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The Real Blaze
Geheime Untergrundanlage Jonastal in Thüringen

Die offiziell gefunden Stolleneingänge im Jonastal, deren Sinn bis heute nicht enträtselt wurde
Die deutschen Aktivitäten im Gebiet zwischen den Städten Arnstadt und Ohrdruf in Thüringen liegen weitgehend im Dunkeln. Seit dem Ende des 2. Weltkrieges geben sie Anlass zu Spekulationen und Forschungstätigkeiten. Dabei geht es um die Klärung der Frage, ob es außer den bereits bekannten Untergrundanlagen noch weitere gibt. Die Forscher hoffen bis heute, Einlagerungen von Kunstschätzen, Reichsbankgold, wichtige Dokumente und Einrichtungen, die Einblick in den Stand der geheimen Waffenforschung des Dritten Reiches geben könnten, zu finden.
Allgemeiner Ausgangspunkt aller Forschungen ist das Jonastal. In diesem Tal setzte gegen Ende des 2. Weltkrieges ab November 1944 eine fieberhafte Bautätigkeit ein. Unter Einsatz von Zwangsarbeitern aus Konzentrationslagern wurden 25 Stollen (Gesamtlänge ca. 2.300 Meter) in den Hang getrieben. Die Bezeichnung für das Bauvorhaben war S III (Sonderbauvorhaben III).
Sinn und Zweck der 25 Stollen im Jonastal sind bis heute unklar. Sollte hier das "letzte Führerhauptquartier" errichtet werden? Oder wurde die offen sichtbare Baustelle nur zum Schein betrieben, um den großen Häftlingseinsatz für geheime Arbeiten an anderer Stelle im Berginneren zu tarnen? Mutmaßungen gibt es viele.
Die über das Archiv des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald nachgewiesenen Häftlingstransporte scheinen für eine Scheinbaustelle zu sprechen: Im Zeitraum von November 1944 (Baubeginn) bis Ende März 1945 (Aufgabe der Baustelle) wurden ca. 25.000 Häftlinge nach S III gebracht. Verschiedene Autoren vermuten, dass der außergewöhnlich hohe Einsatz von Häftlingen mit einem bisher unbekannt gebliebenen Deutschen Atom- und Raketenforschungszentrum in Zusammenhang stehen könnte.
Diese Räumlichkeiten sollen sich irgendwo im Untergrund zwischen Arnstadt und Ohrdruf befinden. Derartige Behauptungen stehen nicht mehr im Gegensatz zur früheren allgemeinen Geschichtsschreibung. Deutschland hatte eine nachweisbare Atomwaffenforschung betrieben. Auch an Amerikaraketen wurde intensiv gearbeitet, wie die A9/10
Nun könnte man annehmen, dass in den Aufklärungsberichten der Einheiten der THIRD US ARMY etwas über den für die damalige Zeit gewiss außerordentlich bedeutsamen Fund unterirdischer Atom- und Raketenforschungsanlagen im Raum Ohrdruf vermerkt sein müsste. Und man könnte weiterhin der Ansicht sein, dass man nur die alten Armeeunterlagen durchsehen müsste, um herauszufinden, was die Amerikaner bei ihrem Einmarsch fanden.
Eine derartige Recherche in den National Archives, Washington förderte jedoch nur wenig Material zutage. Hinweise auf etwaige Atomforschungseinrichtungen tauchen an keiner einzigen Stelle auf. Vereinzelt werden aber in den Aufklärungsberichten die Aussagen von Zivilisten oder gefangen genommenen Soldaten (PW) zitiert. Diese lassen den Schluss zu, dass die amerikanischen Truppen außer auf die 25 Stollen auch noch auf andere Untergrundanlagen gestoßen sind.
Zum Beispiel geht aus der im typischen Armee-Kurzstil gehaltenen Meldung vom 5. April 1600 Uhr ( Meldung Nr. 65 in: G-2 Journal HQ's 4TH ARMD DIV, A.P.O. 254, U.S. ARMY National Archives, Washington) hervor, dass polnische Zivilisten berichten, dass sie damit befasst waren (wörtlich): "to dig tunnels for underground factory to manufactur V-1 rockets (no rockets have been made there to date) GOSSEL ( J1949) camou completed factory no pers allowed near this place which is located about 2 mi N of GOSSEL/on 3 Apr was manufacturing V-1 s and experimentating with V-3s". Diese Aussage belegt die Existenz einer Untergrundanlage nördlich Gossel.
Die gleiche materialarme Situation gibt es in Deutschland. Auch hier nur eine äußerst spärliche Quellenlage mit Hinweisen von Zeitzeugen, einigen Merkwürdigkeiten und mehr oder weniger begründbaren Vermutungen. Die Quellenlage ist durchaus geeignet, die Theorie der Existenz eines sich noch im Verborgenen befindlichen deutschen Hochtechnologiezentrums zu stützen, aber einen Beweis, gibt es bisher nicht.
Bislang ist es nicht gelungen, auch nur eine einzige der Bunkeranlagen oder einen der ehemaligen Zugänge durch Freilegung nachweisen. Sämtliche der bekannt gewordenen Bezeichnungen zur Lage der Anlagen oder zur Lage der ehemaligen Zugänge sind eher großflächig "genau" und nicht geeignet, konkrete messtechnisch oder grabungstechnisch erschließbare Flächen zu definieren. Man weiß einfach nicht, wo man unter Inkaufnahme vertretbarer Kosten und mit hinreichender Erfolgswahrscheinlichkeit ansetzen soll. Das macht die Beweisführung letztlich unmöglich und das ganze bleibt Fiktion.
Eines der Hauptargumnente, das gegen die Annahme eines Phantoms spricht, ist die Anzahl der eingesetzten Zwangsarbeiter. Um die Dimension zu verdeutlichen, sei die Anzahl von Häftlingen auf einer anderen, ähnlichen Baustelle angeführt: Wizernes, am Englischen Kanal, in der Nähe von Calais gelegen.

In der ehemaligen V-2 Basis Wirzenes
Hier wurde durch die Organiation Todt zwischen November 1943 und Juli 1944 (Zerstörung durch eine amerikanische Bombe) eine V 2 Abschussbasis erstellt. Die Anlage bestand aus einem unterirdischen Dom mit einen Innendurchmesser von 61 Metern, Innenhöhe 24 Meter- die Höhe der senkrecht stehenden V2 beträgt aber nur 14 Meter! - nebst zugehörigen Stollen und Bunkern von etwa 7000 Metern Gesamtlänge. Dieses Bauwerk wurde mit 1.500 Häftlingen erstellt. Fazit: Zur Erstellung der 25 Stollen im Jonastal wären demnach "nur" ca. 300 -500 Häftlinge notwendig gewesen. Die Anzahl der beschäftigten Häftlinge spricht daher für die Existenz weiterer Bauwerke unter der Erde.
