Foren » Forum » Was - wäre - wenn ? » Arminius keine Schlacht gegen Varus schlug...
The Real Blaze
Im Vorfeld zur Varusschlacht im Teuteburger Wald ist es doch so gewesen:
Tiberius hatte den Befehl in Germanien und hatte dort durch kluge Politik eine prorömische Stimmung geschaffen. Die Elbe als neue Reichsgrenze wurde anvisiert, war aber noch keine gesicherte Grenze. Arminius gehörte zum Gefolge des Tiberius und war von ihm beeindruckt.
Ein Illyreraufstand brach los und Kaiser Augustus berief ausgerechnet Tiberius ab und ersetzte ihn durch den unfähigen Varus, der von Beginn an seines Auftretens,das prorömische Fundament zerstörte.Brachte also dort wo er wirkte die germanischen Stämme gegen sich und so auch gegen Rom auf.
Einen "Germanischer Befreiungskrieg" gab es nicht nach der Varusschlacht, da sie eine militärische Einheit suggerieren.Gegen Varus konnte Arminius nur ein zeitlich begrenztes Zweckbündnis schließen.Er hatte ohnehin nur wenige Tage Zeit, weil er Tischgast im Lager des Varus war.
Jeder germanische Stamm dachte doch meist nur an sich und gründete seine eigenen germanischen Reiche im weströmischen Raum.
Was wäre aber geschehen, wenn Tiberius durch andere Befehle in Germanien verblieben wäre, Augustus also selbst eine andere Abfolge der Geschichte einleitete, nur weil er an diesem Tag den Illyreraufstand nicht die nötige Aufmerksamkeit schenkte und jemand anderes als Tiberius gegen die Illyrer entsendete?

Arminius Erfolg war das Produkt einer verhängnisvollen Befehlskette von Kaiser Augustus. Wäre bei einem Tiberius nie auf die Idee gekommen, einen Aufstand gegen Rom zu organisieren und auch zu wagen.
Die Entwicklung war ziemlich vorhersehbar. Germania Magna bis zu Elbe/Saale, womöglich aber noch weiter östlich, wäre eine gesicherte römische Provinz geworden.Innerhalb von 150 Jahren vollständig romanisiert mit römischen Städten und dem robusten Pflasterstraßennetz.In dieser Provinz wären die wichtigsten und kampfstärksten Legionen ausgehoben worden.Das weströmische Herr bestand im 4.und 5. Jahrhundert ohnehin fast nur aus germanischen Söldnern.
Völkerinvasionen aus dem Osten hätten vermutlich nie den Rhein überschritten, wären schon im zentralgermanischen Raum geschlagen worden.

Germania Magna bis zu Weichsel(hätte da natürlich den römischen Namen Vistula) ,wo östlich davon, die Venedi siedelten, nichts anderes als slawische Stämme
In 300 Jahren wäre die Provinz ein Bollwerk gegen nomadisierende Ostvölker geworden
Eine deutsche Sprache hätte es natürlich nie gegeben, man hätte sich nur noch dem Vulgärlateinischen bedient.
Dafür aber auch keine invasive Völkerwanderung, man hätte sich über die Jahrhunderte in den angestammten Räumen gehalten ,weiterentwickelt und womöglich noch weiter ausgedehnt.Slawische Völker hatten ohnehin keine kraft in ein solch gefestigtes Reich einzudringen.Die römischen Germanenlegionen hätten den Reichsbestand gesichert.Der Übergang ins Mittelalter wäre ohne größere Katastrophen vor sich gegangen.
Das Buch zum Thema:

Sehr interessant.Das römische Reich heute und römisch denkbare Erfindungen, wie die Schienengaleere füllen das Buch aus.Römer landen in Amerika und vernichten die Atzteken, kolonisieren Nordamerika...
Tiberius hatte den Befehl in Germanien und hatte dort durch kluge Politik eine prorömische Stimmung geschaffen. Die Elbe als neue Reichsgrenze wurde anvisiert, war aber noch keine gesicherte Grenze. Arminius gehörte zum Gefolge des Tiberius und war von ihm beeindruckt.
Ein Illyreraufstand brach los und Kaiser Augustus berief ausgerechnet Tiberius ab und ersetzte ihn durch den unfähigen Varus, der von Beginn an seines Auftretens,das prorömische Fundament zerstörte.Brachte also dort wo er wirkte die germanischen Stämme gegen sich und so auch gegen Rom auf.
Einen "Germanischer Befreiungskrieg" gab es nicht nach der Varusschlacht, da sie eine militärische Einheit suggerieren.Gegen Varus konnte Arminius nur ein zeitlich begrenztes Zweckbündnis schließen.Er hatte ohnehin nur wenige Tage Zeit, weil er Tischgast im Lager des Varus war.
Jeder germanische Stamm dachte doch meist nur an sich und gründete seine eigenen germanischen Reiche im weströmischen Raum.
Was wäre aber geschehen, wenn Tiberius durch andere Befehle in Germanien verblieben wäre, Augustus also selbst eine andere Abfolge der Geschichte einleitete, nur weil er an diesem Tag den Illyreraufstand nicht die nötige Aufmerksamkeit schenkte und jemand anderes als Tiberius gegen die Illyrer entsendete?

