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Hi,
Sagt mal, diese Trennwippen, kann man die irgendwie auch selber bauen oder anderweitig besorgen. Hab bist jetzt nur ein Päckchen auf ebay finden können. Kann man die auch selber basteln oder irgendwas anderes Fertiges dafuer nehmen ?

MfG Güterzug
Was ist eine Trennwippe??? :ilook:
Zwischen zwei Mittelleitertrennstellen wird eine Trennwippe ausgestellt, damit der Schleifer nicht 2 Stromkreise überbrückt. Kannst du klar irgendwie selber machen. Spontan würde mir ein Holzkeil einfallen.
Mir wurde mal gesagt, eine moderne Zentrale bzw. Booster braucht dieses Ding nicht.
Nnnnnn.
Bau sie lieber ein. Speziell wenn ein Zug (also der Schleifer) auf der Trennstelle stehen bleiben sollte, ist schnell Schluss mit lustig.

Die Schleiferwippen für C-Gleis bestehen aus einem speziell geformten Stück Karton... kann man selber machen, mein Märklinhändlerl hat mir aber mal 10 stück zu 2 Euro verkauft... da war mir Selberschnitzen schon fast zu aufwändig.

Wenns gewünscht ist, stell ich hier aber eine Zeichnung von dem Dingen rein.
Zitat:

Gepostet von cr1970
Mir wurde mal gesagt, eine moderne Zentrale bzw. Booster braucht dieses Ding nicht.

Ist von Booster zu Booster verschieden und steht in der Anleitung drin. Grobe Regel: baugleiche Booster brauchen die Wippe nicht (unbedingt), verschiedene Booster sehr wohl.

Vorsicht bei Zügen mit Schleiferumschaltung!
Zitat:

Gepostet von Güterzug
Hi,
Sagt mal, diese Trennwippen, kann man die irgendwie auch selber bauen

Alles kann man _irgendwie_ selber bauen. Kauf Dir eine Wippe und versuch doch mal die nachzubauen.

Muss man nur etwas erfinderisch werden. Teile aus Faller-Spritzlingen sich zurechtfeilen, sich was aus Messing hartlöten und isolieren, selber Harz gießen (gut, jetzt wirds pervers)...

Die Möglichkeiten sind unbegrenzt...
Wie machen denn das die DC-Kollegen? Gibt es da eine Lokwippe :lol:
Irgendwie leuchtet mir das nicht so ganz ein...
You need something like that when you are using boosters in combination with a ecos our CS1.

With a CS2 you don't need it.

[ Editiert von David70 am 22.02.09 17:33 ]
Das war ja klar dass von dir wieder unqualifizierter MIST kommt.


Die Trennwippen würde ich IMMER einsetzen, gerade bei Fahrzeugen mit Mehrpunkt-Stromabnahme (die gibt es ja bei Märklin sehr wohl, siehe Wendezug-Packungen) ist das nämlich sehr heikel.
Aber da wird der Schleifer doch umgeschaltet!

Edit meint immer noch, dass bei einer DC-Lok die Potenziale doch viel länger sind als bei einem Schleifer :konfus:

[ Editiert von cr1970 am 22.02.09 21:32 ]
Erstens zur CS II: Aus den Märklin-FAQs: "Der Mittelleiter zwischen diesen Bereichen ist voneinander zu trennen. Hier darf keine dauernde elektrisch leitende Verbindung vorhanden sein. Der zusätzliche Einbau einer Trennwippe erhöht die Sicherheit, ist aber im Gegensatz zur Central Station 60212 nicht mehr zwingend vorgeschrieben."

Kommentar von mir: wenn man zügig über die Trennstellen drüber fährt, passiert nichts. Bleibt der Zug auf der Trennstelle stehen und stellt der Schleifer eine länger währende Verbindung her, geht was kaputt.


Zweitens zur Schleiferumschaltung:
Zitat:

Gepostet von ET 420
Die Trennwippen würde ich IMMER einsetzen, gerade bei Fahrzeugen mit Mehrpunkt-Stromabnahme (die gibt es ja bei Märklin sehr wohl, siehe Wendezug-Packungen) ist das nämlich sehr heikel.

Wenn der Zug mehr als einen Schleifer hat, welche ständig elektrisch verbunden sind, hilft auch die Trennwippe nicht mehr. Dann brauchst Du ein Schleusengleis, welches länger ist als die äußersten Schleifer auseinander liegen.


Drittens zum Zweischienen-Betrieb: wenn über die elektrisch verbundenen Räder einer breiten Stromabnahme-Basis eine länger währende Verbindung hergestellt wird und unterschiedliche Booster verwendet werden, besteht die Gefahr eines Schadens.
Exact: Bei Schleiferumschaltung muss man NICHT aufpassen. Bei Zügen mit mehren Schleifern OHNE Schleiferumschaltung wirds problematisch, WENN eine Schleiferwippe zwingend ist.

Ganz generell: eine Schleiferwippe ist immer besser. Potentialgleichheit ist eigentlich nicht zu erreichen, d.h. es fliessen Ströme von einem Booster zum anderen.