Ein weiteres Argument das für die Existenz von geheimem Militär-Anlagen im Untergrund spricht, findet sich in den "Erinnerungen" eines amerikanischen Offiziers. Colonel (U.S. Oberst) Allen diente in der THIRD US ARMY unter General Patton und beschreibt in seinem Buch den Vormarsch der amerikanischen Truppen. (Robert S. Allen, " Lucky Forward. The History of Pattons Third U.S. Amy", erschienen in New York bei Vanguard Press, 1947 u. 1971.
Auf Seite 297 der Ausgabe von 1971 berichtet Allen von der Existenz mehrerer Untergrundanlagen, die die sich im Raum Ohrdruf und in den nahegelegenen Ortschaften befinden.
Zitat 1:" Over 50 feet underground, the installations consisted of two and three stories several miles in lenght and extending like the spokes of a wheel".
Zitat 2:" There were four in and around Ohrdruf: one near the horror camp, one under the Schloss and two west of the town. Others were reported in the near by villages".
Zählt man nach, so sind es mindestens 6 Anlagenkomplexe, die die Amerikaner bei ihrem Vormarsch fanden. Fazit: Die Amerikaner haben haben im April 1945 Untergrundanlagen entdeckt, bei denen es sich nicht um die bereits bekannten 25 Stollen handeln kann, da diese weder eine Wagenradform haben, noch mehrstöckig sind
Die Meldung in den G-2-Aufklärungsberichten und die Aussage Allens sprechen daher, ebenso wie die große Anzahl der eingesetzten Häftlinge für die Existenz von bisher unbekannten Bauwerken unter der Erde.
SSP-EXPLORATION hat schon 1992 diese Vermutung zum Anlass genommen das Jonastal und seine Umgebung zu erkunden. Abweichend von den gemeinhin üblichen Vorgehensweisen wurden dabei im Vorfeld auch radiästhetische Methoden eingesetzt.
Es bleibt also noch weiterhin ziemlich offen, was man im Jonastal noch finden wird.
Was ist bekannt?
Zu den unterirdischen Einrichtungen zählten unteranderem eine Nachrichtenzentrale, ein Führerhauptquartier, Fabriken für Flugzeuge und für Waffen wie die V1 und die V2.
Das den geplanten Anlagen trotz anscheinend größtmöglichen Einsatz von Menschen und Material
(die Arbeiten im Jonastal sollen sprichwörtlich bis zur letzten Minute angedauert haben) nur ein Teil fertig wurde, ist nur eine ausgestreute Behauptung.
Die Nachrichtenzentrale, auch als Amt 10 bekannt, sowie das Rheimag Werk wo unteranderem der Düsenjäger/-bomber Me 262 gebaut werden sollte, waren offenbar schon einsatzbereit, die Produktion der Me 262 ist sogar noch angelaufen.
Das geplante Führerhauptquartier dagegen gehört wohl zu den Anlagen, die nicht mehr völlig fertiggestellt
werden konnten.
Es gibt mehrere Gründe dafür, daß es im Jonastal noch mehr gab oder immer noch gibt, als allgemein bekannt ist.

Die offiziell gefunden Stolleneingänge im Jonastal, deren Sinn bis heute nicht enträtselt wurde
Die deutschen Aktivitäten im Gebiet zwischen den Städten Arnstadt und Ohrdruf in Thüringen liegen weitgehend im Dunkeln. Seit dem Ende des 2. Weltkrieges geben sie Anlass zu Spekulationen und Forschungstätigkeiten. Dabei geht es um die Klärung der Frage, ob es außer den bereits bekannten Untergrundanlagen noch weitere gibt. Die Forscher hoffen bis heute, Einlagerungen von Kunstschätzen, Reichsbankgold, wichtige Dokumente und Einrichtungen, die Einblick in den Stand der geheimen Waffenforschung des Dritten Reiches geben könnten, zu finden.
Allgemeiner Ausgangspunkt aller Forschungen ist das Jonastal. In diesem Tal setzte gegen Ende des 2. Weltkrieges ab November 1944 eine fieberhafte Bautätigkeit ein. Unter Einsatz von Zwangsarbeitern aus Konzentrationslagern wurden 25 Stollen (Gesamtlänge ca. 2.300 Meter) in den Hang getrieben. Die Bezeichnung für das Bauvorhaben war S III (Sonderbauvorhaben III).
Sinn und Zweck der 25 Stollen im Jonastal sind bis heute unklar. Sollte hier das "letzte Führerhauptquartier" errichtet werden? Oder wurde die offen sichtbare Baustelle nur zum Schein betrieben, um den großen Häftlingseinsatz für geheime Arbeiten an anderer Stelle im Berginneren zu tarnen? Mutmaßungen gibt es viele.
Die über das Archiv des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald nachgewiesenen Häftlingstransporte scheinen für eine Scheinbaustelle zu sprechen: Im Zeitraum von November 1944 (Baubeginn) bis Ende März 1945 (Aufgabe der Baustelle) wurden ca. 25.000 Häftlinge nach S III gebracht. Verschiedene Autoren vermuten, dass der außergewöhnlich hohe Einsatz von Häftlingen mit einem bisher unbekannt gebliebenen Deutschen Atom- und Raketenforschungszentrum in Zusammenhang stehen könnte.
Diese Räumlichkeiten sollen sich irgendwo im Untergrund zwischen Arnstadt und Ohrdruf befinden. Derartige Behauptungen stehen nicht mehr im Gegensatz zur früheren allgemeinen Geschichtsschreibung. Deutschland hatte eine nachweisbare Atomwaffenforschung betrieben. Auch an Amerikaraketen wurde intensiv gearbeitet, wie die A9/10
Nun könnte man annehmen, dass in den Aufklärungsberichten der Einheiten der THIRD US ARMY etwas über den für die damalige Zeit gewiss außerordentlich bedeutsamen Fund unterirdischer Atom- und Raketenforschungsanlagen im Raum Ohrdruf vermerkt sein müsste. Und man könnte weiterhin der Ansicht sein, dass man nur die alten Armeeunterlagen durchsehen müsste, um herauszufinden, was die Amerikaner bei ihrem Einmarsch fanden.
Eine derartige Recherche in den National Archives, Washington förderte jedoch nur wenig Material zutage. Hinweise auf etwaige Atomforschungseinrichtungen tauchen an keiner einzigen Stelle auf. Vereinzelt werden aber in den Aufklärungsberichten die Aussagen von Zivilisten oder gefangen genommenen Soldaten (PW) zitiert. Diese lassen den Schluss zu, dass die amerikanischen Truppen außer auf die 25 Stollen auch noch auf andere Untergrundanlagen gestoßen sind.
Zum Beispiel geht aus der im typischen Armee-Kurzstil gehaltenen Meldung vom 5. April 1600 Uhr ( Meldung Nr. 65 in: G-2 Journal HQ's 4TH ARMD DIV, A.P.O. 254, U.S. ARMY National Archives, Washington) hervor, dass polnische Zivilisten berichten, dass sie damit befasst waren (wörtlich): "to dig tunnels for underground factory to manufactur V-1 rockets (no rockets have been made there to date) GOSSEL ( J1949) camou completed factory no pers allowed near this place which is located about 2 mi N of GOSSEL/on 3 Apr was manufacturing V-1 s and experimentating with V-3s". Diese Aussage belegt die Existenz einer Untergrundanlage nördlich Gossel.