Arminius Erfolg war das Produkt einer verhängnisvollen Befehlskette von Kaiser Augustus. Wäre bei einem Tiberius nie auf die Idee gekommen, einen Aufstand gegen Rom zu organisieren und auch zu wagen.
Die Entwicklung war ziemlich vorhersehbar. Germania Magna bis zu Elbe/Saale, womöglich aber noch weiter östlich, wäre eine gesicherte römische Provinz geworden.Innerhalb von 150 Jahren vollständig romanisiert mit römischen Städten und dem robusten Pflasterstraßennetz.In dieser Provinz wären die wichtigsten und kampfstärksten Legionen ausgehoben worden.Das weströmische Herr bestand im 4.und 5. Jahrhundert ohnehin fast nur aus germanischen Söldnern.
Völkerinvasionen aus dem Osten hätten vermutlich nie den Rhein überschritten, wären schon im zentralgermanischen Raum geschlagen worden.

Germania Magna bis zu Weichsel(hätte da natürlich den römischen Namen Vistula) ,wo östlich davon, die Venedi siedelten, nichts anderes als slawische Stämme
In 300 Jahren wäre die Provinz ein Bollwerk gegen nomadisierende Ostvölker geworden
Eine deutsche Sprache hätte es natürlich nie gegeben, man hätte sich nur noch dem Vulgärlateinischen bedient.
Dafür aber auch keine invasive Völkerwanderung, man hätte sich über die Jahrhunderte in den angestammten Räumen gehalten ,weiterentwickelt und womöglich noch weiter ausgedehnt.Slawische Völker hatten ohnehin keine kraft in ein solch gefestigtes Reich einzudringen.Die römischen Germanenlegionen hätten den Reichsbestand gesichert.Der Übergang ins Mittelalter wäre ohne größere Katastrophen vor sich gegangen.
Das Buch zum Thema:

Sehr interessant.Das römische Reich heute und römisch denkbare Erfindungen, wie die Schienengaleere füllen das Buch aus.Römer landen in Amerika und vernichten die Atzteken, kolonisieren Nordamerika...
Atahualpa
Sehr interessante Vorstellung.
Werd mir das Buch doch gleich bestellen. :)
Werd mir das Buch doch gleich bestellen. :)
Schwabe
Ich würde vor dem Ausgang der sogenannten Varus-Schlacht die Frage stellen, wie sich der Verlauf
der Geschichte wohl geändert hätte, wenn die Kelten nicht vor der Zeitenwende Rom erobert hätten.
Das belagerte und schließlich auch im 387 VOR Chr eroberte Rom wurde vom Keltenfürsten Brennus, der heute noch bekannte Spruch:
"Vae victis" ausgesprochen, als er sein Schwert mit in die Waagschale des zu bezahlenden Lösegelds für die Stadt warf.
Sämtliche Bewohner nördlich der Alpen galten für die Römer AB diesem Zeitpunkt als Barbaren
und von jenen wollten sie sich zukünftig auf keinen Fall noch einmal besiegen lassen.
... was aber dann etwa 600 Jahre nach der Schlacht im Teutoburger-Wald sich dann doch wiederholte.
Denn... wären die Kelten damals in Rom geblieben, hätte es das Römische Reich wahrscheinlich gar nicht gegeben
- zumindest nicht in dem Ausmaß - so wie auch die Etrusker im Norden Italiens nicht aufgehört hätten zu existieren.
der Geschichte wohl geändert hätte, wenn die Kelten nicht vor der Zeitenwende Rom erobert hätten.
Das belagerte und schließlich auch im 387 VOR Chr eroberte Rom wurde vom Keltenfürsten Brennus, der heute noch bekannte Spruch:
"Vae victis" ausgesprochen, als er sein Schwert mit in die Waagschale des zu bezahlenden Lösegelds für die Stadt warf.
Sämtliche Bewohner nördlich der Alpen galten für die Römer AB diesem Zeitpunkt als Barbaren
und von jenen wollten sie sich zukünftig auf keinen Fall noch einmal besiegen lassen.
... was aber dann etwa 600 Jahre nach der Schlacht im Teutoburger-Wald sich dann doch wiederholte.
Denn... wären die Kelten damals in Rom geblieben, hätte es das Römische Reich wahrscheinlich gar nicht gegeben
- zumindest nicht in dem Ausmaß - so wie auch die Etrusker im Norden Italiens nicht aufgehört hätten zu existieren.
The Real Blaze