Letzlich versteh ich die Diskussion auch nicht: Die Schleiferwippen kosten "Pfennige", sind zumindest bei C-Gleis nachträglich aufsteckbar und eher unauffällig. Was für Gründe kann es geben, die nicht zu verwenden?
Hallo!
Zitat:

Gepostet von Soulman
Letzlich versteh ich die Diskussion auch nicht: Die Schleiferwippen kosten "Pfennige", sind zumindest bei C-Gleis nachträglich aufsteckbar und eher unauffällig. Was für Gründe kann es geben, die nicht zu verwenden?

Ein Grund: bei Langsamfahrt bleiben die Loks stromlos auf der "Wippe" stehen. Also sollte die Wippe an einer Stelle sein, an der die Züge schnell genug fahren.
Zitat:

Gepostet von Soulman
Exact: Bei Schleiferumschaltung muss man NICHT aufpassen. Bei Zügen mit mehren Schleifern OHNE Schleiferumschaltung wirds problematisch, WENN eine Schleiferwippe zwingend ist.

Vorsicht! Es gibt Schleifer-Umschaltungen, bei denen eine durchgehende Verbindung bestehen bleibt (Piko-ICE-3 zum Beispiel), dann muss man doch aufpassen. Der Zug kann nämlich, wenn der vordere Schleifer in einem stromlosen Abschnitt steht, umgeschaltet und anders herum weitergefahren werden.
Zitat:

bei Langsamfahrt bleiben die Loks stromlos auf der "Wippe" stehen


Nee, eigentlich nicht. Das Dinge heisst ja nicht "Schleiferabheber" sondern "Schleiferwippe". Es bewirkt, das der Schleifer schräggestellt wird und zunächst vorne abhebt, aber hinten weiter Kontakt hat. Am Scheitelpunkt kippt er dann durch die Federkraft plötzlich um, hebt hinten ab und schlägt vorne im neuen Abschnitt auf. Es ist sicher möglich, die Lok so anzuhalten, das der Schleifer EXACT mittig liegt und vorn noch keinen und hinten gerade keinen Kontakt mehr hat.
Ich denke, wenn du das 30-40 mal übst, dann kriegst du das vorsichtigem und ganz langsamen ranrangieren vielleicht hin. Es geht buchtsäblich um Milimeter! Vermutlich eher um einen halben.... :lol:

Zitat:

Der Zug kann nämlich, wenn der vordere Schleifer in einem stromlosen Abschnitt steht, umgeschaltet und anders herum weitergefahren werden.


Verstehe ich nicht. Mal abgesehen davon das Schleiferwippen nicht vor Signalabschnitten notwendig sind, es also eigentlich nicht um stromlose Bereiche, sondern es nur um Boosterabschnitte geht: Schleiferumschaltung bedeutet, das entweder der ein oder der andere Kontakt hat (nämlich der in Fahrtrichtung vorne), aber NICHT beide. Wenn der Zug also in einen stromlosen Abschnitt einfährt, und stehen bleibt, bedeutet dass , das der geschaltete Schleifer kein Signal mehr bekommt. Der andere Schleifer ist abgeschaltet und bekommt auch keine Signale, selbst wenn er noch in einem Abschnitt mit Strom steht. Wie willst du jetzt die Fahrtrichtung umschalten? Doch nur, in dem du im bisher stromlosen Abschnitt Strom wieder einsschaltest. Dann schaltest du um und sofort wird der andere Schleifer aktiviert. Selbst wenn der nun in einem anderen Boosterabschnitt steht: es fleisst kein Strom zwischen den Abschnitten, da der nun hinten liegende Schleifer ja absgeschaltet ist.

Oder was meinst du?
Zitat:

Gepostet von Soulman
Verstehe ich nicht. Mal abgesehen davon das Schleiferwippen nicht vor Signalabschnitten notwendig sind, es also eigentlich nicht um stromlose Bereiche, sondern es nur um Boosterabschnitte geht: Schleiferumschaltung bedeutet, das entweder der ein oder der andere Kontakt hat (nämlich der in Fahrtrichtung vorne), aber NICHT beide. Wenn der Zug also in einen stromlosen Abschnitt einfährt, und stehen bleibt, bedeutet dass , das der geschaltete Schleifer kein Signal mehr bekommt. Der andere Schleifer ist abgeschaltet und bekommt auch keine Signale, selbst wenn er noch in einem Abschnitt mit Strom steht. Wie willst du jetzt die Fahrtrichtung umschalten? Doch nur, in dem du im bisher stromlosen Abschnitt Strom wieder einsschaltest. Dann schaltest du um und sofort wird der andere Schleifer aktiviert. Selbst wenn der nun in einem anderen Boosterabschnitt steht: es fleisst kein Strom zwischen den Abschnitten, da der nun hinten liegende Schleifer ja absgeschaltet ist.

Oder was meinst du?