Die gleiche materialarme Situation gibt es in Deutschland. Auch hier nur eine äußerst spärliche Quellenlage mit Hinweisen von Zeitzeugen, einigen Merkwürdigkeiten und mehr oder weniger begründbaren Vermutungen. Die Quellenlage ist durchaus geeignet, die Theorie der Existenz eines sich noch im Verborgenen befindlichen deutschen Hochtechnologiezentrums zu stützen, aber einen Beweis, gibt es bisher nicht.
Bislang ist es nicht gelungen, auch nur eine einzige der Bunkeranlagen oder einen der ehemaligen Zugänge durch Freilegung nachweisen. Sämtliche der bekannt gewordenen Bezeichnungen zur Lage der Anlagen oder zur Lage der ehemaligen Zugänge sind eher großflächig "genau" und nicht geeignet, konkrete messtechnisch oder grabungstechnisch erschließbare Flächen zu definieren. Man weiß einfach nicht, wo man unter Inkaufnahme vertretbarer Kosten und mit hinreichender Erfolgswahrscheinlichkeit ansetzen soll. Das macht die Beweisführung letztlich unmöglich und das ganze bleibt Fiktion.
Eines der Hauptargumnente, das gegen die Annahme eines Phantoms spricht, ist die Anzahl der eingesetzten Zwangsarbeiter. Um die Dimension zu verdeutlichen, sei die Anzahl von Häftlingen auf einer anderen, ähnlichen Baustelle angeführt: Wizernes, am Englischen Kanal, in der Nähe von Calais gelegen.

In der ehemaligen V-2 Basis Wirzenes
Hier wurde durch die Organiation Todt zwischen November 1943 und Juli 1944 (Zerstörung durch eine amerikanische Bombe) eine V 2 Abschussbasis erstellt. Die Anlage bestand aus einem unterirdischen Dom mit einen Innendurchmesser von 61 Metern, Innenhöhe 24 Meter- die Höhe der senkrecht stehenden V2 beträgt aber nur 14 Meter! - nebst zugehörigen Stollen und Bunkern von etwa 7000 Metern Gesamtlänge. Dieses Bauwerk wurde mit 1.500 Häftlingen erstellt. Fazit: Zur Erstellung der 25 Stollen im Jonastal wären demnach "nur" ca. 300 -500 Häftlinge notwendig gewesen. Die Anzahl der beschäftigten Häftlinge spricht daher für die Existenz weiterer Bauwerke unter der Erde.
Ein weiteres Argument das für die Existenz von geheimem Militär-Anlagen im Untergrund spricht, findet sich in den "Erinnerungen" eines amerikanischen Offiziers. Colonel (U.S. Oberst) Allen diente in der THIRD US ARMY unter General Patton und beschreibt in seinem Buch den Vormarsch der amerikanischen Truppen. (Robert S. Allen, " Lucky Forward. The History of Pattons Third U.S. Amy", erschienen in New York bei Vanguard Press, 1947 u. 1971.
Auf Seite 297 der Ausgabe von 1971 berichtet Allen von der Existenz mehrerer Untergrundanlagen, die die sich im Raum Ohrdruf und in den nahegelegenen Ortschaften befinden.
Zitat 1:" Over 50 feet underground, the installations consisted of two and three stories several miles in lenght and extending like the spokes of a wheel".
Zitat 2:" There were four in and around Ohrdruf: one near the horror camp, one under the Schloss and two west of the town. Others were reported in the near by villages".
Zählt man nach, so sind es mindestens 6 Anlagenkomplexe, die die Amerikaner bei ihrem Vormarsch fanden. Fazit: Die Amerikaner haben haben im April 1945 Untergrundanlagen entdeckt, bei denen es sich nicht um die bereits bekannten 25 Stollen handeln kann, da diese weder eine Wagenradform haben, noch mehrstöckig sind
Die Meldung in den G-2-Aufklärungsberichten und die Aussage Allens sprechen daher, ebenso wie die große Anzahl der eingesetzten Häftlinge für die Existenz von bisher unbekannten Bauwerken unter der Erde.
SSP-EXPLORATION hat schon 1992 diese Vermutung zum Anlass genommen das Jonastal und seine Umgebung zu erkunden. Abweichend von den gemeinhin üblichen Vorgehensweisen wurden dabei im Vorfeld auch radiästhetische Methoden eingesetzt.
Es bleibt also noch weiterhin ziemlich offen, was man im Jonastal noch finden wird.
Was ist bekannt?
Zu den unterirdischen Einrichtungen zählten unteranderem eine Nachrichtenzentrale, ein Führerhauptquartier, Fabriken für Flugzeuge und für Waffen wie die V1 und die V2.
Das den geplanten Anlagen trotz anscheinend größtmöglichen Einsatz von Menschen und Material
(die Arbeiten im Jonastal sollen sprichwörtlich bis zur letzten Minute angedauert haben) nur ein Teil fertig wurde, ist nur eine ausgestreute Behauptung.
Die Nachrichtenzentrale, auch als Amt 10 bekannt, sowie das Rheimag Werk wo unteranderem der Düsenjäger/-bomber Me 262 gebaut werden sollte, waren offenbar schon einsatzbereit, die Produktion der Me 262 ist sogar noch angelaufen.
Das geplante Führerhauptquartier dagegen gehört wohl zu den Anlagen, die nicht mehr völlig fertiggestellt
werden konnten.
Es gibt mehrere Gründe dafür, daß es im Jonastal noch mehr gab oder immer noch gibt, als allgemein bekannt ist.
The Real Blaze
Die Jonastal-Legenden -was man alles so über das Jonastal-Projekt erzählt...
Im Laufe der Zeit wurden über das Jonastal von allen möglichen Leuten die merkwürdigsten Geschichten erzählt.
So sollen z.B. bei dem sogenannten Amt 10 während des Krieges Versuche stattgefunden haben, bei denen die Zündanlagen von Motoren in Fahrzeugen aus der Ferne ohne den Einsatz von Feuerwaffen oder sonstigen herkömmlichen Waffen außer Funktion gesetzt worden wären.
Mittels eines Verfahrens was wie ein EMP Impuls wirkte wurden nach diesen Gerüchten Fahrzeuge aus der Ferne zum Stillstand gebracht, ohne diese dabei zu beschädigen!
Es soll auch möglich gewesen sein, zumindest über einen begrenzten Teil des Tals künstliche Wolken zu erzeugen, um dadurch feindlichen Bombern das Zielen auf militärischen Einrichtungen zu erschweren oder gar unmöglich zu machen.
Einheimische aus den umliegenden Ortschaften haben die seinerzeits dortigen Amerikaner über etwas reden hören, was sehr groß sein sollte, und seiner geometrischen Form her einem gigantischen Wagenrad ähneln soll
Dann gibt es da auch noch die Geschichten von Lichterscheinungen, die bis heute immer wieder im Jonastal beobachtet werden, die wie Feuerbälle aussehen, plötzlich auftauchen, um dann wild durch die Gegend zu fliegen.