Nun die Frage ist schon zu beantworten, was passiert wäre ohne Rom und einem keltischen Italien. Die zweite Großmacht im Mittelmeer war Karthago. Heißt also Karthago hätte sich immer weiter ausgedehnt und hätte ganz allein, ohne großartige Vernichtungskriege das westliche Mittelmeer beherrscht. Die hellenistische Welt hätte sich wahrscheinlich bis heute gehalten, weil es kein Christentum gegeben hätte. Also kein Jesus, weil es kein Pontius Pilatus gegeben hätte, einen römischen Tribun in der römischen Kolonie Judäa... Der ganze Großraum dort wäre Bestandteil der hellenistischen Welt geblieben, wahrscheinlich unter ägyptischen Einfluß.
Die Germanen hätten auch ihre Geschichte am Rand des karthagischen Großreiches geschrieben. Vermutlich würde sich unser Deutsch( falls es das als Sprache gegeben hätte), als germanische Bundessprache völlig anders anhören, wenn es nie eine lateinische Sprache gegeben hätte.
So gesehen hätte Brennus die Welt verändert, wenn die Kelten in Italien geblieben wären, die Geschichte wäre völlig anders verlaufen und zwar ohne die Religionskriege , weil es ohne Christentum auch keinen Islam gegeben hätte...
[ Editiert von Administrator The Real Blaze am 07.11.06 21:11 ]
Atahualpa
Dann wäre die Welt vielleicht sogar Zivilisierter als sie es jetzt ist.
The Real Blaze

Den Hellenismus hätte auch Alexander der Große in westlicher Richtung verbreitet, wenn er normal alt geworden wäre- er plante die Invasion in Italien
Davon gehen viele Historiker aus. Das gleiche wäre vermutlich auch passiert, wenn Alexander der große nicht so früh in Babylon gestorben wäre. Ein paar Lebensjahrzehnte und dieses griechische Weltreich hätte noch länger existiert, als das Römische. Alexander der große plante übrigens auch einen Westfeldzug auf den italienischen Stiefel, um die dortigen griechischen Stadtkolonien dem Reich anzugliedern. Das wäre für das Römische Reich ebenfalls das frühzeitige aus gewesen.
Man kann das auch noch etwas weiterstricken. Zum Beispiel wäre auch die neue Welt nicht von einem niemals existierenden Papst aufgeteilt worden. Heißt wiederum dort hätte sich ebenfalls der Hellenismus verbreitet. Eine völlig andersartige Staatenlandschaft würde es heute geben.
Staaten wie die USA hätte es niemals gegeben, daß war eine reine Zufallsentwicklung...
In Europa hätte es entweder mehrere hellenistisch/teilhellenistische Germanenreiche gegeben, oder ein geeintes Germanenreich, weil der Hellenismus dort auch den geistigen Fortschritt bedeutete.
Das Volk der Franzosen, so wie wir sie heute kennen, hätte es mit seiner romanisierten Entwicklung auch so nie gegeben, eher als hellenistischer Frankenstaat mit germanisch-hellenischer Sprache.
Schwabe
Für die Zeit von etwa 1500 bis 100 vor Chr. - also inklusiv der gesamten Zeit Alexanders des Großen -
"könnte" man die Kelten durchaus als Beherrscher von ganz Nord und Mittel-Europas bezeichnen.
... mit ihrem Zentrum, welches ziemlich genau dem heutigen Baden-Württemberg entsprach :P

