sondern Automarken, Fußballvereine und und und ....

Ludger
Märklinbahn = Spielbahn?

Unbedingt! Ich baue _meine_ Anlage DAMIT ich spielen kann. Für was denn sonst??? Ernst muss ich den ganzen Tag sein. Also Leute: SPIELT! Dazu ist Spielzeug ja schließlich da.
Hallo cr1970,

wie recht Du doch hast.

Ich hoffe doch nur, dass gilt grundsätzlich auch für die DC Leute. Also:

Märklin-Bahn = Spielbahn
Rest-der-Welt-Bahn = Spielbahn

Dann zankt nicht rum und spielt mal alle schön. Ich jedenfalls werde es heute abend noch tun.

Ludger
2L generell = Modellbahn
Märklin H0/Trix-Express = Miniaturbahn
Brio, Playmobil, Lego und vorbildloses Material wie diverse Feuerwehr und THW Packungen = Spielzeug

Alles andere ist Schönfärberei!
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