Kompaßnadeln sollen von ihnen beeinflußt werden.
Dann soll es dort riesige unterirdische Anlagen geben, die weit in die umliegenden Berge hineinführen, und deren Zugänge nahezu perfekt getarnt sind.
Was ist nahezu sicher?
1. Eine Anlage die zur Energieversorgung der umliegenden Einrichtungen diente, sowie anscheinend noch
andere Aufgaben hatte, und noch immer funktionieren soll.
Dabei handelt es sich höchstwahrscheinlich um ein Kraftwerk, das aus Gravitation Elektrizität gewinnt.
Bei den Leuchterscheinungen im Jonastal handelt es sich demnach nicht, wie oft vermutet, um Fluggeräte unbekannter Herkunft, sondern um das Resultat von periodisch freiwerdender überschüßiger Energie aus eben diesem verborgenen Kraftwerk.
Wer jetzt glaubt, ein solches Gravitations-Kraftwerk sei ein Ding der Unmöglichkeit, der sollte sich mal die Resultate von Dr. Hartmut Müllers Forschungsarbeit ansehen, z.B. den Bericht über das G-Element in der Zeitschrift raum&zeit Nr. 109 von Januar/Februar 2001 oder sich mal auf der Internetseite www.net-publicity.de umsehen.
Für ein solches Kraftwerk spricht auch die Notwendigkeit einer von herkömmlichen Brennstoffen unabhängigen Anlage, die zudem über einen langen Zeitraum ständig in Betrieb sein müßte, um ein unabhängiges Restreich aufrechterhalten zu können.
Denn bei Abhängigkeit von Kohle oder gar Öl wäre die Schaffung eines "Trutzgaues" von Anfang an sinnlos gewesen, da man wohl kaum damit zu rechnen hatte, Nachschub aus dem Ruhrgebiet zu bekommen, und deshalb wohl nach ein paar Wochen höchstens einigen Monaten keinen Brennstoff mehr gehabt hätte und somit auch keine elektrische Energie mehr.
Außerdem sollte dieses Kraftwerk wohl auch gleichzeitig zur Verteidigung dienen. Denn das Vorhandensein eines solchen Kraftwerkes würde durchaus auch erklären, warum man damals über dem Tal künstliche Wolken erzeugen konnte.
Was die Sache mit dem Ausfall von Zündanlagen bei Motoren angeht, da sei auf die Berichte von Bomberbesatzungen aus dieser Zeit verwiesen, sowie auf die Tatsache, daß z.B. heutzutage in Krankenhäusern das Benutzen von Handys strengstens untersagt ist, da diese mit ihren Funkwellen die dortigen elektrischen Geräte in ihrer Funktion beeinflußen können...
War also ein EMP Verdeitigungsschild gegen alliierte Bomberflotten in Erprobung?
Der Zugang zu diesem Kraftwerk wurde angeblich noch von Wehrmachtskommandos gesprengt, damit den Alliierten die dortige Technik nicht in die Hände fällt. Jedoch soll sie immer noch aktiv sein...
2. Eine Forschungs- und Entwicklungseinrichtung, in welcher an atomaren Waffen gearbeitet wurde,
welche dort auch praktisch erprobt wurden.
Dabei handelt es sich möglicherweise um eine unterirdische Anlage namens Burg, was jedoch nicht näher gesichert ist.
Dort soll deutschen Forschern bereits am 2. Juli 1944 der Bau einer sogenannten A-Waffe gelungen sein.
Am 4. März 1945 soll es nach R.Karlschs Buch " Hitlers Bombe" auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf ein unterkritischer Sprengsatz von 100 g erfolgreich gezündet worden sein.
Es war natürlich keine Explosion mit Hiroshima- Atompilz, sondern nur ein "Sekundenblitz". Im Umkreis von 500 bis 600 Metern sollen die dabei anwesenden Häftlinge alle gestorben sein, sowie zwei der beteiligten Forscher verstrahlt worden sein.

Die Wachsenburg, von ihr aus sah C.Werner den deutschen unterkritischen Atomtest
Interwievs von Zeitzeugen:
Cläre Werner
(Burgwartin auf der Wachsenburg bei Arnstadt)
"Ich kann mich noch gut an diesen Tag erinnern.
Es war der 4. März 1945.
Für diesen Tag hatten wir eine Geburtstagsfeier für den Abend geplant, diese wurde aber kurzfristig abgesagt ... Hans war auch da und half uns noch, dann sagte er uns, dass heute auf dem Übungsplatz (Truppenübungsplatz Ohrdruf d.A.), Weltgeschichte geschrieben wird.
Es wird etwas gemacht, was es auf der Welt noch nicht gegeben hat.
Wir sollen am Abend auf den Turm gehen und in Richtung Röhrensee schauen. Er wisse auch nicht wie das neue Ding aussehen wird.
So waren wir ab 20 Uhr auf dem Turm.
Nach 21 Uhr gegen halb zehn war hinter Röhrensee mit einmal eine Helligkeit wie hunderte von Blitzen, innen war es rot und außen war es gelb, man hätte die Zeitung lesen können.
Es war alles sehr kurz und wir konnten dann alle nichts sehen, wir merkten nur, dass es eine mächtige Sturmböe gab, aber dann alles ruhig war.
Ich wie auch viele andere Einwohner von Röhrensee, Holzhausen, Mühlberg, Wechmar und Bittstedt hatten am anderen Tag oft Nasenbluten, Kopfschmerzen und auch einen Druck auf den Ohren."
(aus: Edgar Maye, Thomas Mehner/ Das Geheimnis der deutschen Atombombe/ 2001/ Seite: 206 ff)
Adolf Bernd Freier
Ingenieur für Bauwesen, war verantwortlich für die Stollenarbeiten im Jonastal, er arbeitete unter SS Obergruppenführer Dr. Ing. Hans Kammler
" ... Eigentlich war die A-Waffe als solche bereits am 2. Juli 1944 fertig. Jedoch waren sich die beiden Wissenschaftsgruppen von Berlin aus uneinig, wer den Forschungssieg trägt und was der Führer dazu sagt.
Aus diesem Grund wurde auch in Stadtilm das Forschungs- und Messlabor eingerichtet, welches Diebner führte. Seine eigentliche Versuchsfabrik war jedoch im Objekt 'Burg' - dabei ließ er dort viele andere arbeiten, nur bei speziellen Versuchen war er da.
Vor manchen Versuchen war die Sicherheit für uns Deutsche und manchmal auch für einige japanische Gäste sehr hoch.
Die Anlage wurde danach bis zu zwei Wochen von den Häftlingen gewaschen. War die Strahlungsgrenze im Labor mit 50 Röntgen begrenzt, so war sie im Objekt (Bereich A-Anlage) 60.
In der Anlage war die Strahlung so hoch, dass diese nicht mehr von den Häftlingen gemessen werden konnte.