Hier gibts die Infos dazu: Geschichte Baden-Württembergs Die Kelten * klick * ( 8. bis 1. Jahrhundert v. Chr. )
Das jene Kelten in "Die Geschichte der Deutschen" in der aktuellen 8teiligen Stern-Serie NICHT erwähnt werden, kann man eigentlich nur mit
deren geschichtlichen Einäugigkeit erklären. Historisch "übersehen" kann man die Kelten in Deutschland sicher nicht, nur absichtlich ignorieren!
[ Editiert von Administrator The Real Blaze am 08.11.06 17:31 ]
"könnte" man die Kelten durchaus als Beherrscher von ganz Nord und Mittel-Europas bezeichnen.
... mit ihrem Zentrum, welches ziemlich genau dem heutigen Baden-Württemberg entsprach :P

Hier gibts die Infos dazu: Geschichte Baden-Württembergs Die Kelten * klick * ( 8. bis 1. Jahrhundert v. Chr. )
Das jene Kelten in "Die Geschichte der Deutschen" in der aktuellen 8teiligen Stern-Serie NICHT erwähnt werden, kann man eigentlich nur mit
deren geschichtlichen Einäugigkeit erklären. Historisch "übersehen" kann man die Kelten in Deutschland sicher nicht, nur absichtlich ignorieren!
[ Editiert von Administrator The Real Blaze am 08.11.06 17:31 ]
Richtschuetze
Dann wäre die Welt vielleicht sogar Zivilisierter als sie es jetzt ist.
schön wäre es aber ich würde das bezweifeln!Es hätten sich andere Mächte aufgetan!
Gruss
P.S mal eine Frage was wäre aus den Völkern des Nordens geworden hätte sich da nicht ein Gegengewicht gebildet?(zb die Russ)
schön wäre es aber ich würde das bezweifeln!Es hätten sich andere Mächte aufgetan!
Gruss
P.S mal eine Frage was wäre aus den Völkern des Nordens geworden hätte sich da nicht ein Gegengewicht gebildet?(zb die Russ)
Schwabe
Zitat:
Gepostet von Richtschuetze
Dann wäre die Welt vielleicht sogar Zivilisierter als sie es jetzt ist.
schön wäre es aber ich würde das bezweifeln!Es hätten sich andere Mächte aufgetan!
Gruss
P.S mal eine Frage was wäre aus den Völkern des Nordens geworden hätte sich da nicht ein Gegengewicht gebildet?(zb die Russ)
Aus dem Norden hätten vor allem die sogenannten Nordmänner bzw. Wikinger gedroht, welche ja auch die Seine hinaufgefahren und Paris überfallen haben.
Die Russen bzw. die slawischen Völker oder auch die Asiaten(= Hunnen, Mongolen) wären früher-oder-später wohl trotzdem gekommen.
Je nachdem wie sich die Machtverhältnisse in Mitteleuropa bis dahin gefestigt hätten, wären jene wohl auch nicht weiter gekommen.
Ich würde sogar darauf spekulieren, dass sie wohl bereits lange im Vorfeld gescheitert wären, wenn sich eine Großmacht unter der
Führung der Kelten bis dahin durchgesetzt hätte, da sich die europäischen "Stämme" zu der Zeit ja noch oft gegenseitig bekämpften.
[ Editiert von Administrator Schwabe am 08.11.06 7:51 ]
The Real Blaze