Ich meine, dass immer beide Schleifer verbunden sind. Der Zug bleibt zwar stehen, wenn der vordere Schleifer in einen stromlosen Abschnitt gefahren ist. Man kann ihn aber mit dem hinteren Schleifer umschalten und wieder raus fahren.

Das macht man normaler Weise nicht! Es lässt nur vermuten, dass beide Schleifer durchverbunden sein müssen, die Trennwippe also wirkungslos wäre. Dieses Feature ist übrigens für das erstmalige Befahren einer neu gebauten Strecke sehr nützlich: wenn der Zug einen Abschnitt mit schlechtem Kontakt "entdeckt" hat und deshalb stehen bleibt, kann man ihn dennoch prima ein Stück wieder zurückfahren und die betroffene Stelle ohne weitere Umstände inspizieren.
Wenn beide Schleifer _verbunden_ wären, würde der Zug bei einem stromlosen Abschnitt einfach durchrauschen.
Zitat:

Gepostet von cr1970
Wenn beide Schleifer _verbunden_ wären, würde der Zug bei einem stromlosen Abschnitt einfach durchrauschen.

Und was ist, wenn das Kommando zum Anhalten vom Decoder kommt, der den Spannungsabfall am vorderen Schleifer erkennt?
Dann sind sie also doch nicht verbunden :konfus:
Alles wohl Spekulatius...
Beim Teppichbahn-Treffen, jedesmal wenn der ICE versehentlich die Bereiche zweier Zentralen überbrückte (Schleusengleis missachtet), gab es einen Kurzschluss. Ohne es genau zu wissen, ich vermute, die Schleifer sind verbunden. Andere Züge erzeugten diesen Kurzschluss nicht.
Es gibt ja Züge, wo die beiden Schleifer verbunden sind, die haben dann eben keine Schleiferumschaltung, der Vorteil ist besserer Kontakt und verminderter Schaltungsaufwand, der Nachteil ist, dass man keine normalen Bremstrecken und Zugbeinflussung nutzen kann, es sei denn bereits die Bremsfahrstrecke und am besten auch die Durchrutschstrecke ist deutlich länger als der Schleiferabstand... das kann bei einem ICE ganz nett lang sein.:lol:

Das Verhalten wie von Interpid beschrieben habe ich noch nie gesehen; unmöglich ist es aber nicht. Nur wäre in dem Fall auch nicht beide Schleifer durchverbunden, sondern der Dekoder schalten den Schleifer um, wenn er stromlos wird, oder bezieht den Fahrstrom nur aus dem jeweils vorne liegende Schleifer, wertet die Digitalinformation aber von beiden aus.

Warum man sowas bauen sollte ist mir zwar unklar, denn diese Lösung vereint quasi die NACHTEILE von durchverbundenem Schleifer und Umschaltung, aber selbst in dem Fall das es so ist, würde das bei der Wippe nichts machen.

Denn wie gesagt, die Trennwippen sind ja nicht für Bremsstrecken oder Signalhalt, sondern nur für Boosterbereiche. In den Fällen wäre der vorne liegende Schleifer ja nie stromlos, und bei Bossterabschnitten ist die Fahrtrichtungsinformation auf beiden Seiten der Wippe gleich.
Hab eben nochmal nachgedacht: Denkbar ist, das der Gleichspannungsanteil einer Märklin-Bremsstrecke den Bremsvorgang einleitet, obwohl am anderen Schleifer voller Fahrstrom anliegt.

Das würde das von Intrepid beobachtete Verhalten erklären. dann wäre der Zug aber letzlich einfach nur einer mit immer verbundenen Schleifern und allen auch bereits von mir angemerkten Nachteilen.

D.H. dann es ist es egal, ob man eine Wippe einbaut oder nicht, man hat höchstwahrscheinlich immer Probleme an Boostergrenzen. (Es sei denn man bekommt es eben hin, das die Potentialunterschiede am Mittelleiter sehr gering sind. Also gleiche Booster, Gleisabschnitte in etwa gleich gross, Last in etwa gleich etc... :rolleyes:)

Mit anderen Worten: So ein Zug ist eigentlich für eine grössere Anlage... äh... suboptimal.
Zitat:

Gepostet von Soulman
Zitat:

bei Langsamfahrt bleiben die Loks stromlos auf der "Wippe" stehen


Nee, eigentlich nicht. Das Dinge heisst ja nicht "Schleiferabheber" sondern "Schleiferwippe".


Ich rede vom C-Gleis. Da ist die "Wippe" aus Kunststofffolie und schön elastisch.
Eine Eigenbau-Wippe aus z. B. einem Spritzling-Rest würde da vermutlich eher so funktionieren, wie von Dir beschrieben.
Die Wippen für M- und K-Gleis sind anscheinend auch fester.

Vielleicht probiere ich es bei Gelegenheit mal mit Streichhölzern unter der "Wippe".
Die Wippen für M-Gleis sind so kleine Plastikteile und sehr stabil, die C-Gleis Dinger sind in der Tat ein bischen weicher, weil mehr oder weniger aus gefalteter Pappe.

Ich hatte das diskutierte Problem aber trotzdem noch nicht.
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