Viele Häftlinge starben an Dünnblut und Glasknochenschwäche. Sie wurden von besonderen Ärzten behandelt; ob es Ärzte waren, ich möchte heute nein sagen.
Auch zwei Wissenschaftler, Breklein und Schulz, falls die Namen in meinem Gedächtnis richtig sind, waren verstrahlt.
Sie waren bei einem Versuch nicht rechtzeitig aus der Anlage gekommen.
Dabei wurden zwei Behälter mit dem Sprengstoff gefüllt.
Der kleine Behälter wurde am 4. März 1945, als so genannte "Kleine A-Waffe" mit 100 g an einem
6 m hohen Gerüst gezündet.
Es war ein Sekundenblitz mit einer einmaligen Wolke.
Die Häftlinge im Umkreis von 500 - 600 m waren alle gestorben, ebenso vier von unseren Leuten.
Im Umkreis gab es zahlreiche Häftlinge mit Verbrennungen.
Dabei musste man bedenken, dass die zweite Waffe ca. 8.000 g hatte ..."
(aus: Edgar Maye, Thomas Mehner/ Das Geheimnis der deutschen Atombombe/ 2001/ Seite: 245)
Tatsache ist, dass in Thüringen das letzte "Schutz- und Trutzgau" Deutschlands geplant war.
Man transportierte Kunstgegenstände, Gold, Devisen und anderes wertvolles Beutegut in großen Mengen hierher. Wichtige Ämter, Stäbe und Entwicklungsabteilungen für Hochtechnologie wurden in der letzten Phase des Krieges in die Thüringer "Igelstellung" verlegt.

Kurt Diebner, deutscher Atombombenforscher
So errichtete eine Abteilung der deutschen Gruppe für Atomforschung um Dr. Kurt Diebner und Prof. Walter Gerlach ihr letztes Versuchslabor in den Kellern einer Schule in Stadtilm.
Historisch gesichert ist auch, dass Tausende von Häftlingen des Konzentrationslagers Buchenwald zwischen Herbst 1944 und April 1945 im Jonastal Zwangsarbeit leisten mussten.

KL Ohrdruf
Die meisten verloren aufgrund der unmenschlichen Arbeits- und Lebensbedingungen in den Außenlagern des KL Ohrdruf ihr Leben.
Es wurden in kurzer Zeit mehr als 25 Stollen in die Muschelkalkhänge des Jonastals getrieben, die heute verschlossen sind.

Reste der gesprengten Stollen
Über den genauen Beginn und den tatsächlichen Umfang der Arbeiten sind die Aussagen widersprüchlich.
Die Angaben über die Zahl der am Bau eingesetzten Häftlinge schwanken zwischen 24.000 und 40.000. Bergbauexperten behaupten, dass für den Bau der bisher bekannten und erforschten Anlagen wesentlich weniger Arbeitskräfte nötig gewesen wären.

Einer der wenigen noch sichtbaren Stolleneingänge
Das legt den Schluss nahe, dass noch unentdeckte unterirdische Areale existieren. Das bestätigen Aussagen von am Bau beteiligten Häftlingen, welche die Torturen überlebten.
Auch Einwohner und Angehörige der 89. US- Infanteriedivision sprechen übereinstimmend von komfortablen und technisch hervorragend ausgestatteten unterirdischen Anlagen riesigen Ausmaßes.
Die Objekte "S-III" und "Olga"
Behauptet wird auch, das im Jonastalgebiet an einer deutschen Langstreckenrakete mit nuklearem Gefechtskopf, der so genannten "Amerika-Rakete" gebaut wurde.
Zudem ist die Rede von "V- Waffen-Entwicklung", "Teilchenbeschleunigern", "Energieerzeugung nach Tesla- Prinzipien", "Hochfrequenztechnik" und so genannten "Todesstrahlwaffen".
Die Fakten dazu sind widersprüchlich, denn nur sehr wenige Dokumente zu den Geheimnis umwitterten Objekten "S III" und "Olga" sind überhaupt frei zugänglich.
S III stand für das Sonderbauvorhaben Jonastal.
Olga war der Deckname für das geplante Führerhauptquartier und den Truppenübungsplatz Ohrdruf.
Tatsache ist, dass bereits 1937 der Bau einer hochmodernen, unterirdischen Nachrichtenzentrale auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf begann.
Sie lag drei Stockwerke unter der Erde und war für die Erfordernisse des Übungsplatzes völlig überdimensioniert. Ihre Eingänge waren durch Wochenendhäuser getarnt, aus deren Schornsteinen etwas Rauch aufstieg, wenn der 475 PS starke Schiffsdiesel, der das "Amt 10" vom Energienetz unabhängig machte, in Betrieb ging.
Die meisten unterirdischen Objekte wurden kurz vor Kriegsende von der SS gesprengt und getarnt.
Dokumente, die Aufschluss geben könnten, wurden teilweise vernichtet.
Was übrig blieb, transportierten die Amerikaner nach der deutschen Kapitulation ab.
Bewiesen ist, dass am 7. April 1945 eine hochrangige Expertenkommission von US-Atomforschern die Hinterlassenschaften im Jonastal begutachtete.
Was genau die Wissenschaftler in den unterirdischen Anlagen fanden und nach Aussagen der Anwohner
"in großen Mengen" abtransportieren ließen, ist unklar.
Alle Akten, die zur Aufklärung der Vorgänge beitragen könnten, sind bis heute durch das Pentagon als "Classified" eingestuft: das bedeutet, dass sie für weitere 50 Jahre unzugänglich bleiben werden.
Ebenso unklar ist das Schicksal von Hans Kammler.
Der mit umfassenden Kenntnissen und Vollmachten ausgestattete SS- Obergruppenführer war zu Kriegsende der Hauptverantwortliche für die Projekte Olga und S-III.
Er war der Befehlshaber über alle deutschen Hochtechnologieprojekte und Untertageverlagerungen.
Nach Kriegsende gelang es Kammler unterzutauchen.
Seine Spur verliert sich 1946 in Prag.
Nach Kriegsende versuchten die Sowjets, die DDR- Stasi, aber auch Schatzsucher, Hobbyhistoriker und Höhlenforscher, dem Rätsel um das Jonastal auf die Spur zu kommen.
Bisher gelang niemandem ein Existenznachweis der unterirdischen Produktionsanlagen der "Wunderwaffen".
Weitere Spurensuche...
In der Phase der Nutzung des Truppenübungsplatzes Ohrdruf wurde durch das damalige sowjetische Militär ein elektromagnetisches Feld vermessen, das sporadisch auftritt und seinen Ursprung im Untergrund hat.
Dieses Feld erzeugt möglicherweise einen Effekt, ähnlichen dem der Piezoelektrizität, woraufhin sich bewegende Lichter, Feuerbälle(Kugelblitzphänomen) etc. beobachtet werden können.
Freilich wird man an dieser Stelle die Frage aufwerfen, ob eine unterirdische Energieerzeugungsanlage, die solche Effekte verursacht, überhaupt denkbar ist.