und noch eine schöne Keltenkarte
Kurzabriß der keltischen Geschichte im europäischen Maßstab:
Die Kelten, ein indoeuropäisches Volk, die von den Römern auch Gallier, das heißt Kämpfer genannt wurden, besiedelten in Deutschland zuerst Südwestdeutschland und die Rheingegend. Ihre großen Wanderungen begannen sie im Jahrtausend vor Christus. Sie siedelten vor allem in Frankreich (Gallier), auf den britischen Inseln (Gälen und Briten), in Italien, in Spanien und Kleinasien (Galater).
Die Mehrheit von den Kelten wurden von den Römern unterworfen und assimiliert, eine nicht geringe Zahl führte jedoch zu Beginn des Mittelalters ein einständiges Leben.
Durch die angelsächsische Eroberung Englands wurden die Briten nach Westen gedrängt, zu Beginn des 6. Jahrhunderts entgültig besiegt und zum Verlassen ihres Landes gezwungen. Ein Teil ging in den örtlichen keltischen Stämmen von Wales und Cornwall auf, andere siedelten sich auf dem Kontinent in der Bretagne an, der sie auch den Namen gaben. Dort konvertierten sie zum Christentum, behielten aber ihre Sprache. In Irland bestand das primitive Sozialsystem der Kelten auch nach der Christianisierung und bis zur englischen Eroberung von 1172 weiter. Die Kirche war an dieses System angepaßt und trug zu seiner Erhaltung auch in der Krisenzeit der Wikingereinfälle (9. bis 10. Jahrhundert) bei. Auch nach dem Zusammenbruch der Klans unter dem Druck des englischen Feudal- und Kirchensystems bewahrte die keltische Bevölkerung ihren ethnisch-sprachlichen Charakter. In Schottland errichteten die kelten auf der Grundlage des Stammes-und Klanssystems ein Königreich. Die südlichen Teile absorbierten das Feudalsystem des anglo-normannischen England, während der kaledonische Norden weiter seine ursprüngliche Sozialstruktur bewahrte.
Die einzelnen keltischen Stämme haben sich im Laufe der Zeit mit der einheimischen Bevölkerung vermischt. Erhalten hat sich die keltische Sprache zum Teil noch in Wales, Schottland, Irland und in der französischen Bretagne, da die Kelten über 500 Jahre in Mitteleuropa seßhaft gewesen sind.
Die Kelten wanderten in der Jüngeren Eisenzeit, also etwa um 500 v. Chr. aus Frankreich kommend ins Allgäu ein. Sie siedelten hautpsächlich im Westallgäu und um Kempten. Das Allgäu zählt zu den Kerngebieten keltischer Siedlungskultur.
Schöllanger Burg bei Oberstdorf
Die Entschenburg bei Sonthofen und die Schöllanger Burg sollen einmal keltische Fliehburgen gewesen sein. Die Kelten waren hervorragende Ackerbauern, Viehzüchter und Eisenschmieder. Sie erfanden den Eisenbergbau. Als keltische Errungenschaft gelten auch das Schottenmuster, die Pferdeschwanzfrisur bei Männern und die Seife. Pferde wurden sehr verehrt und man sagt, daß sie als Reitervolk die Hose erfunden haben sollen. Außerdem waren sie geschickt in der Herstellung von Tongefäßen. Sie kannten bereits Geldmünzen und die Goldschmiedekunst.
Ohne Rom wäre das für die Hunnen der Durchmarsch gewesen...
Der Rhein wäre auch nie irgendeine Reichsgrenze geworden. Weder Karthager noch Griechen hätten bis in diese Regionen ihre Reiche ausgedehnt ( zu unwirtlich und klimatisch zu rauh), aber auf jedenfall hellenistisch missioniert bis zur Nord und Ostssee.
Ohne Rom hätten sich die Kelten viel länger in Mitteleuropa gehalten(weil eben mit Rom größtenteils unterworfen und romanisiert). Heißt wiederum sie hätten sich später mit den germanischen Stämmen auseinandergesetzt, deren Kraft sie ebensowenig entgegensetzen konnten. Eine Völkerwanderung hätte es sich auch gegeben, dem stimme ich zu.
Nur die Russen wären als Volk nicht das geworden, was sie heute darstellen. Wenn es die oströmische Kirche nie gegeben hätte, wäre dieses Volk genauso hellenisiert worden. Interessanterweise mit der gleichen griechischen Schrift.Und dieses "kyrilische" Alphabet wäre heute das weltbestimmende geworden...
Das Wort Rus hätte sich in einer hellenistischen Welt dann auch nicht durchgesetzt, wenn in diesem Raum die Hellenisierung früher eingesetzt hätte durch (ein alexandrisches Nachfolgereich) Die Waräger hätten diesem Gebiet jedenfalls nicht ihren Stempel aufdrücken können, wenn es dort schon ein hellenistisches Reich gegeben hätte.
Mongolen und Tataren hätten in einer gefestigten hellenistischen Welt sicher nicht jene Rolle gespielt, wie es tatsächlich geschah. Der "russisch"- hellenistische Invasionsraum wäre ein viel stärkeres Bollwerk gewesen. Außerdem wären in diesen Raum wohl hunderte Jahre früher hellenistische Missionare tätig geworden, was dort für ein völlig verändertes Wertedenken gesorgt hätte.
Man muß sich nur vorstellen, was nur eine maßgebliche Weltreligion, die eigentlich keine richtige war, für Kräfte gebündelt hätte.
Sicher hätte es rivalisierende hellenistische Staaten gegeben, aber eben keine Religionskriege unserer Geschichte...
[ Editiert von Administrator The Real Blaze am 08.11.06 18:17 ]
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