Foren » H0-Modellbahnforum » Fahrzeugumbauten und Eigenbauten » Einbau von Dampfgenerato in BR 38 (P8)

Wie sind die Erfahrungen von den anderen Modellbahnern hier mit dem nachträglichen Einbau von Dampf-/Rauchgeneratoren in Dampfloks; speziell in eine BR 38 von

a) Fleischmann
b) Märklin
c) anderen Herstellern (welche gibt es?)

Ist das mit viel Aufwand/Arbeit verbunden?
Muss man nur den Schornsteindom durchbohren oder muss mehr Material weggefräst werden?
Ist genug Platz vorhanden?
Bei welchem Modell ist der nachträgliche Einbau am einfachsten?

Wieviel elektrische Leistung braucht so ein Rauchgenerator?

Viele Grüße
Enno
Ich habe keine Erfahrung mit dem Einbauen, da bei Roco immer Platz da ist.

Aber der Seuthe Nr.10 sollte eigentlich überall reinpassen (keine Garantie).
Bevor Du anfängst, solch einen Generator einzubauen, lies' mal meine Erfahrungen:

Mein Test mit Dampfgenerator verliefen eigentlich eher negativ:
- der optische Effekt ist eher bescheiden, gemessen am Vorbild
- die Dampfgeneratoren für Lokomotiven haben keinen Vorratsbehälter und müssen immer nachgefüllt werden. Wenn die Lok so halbwegs vernünftig qualmte, fuhr die wenns hoch kam knapp 10 Minuten mit "Rauch" (wieso eigentlich "Dampfgenerator", das ist doch Rauch, da aus dem Schornstein) bzw. gerade mal eine "Anlagenrunde"
Dann mußte (vorbildgetreu ??) wieder was in den Generator (=Kamin) getröpfelt werden.
Testlok war damals ein 44er von Roco.
- Das schlimmste: Das ölige Zeugs versaut die ganze Lok. Auch nicht gerade vorbildgetreu, denn es glänzt und glitscht der halbe obere Kessel. Nicht vom Verschütten beim Einfüllen, sondern vom Niederschlag des Qualms.

Insbesondere letzteres hat mich veranlaßt, das Ding ganz schnell wieder auszubauen und nie wieder irgendwo einzubauen. Der Lokkessel konnte nach Demontage nur noch im Spülibad gesäubert werden. Ein fabrikneuer Generator liegt hier noch orginalverpackt.

Mein Fazit: Nur geeignet für die Spielzeugeisenbahn und die erwünschten Ahh! und Ohhs! der Omas und Tanten.


[ Editiert von Gustav am: 29.03.2004 19:30 ]
Hallo Enno,
die Baureihe 38 (pr. P8) wurde/wird von folgenden Herstellern in HO gebaut:

1. Liliput: Kunststoffgehäuse. Wenn Du da einen Rauchgenerator einbauen willst mußt Du den Schornstein aufbohren. Da es sich aber um einen preußischen Schornstein handelt mußt Du einen der "schmalen" Rauchgeneratoren (Seute Nr. 21 oder 22) einbauen. Um zu verhindern, dass das Gehäuse durch die Hitze des Rauchgenerators kapttgeht ist nur die isolierte Version (Seute Nr. 22) sinnvoll - ob die aber durch die max. mögliche Bohrung paßt - kann ich nicht sagen.
2. Fleischmann: Kunststoffgehäuse - gleiches Problem wie bei Liliput.
3. Märklin vor 2003: Metallgehäuse - vergiß es, dort wo der Rauchgenerator hinmüßte, sitzt der Motor.
4. Märklin/Trix - Neuheit 2003: Die Lok ist für den Raucherzeugereinbau vorgesehen, dafür aber schw..teuer.

Ganz allgemein würde ich Dir aber abraten, Loks mit Rauchgeneratoren auszustatten, die nicht dafür vorbereitet sind.
Selbst so macht der "Öldampf-Niederschlag" noch Ärger. Auf Dauer mußt Du mit Lackflecken und -schäden rechnen.

Die Stromaufnahme liegt bei 120-150mA.

mfg
Thomas
Die Erfahrungen der Vorredner kann ich nur bestätigen. Letztes Jahr hab' ich mal spaßeshalber eine ältere 01 mit Dampf ausgestattet. Der Effekt bei allen Nicht-Modellbahnern ist zwar ganz nett, aber vernünftig qualmen tut's nur 4-5 Minuten (wenn man nicht "Volldampf" fährt). Hinterher ist sofort putzen angesagt. Selbst der zienlich lange und relativ glatte Kessel der Neubaukessel-01 war ziemlich glänzend. Auf die Dauer wohl keine besondere Wohlbehandlung der Lok.
Nun aber der mit Anbauteilen und Stellstangen geradezu übersähste Kessel der P 8! Zumindest bei der Fleischmann (und der neuen Märklin/Trix) dürfte der nach dem Betrieb nur mit erheblichem Aufwand sauber zu bekommen sein.
Ich befülle den Dampferzeuger daher nur äußerst selten, meistens frißt der einfach nur Strom, ohne zu "dampfen". Weil's ein Steckeinsatz in der dafür vorbereiteten Lok war, ist's leicht zu entfernen.
Hi,

und was ist mit der Piko P8?

P.S. wie genau funktionieren diese Dampferzeuger eigentlich?

Die Funktion ist relativ einfach erklärt:
Das ist ein Heizelement, das ein Spezialöl verdampft. Aufbau: Wie ein langer, hoher Kessel, in dem sich eine Heizspirale befindet.

Da die alten Piko-Loks aus Kunststoff sind, muß vermutlich mindestens ein neuer Schornstein aus Metall eingebaut werden. Gibt es m.E. für diesen Zweck komplett von Seuthe. Ob in der Lok Platz ist, weiß ich nicht. Meistens ist so weit vorn in einer Lok aber Platz genug.

[ Editiert von Gustav am: 30.03.2004 18:39 ]
Piko-P8 hab' ich mal überlesen! Bei der von Piko seit über 20 Jahren gebauten BR 38.2-3 handelt es sich um eine Konstruktion von Hartmann/Chemnitz, die im Gefolge einer umfassenden Konstruktion von 2' C gekuppelten Schnellzugloks mit verschiedenen Antrieben der Jaher 1906-1911 als Personenzuglok "mitkonstruiert" wurde. Die Gattungsbezeichnung lautete XII H2. Der Kessel der XII H2 ist dementsprechend leistungsfähiger als derjenige der pr. P8 (1320 PSi -> 1180 PSi).

Gruß, Mark
Weitere Themen