Und das Kurioseste an der Sache ist das Problem, daß sie nach mehreren Jahrzehnten immer noch zu funktionieren scheint.
Seit dem Abzug der Sowjets Anfang der neunziger Jahre ist das Jonastal aber nunmehr Ziel unzähliger Schatzsucher, die hier zum Beispiel das berühmte St. Petersburger Bernsteinzimmer vermuten.
Es gibt auch deutliche Hinweise, daß die SS hier andere Kunstguttransporte eingelagert hat und die Zugänge zu den fertiggestellten Bereichen vor Verlassen der Baustelle verschlossen hat.
Diese unterirdischen Tresore waren aber nicht erst als Schatzverstecke errichtet worden, nein, es gibt sehr deutliche Hinweise, daß die unterirdischen Katakomben und Tunnelsysteme technologischen und produktionstechnischen Zwecken dienten, die allerhöchste Priorität hatten und mit höchsten Geheimhaltungsstufen verbunden waren.
Das dokumentiert unter anderem auch das seltsame Verhalten des US-Militärs, das im April 1945 das Gebiet eroberte.
Vom 1. auf den 2. April 1945 stieß General Pattons 3. Armee zielgerichtet auf Thüringen vor.
Der keilförmige Angriff lief unter dem Decknamen »operation eclipse« - »Operation Verfinsterung«.
General Patton trieb seine Soldaten zur Eile an. Als die Parlamentäre der 89. Infanteriedivision noch um die Übergabe von Eisenach verhandelten, war die Speerspitze der US-Truppen längst an der Stadt vorbeigestoßen. Diese hatte als Ziele die Städte Ohrdruf und Arnstadt ausgewählt.
Zu Arnstadt heißt es, daß Hitler und seine Gefolgschaft planen, in ein noch nicht fertiggestelltes Hauptquartier drei Kilometer westlich der Stadt zu ziehen.
Die Amerikaner kannten sogar den Decknamen - »S 3« - und vermuteten, daß der Führerbunker fünf unterirdische Schächte hatte.
Der US-Generalstab war demnach über die Aktivitäten der Deutschen in Thüringen wohlinformiert.
Aus den Chroniken der 89. US-Infanterie-Division ist zu entnehmen, daß sie bei ihrem weiteren Vorstoß Richtung Osten von Friedrichroda über Ohrdruf nach Arnstadt marschierte.
Genaue Recherchen brachten ein verblüffendes Bild zu Vorschein:
Als die US- Truppen am 4. April Ohrdruf erreicht hatten, schien sie das Jonastalgebiet sechs Tage nicht zu interessieren. Und das, obwohl eine Kompanie nur wenige hundert Meter entfernt in Stellung lag.
Erst am 10. April marschierten die Kampfverbände weiter.
In einer Zangenbewegung gingen sie um das Tal herum und trafen sich wieder in Arnstadt.
Doch auch hier kehrten sie dem Jonastal den Rücken.
Es scheint so, daß die regulären US-Truppen von der Existenz der unterirdischen Anlage keine Kenntnis hatten.
Es fehlen auch alle Angaben darüber, welche Spezialeinheiten das Jonastal freikämpften, lag hier doch unter anderem eine ungarische SS-Einheit.
Dokumentiert ist nur das KZ-Außenlager Espenfeld, das die Amerikaner unweit der Baustelle im Jonastal entdeckten.
Doch auch nachdem der amerikanische Oberbefehlshaber und seine Generäle das KZ in Ohrdruf inspiziert hatten, stellte niemand öffentlich die Frage, wofür es überhaupt errichtet worden war.
Dabei wußten die Generäle längst, daß sich im Jonastal eine Großbaustelle der SS befand.
Wohin sie am Nachmittag des 12. April 45 fuhren, haben sie in ihren Memoiren nicht verraten.
Diese sind wohl genauso unvollständig wie die zugänglichen Dokumente der Spezialeinheiten, die den Auftrag hatten, das Jonastal zu erkunden.
Etwa das Bestandsverzeichnis der Luftbilder vom 9. Januar 1945. Es ist ein eindeutiger Beleg dafür, daß auch das Jonastal fotografiert wurde.
Doch ausgerechnet die Fotos von der Großbaustelle sind aus dem Archiv entfernt worden.
Weiße Flecken gibt es auch in den Unterlagen der Aufklärungstruppe.
Für das Gebiet zwischen Ohrdruf und Arnstadt waren die Aufklärer der 89. Infanterie-Division zuständig.
Eigentlich hätte ihr Tagebuch eine Antwort darauf geben müssen, was die Amerikaner in den
Muschelkalkhängen vorgefunden haben.
Doch ausgerechnet die Eintragungen zwischen dem 8. April 13.35 Uhr und dem 11. April 19.35 Uhr fehlen.
Jener Zeitabschnitt also, in dem sie das Tal erkundet haben müßten.
Diese Beispiele legen den Verdacht nahe, daß die Amerikaner ein Interesse hatten, das Zielobjekt im Jonastal bewußt aus den Dokumenten herauszuhalten.
Und selbst dort, wo es Erwähnung findet, fehlt der Hinweis auf die unterirdische Anlage.
Die Protokolle über das, was die Amerikaner tatsächlich vorfanden, liegen in den National Archives in Washington. Doch bis heute sind noch viele Dokumente unter Verschluß.
Anlaufstelle für die US-Militärakten ist die Außenstelle in Sudland.
Der Historiker Willi Korte recherchierte hier.
Er hat sich in Amerika einen Namen gemacht, als er nach intensiven Quellenstudien den Nachweis erbrachte, welcher US-Offizier den Quedlinburger Domschatz geraubt hatte.
Im Fall Ohrdruf fand Korte Belege dafür, daß die Besatzer in der näheren Umgebung mehrere hundert Tonnen Dokumente abtransportiert haben.
Sie stammten von hohen deutschen Militär- und Regierungsstellen.
Ein Teil von ihnen wurde in den »US-Reports« als Staatsdokumente der obersten Geheimhaltungsstufe klassifiziert. In den meterlangen Aktenbeständen der in Frage kommenden US-Divisionen fand Korte aber
keinen einzigen Bericht über das unterirdische System im Jonastal.
Korte darüber: »Ich bin nun seit über zehn Jahren hier in diesem Archiv tätig und habe an vielen solcher Probleme gearbeitet und normalerweise schlägt sich ein Vorgang wie das Jonastal, das ein ganzes Tal umfaßt, in den
Akten eindeutig nieder.
Warum also in diesem Fall das Jonastal sich praktisch in Akten überhaupt nicht niederschlägt, ist mir bisher völlig unerklärlich.
Ich kann also nur spekulieren.
Eine Möglichkeit ist natürlich, daß hier Geheimdienstinteressen Priorität hatten über irgendwelchen anderen Interessen der Militärs und daß sich möglicherweise deshalb in diesen Akten das nicht niederschlagen konnte, sondern in uns bisher noch unbekannten Geheimdienstakten niederschlägt.
Eine andere Erklärung wie die, daß es zum Beispiel im Jonastal nichts zu sehen gab, ist ja eher auszuschließen, weil die Sache war ja doch sehr umfangreich und die Akten haben ja zu anderen Vorgängen zum Teil sehr detaillierte Beschreibungen geboten.
Also ich tippe eher auf die Tatsache, daß hier etwas vorgefallen ist, was wir bisher noch nicht
haben recherchieren können.«
Viele glauben mittlerweile, daß die Geheimhaltung des US-Militärs und der -Behörden in Bezug auf das Jonastal und die damit verbundenen unterirdischen Systeme einen technologischen Hintergrund haben muß.
Und dieser hatte einen derart hohen Stellenwert, daß man bis heute an der Geheimhaltung festhält.
Bei aller gebotenen Zurückhaltung gibt es durchaus deutliche Hinweise auf die dort entwickelten und
angewandten Technologien: V-Waffen-Entwicklung (V1,V2), Atomforschung, Energieerzeugung nach Tesla- Prinzipien, Hochfrequenztechnik und sogenannte Todesstrahlwaffen.
Spekulationen? Wohl kaum. In relativer Nähe befand sich ein Atomforschungslabor (Stadtilm) und die Entwicklungsstätte des Nurflüglers Horton-IV (Waggonfabrik Gotha).
Hinweise für eine High-Tech-Region.
Es könnte - abschließend betrachtet - sein, daß die beobachteten Lichtphänomene, die anfänglich behelfsweise
als UFOs bezeichnet wurden, mit einem Teil dieser Technologien in Verbindung stehen.
Mag sein, daß diese Hypothese für manchen starker Tobak darstellt. Mag sein, daß mancher Bauchschmerzen bekommt, wenn er an die Konsequenzen denkt. Allerdings kann sich niemand von uns aussuchen, ob sich abzeichnende Wahrheiten einerseits bequem sind und anderseits ins zementierte Weltbild passen.
Ich habe in den letzten Jahren immer wieder feststellen müssen, daß das UFO-Phänomen zahlreiche Facetten aufweist und nicht nur mit einer These zu erklären sein wird.
Wie dem auch sei: Unklar bleibt zur Zeit noch, warum die beobachteten Feuerbälle im Wald sporadisch an derselben Stelle entstehen. Und warum es sich ausgerechnet um jenes Gebiet handelt, in dem die Angehörigen der 3. US-Armee unter General Patton 1945 unterirdische, mehrere Etagen tiefe Bunker und Fabrikanlagen aufgefunden haben... "
Im Laufe der Zeit wurden über das Jonastal von allen möglichen Leuten die merkwürdigsten Geschichten erzählt.
So sollen z.B. bei dem sogenannten Amt 10 während des Krieges Versuche stattgefunden haben, bei denen die Zündanlagen von Motoren in Fahrzeugen aus der Ferne ohne den Einsatz von Feuerwaffen oder sonstigen herkömmlichen Waffen außer Funktion gesetzt worden wären.
Mittels eines Verfahrens was wie ein EMP Impuls wirkte wurden nach diesen Gerüchten Fahrzeuge aus der Ferne zum Stillstand gebracht, ohne diese dabei zu beschädigen!
Es soll auch möglich gewesen sein, zumindest über einen begrenzten Teil des Tals künstliche Wolken zu erzeugen, um dadurch feindlichen Bombern das Zielen auf militärischen Einrichtungen zu erschweren oder gar unmöglich zu machen.
Einheimische aus den umliegenden Ortschaften haben die seinerzeits dortigen Amerikaner über etwas reden hören, was sehr groß sein sollte, und seiner geometrischen Form her einem gigantischen Wagenrad ähneln soll
Dann gibt es da auch noch die Geschichten von Lichterscheinungen, die bis heute immer wieder im Jonastal beobachtet werden, die wie Feuerbälle aussehen, plötzlich auftauchen, um dann wild durch die Gegend zu fliegen.
Kompaßnadeln sollen von ihnen beeinflußt werden.
Dann soll es dort riesige unterirdische Anlagen geben, die weit in die umliegenden Berge hineinführen, und deren Zugänge nahezu perfekt getarnt sind.
Was ist nahezu sicher?
1. Eine Anlage die zur Energieversorgung der umliegenden Einrichtungen diente, sowie anscheinend noch
andere Aufgaben hatte, und noch immer funktionieren soll.
Dabei handelt es sich höchstwahrscheinlich um ein Kraftwerk, das aus Gravitation Elektrizität gewinnt.
Bei den Leuchterscheinungen im Jonastal handelt es sich demnach nicht, wie oft vermutet, um Fluggeräte unbekannter Herkunft, sondern um das Resultat von periodisch freiwerdender überschüßiger Energie aus eben diesem verborgenen Kraftwerk.
Wer jetzt glaubt, ein solches Gravitations-Kraftwerk sei ein Ding der Unmöglichkeit, der sollte sich mal die Resultate von Dr. Hartmut Müllers Forschungsarbeit ansehen, z.B. den Bericht über das G-Element in der Zeitschrift raum&zeit Nr. 109 von Januar/Februar 2001 oder sich mal auf der Internetseite www.net-publicity.de umsehen.
Für ein solches Kraftwerk spricht auch die Notwendigkeit einer von herkömmlichen Brennstoffen unabhängigen Anlage, die zudem über einen langen Zeitraum ständig in Betrieb sein müßte, um ein unabhängiges Restreich aufrechterhalten zu können.
Denn bei Abhängigkeit von Kohle oder gar Öl wäre die Schaffung eines "Trutzgaues" von Anfang an sinnlos gewesen, da man wohl kaum damit zu rechnen hatte, Nachschub aus dem Ruhrgebiet zu bekommen, und deshalb wohl nach ein paar Wochen höchstens einigen Monaten keinen Brennstoff mehr gehabt hätte und somit auch keine elektrische Energie mehr.
Außerdem sollte dieses Kraftwerk wohl auch gleichzeitig zur Verteidigung dienen. Denn das Vorhandensein eines solchen Kraftwerkes würde durchaus auch erklären, warum man damals über dem Tal künstliche Wolken erzeugen konnte.
Was die Sache mit dem Ausfall von Zündanlagen bei Motoren angeht, da sei auf die Berichte von Bomberbesatzungen aus dieser Zeit verwiesen, sowie auf die Tatsache, daß z.B. heutzutage in Krankenhäusern das Benutzen von Handys strengstens untersagt ist, da diese mit ihren Funkwellen die dortigen elektrischen Geräte in ihrer Funktion beeinflußen können...
War also ein EMP Verdeitigungsschild gegen alliierte Bomberflotten in Erprobung?
Der Zugang zu diesem Kraftwerk wurde angeblich noch von Wehrmachtskommandos gesprengt, damit den Alliierten die dortige Technik nicht in die Hände fällt. Jedoch soll sie immer noch aktiv sein...
2. Eine Forschungs- und Entwicklungseinrichtung, in welcher an atomaren Waffen gearbeitet wurde,
welche dort auch praktisch erprobt wurden.
Dabei handelt es sich möglicherweise um eine unterirdische Anlage namens Burg, was jedoch nicht näher gesichert ist.
Dort soll deutschen Forschern bereits am 2. Juli 1944 der Bau einer sogenannten A-Waffe gelungen sein.
Am 4. März 1945 soll es nach R.Karlschs Buch " Hitlers Bombe" auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf ein unterkritischer Sprengsatz von 100 g erfolgreich gezündet worden sein.
Es war natürlich keine Explosion mit Hiroshima- Atompilz, sondern nur ein "Sekundenblitz". Im Umkreis von 500 bis 600 Metern sollen die dabei anwesenden Häftlinge alle gestorben sein, sowie zwei der beteiligten Forscher verstrahlt worden sein.
Die Wachsenburg, von ihr aus sah C.Werner den deutschen unterkritischen Atomtest
Interwievs von Zeitzeugen:
Cläre Werner
(Burgwartin auf der Wachsenburg bei Arnstadt)
"Ich kann mich noch gut an diesen Tag erinnern.
Es war der 4. März 1945.
Für diesen Tag hatten wir eine Geburtstagsfeier für den Abend geplant, diese wurde aber kurzfristig abgesagt ... Hans war auch da und half uns noch, dann sagte er uns, dass heute auf dem Übungsplatz (Truppenübungsplatz Ohrdruf d.A.), Weltgeschichte geschrieben wird.
Es wird etwas gemacht, was es auf der Welt noch nicht gegeben hat.
Wir sollen am Abend auf den Turm gehen und in Richtung Röhrensee schauen. Er wisse auch nicht wie das neue Ding aussehen wird.
So waren wir ab 20 Uhr auf dem Turm.
Nach 21 Uhr gegen halb zehn war hinter Röhrensee mit einmal eine Helligkeit wie hunderte von Blitzen, innen war es rot und außen war es gelb, man hätte die Zeitung lesen können.
Es war alles sehr kurz und wir konnten dann alle nichts sehen, wir merkten nur, dass es eine mächtige Sturmböe gab, aber dann alles ruhig war.
Ich wie auch viele andere Einwohner von Röhrensee, Holzhausen, Mühlberg, Wechmar und Bittstedt hatten am anderen Tag oft Nasenbluten, Kopfschmerzen und auch einen Druck auf den Ohren."
(aus: Edgar Maye, Thomas Mehner/ Das Geheimnis der deutschen Atombombe/ 2001/ Seite: 206 ff)
Adolf Bernd Freier
Ingenieur für Bauwesen, war verantwortlich für die Stollenarbeiten im Jonastal, er arbeitete unter SS Obergruppenführer Dr. Ing. Hans Kammler
" ... Eigentlich war die A-Waffe als solche bereits am 2. Juli 1944 fertig. Jedoch waren sich die beiden Wissenschaftsgruppen von Berlin aus uneinig, wer den Forschungssieg trägt und was der Führer dazu sagt.
Aus diesem Grund wurde auch in Stadtilm das Forschungs- und Messlabor eingerichtet, welches Diebner führte. Seine eigentliche Versuchsfabrik war jedoch im Objekt 'Burg' - dabei ließ er dort viele andere arbeiten, nur bei speziellen Versuchen war er da.
Vor manchen Versuchen war die Sicherheit für uns Deutsche und manchmal auch für einige japanische Gäste sehr hoch.
Die Anlage wurde danach bis zu zwei Wochen von den Häftlingen gewaschen. War die Strahlungsgrenze im Labor mit 50 Röntgen begrenzt, so war sie im Objekt (Bereich A-Anlage) 60.
In der Anlage war die Strahlung so hoch, dass diese nicht mehr von den Häftlingen gemessen werden konnte.
Viele Häftlinge starben an Dünnblut und Glasknochenschwäche. Sie wurden von besonderen Ärzten behandelt; ob es Ärzte waren, ich möchte heute nein sagen.
Auch zwei Wissenschaftler, Breklein und Schulz, falls die Namen in meinem Gedächtnis richtig sind, waren verstrahlt.
Sie waren bei einem Versuch nicht rechtzeitig aus der Anlage gekommen.
Dabei wurden zwei Behälter mit dem Sprengstoff gefüllt.
Der kleine Behälter wurde am 4. März 1945, als so genannte "Kleine A-Waffe" mit 100 g an einem
6 m hohen Gerüst gezündet.
Es war ein Sekundenblitz mit einer einmaligen Wolke.
Die Häftlinge im Umkreis von 500 - 600 m waren alle gestorben, ebenso vier von unseren Leuten.
Im Umkreis gab es zahlreiche Häftlinge mit Verbrennungen.
Dabei musste man bedenken, dass die zweite Waffe ca. 8.000 g hatte ..."
(aus: Edgar Maye, Thomas Mehner/ Das Geheimnis der deutschen Atombombe/ 2001/ Seite: 245)
Tatsache ist, dass in Thüringen das letzte "Schutz- und Trutzgau" Deutschlands geplant war.
Man transportierte Kunstgegenstände, Gold, Devisen und anderes wertvolles Beutegut in großen Mengen hierher. Wichtige Ämter, Stäbe und Entwicklungsabteilungen für Hochtechnologie wurden in der letzten Phase des Krieges in die Thüringer "Igelstellung" verlegt.

Kurt Diebner, deutscher Atombombenforscher
So errichtete eine Abteilung der deutschen Gruppe für Atomforschung um Dr. Kurt Diebner und Prof. Walter Gerlach ihr letztes Versuchslabor in den Kellern einer Schule in Stadtilm.
Historisch gesichert ist auch, dass Tausende von Häftlingen des Konzentrationslagers Buchenwald zwischen Herbst 1944 und April 1945 im Jonastal Zwangsarbeit leisten mussten.

KL Ohrdruf
Die meisten verloren aufgrund der unmenschlichen Arbeits- und Lebensbedingungen in den Außenlagern des KL Ohrdruf ihr Leben.
Es wurden in kurzer Zeit mehr als 25 Stollen in die Muschelkalkhänge des Jonastals getrieben, die heute verschlossen sind.

Reste der gesprengten Stollen
Über den genauen Beginn und den tatsächlichen Umfang der Arbeiten sind die Aussagen widersprüchlich.
Die Angaben über die Zahl der am Bau eingesetzten Häftlinge schwanken zwischen 24.000 und 40.000. Bergbauexperten behaupten, dass für den Bau der bisher bekannten und erforschten Anlagen wesentlich weniger Arbeitskräfte nötig gewesen wären.

Einer der wenigen noch sichtbaren Stolleneingänge
Das legt den Schluss nahe, dass noch unentdeckte unterirdische Areale existieren. Das bestätigen Aussagen von am Bau beteiligten Häftlingen, welche die Torturen überlebten.
Auch Einwohner und Angehörige der 89. US- Infanteriedivision sprechen übereinstimmend von komfortablen und technisch hervorragend ausgestatteten unterirdischen Anlagen riesigen Ausmaßes.
Die Objekte "S-III" und "Olga"
Behauptet wird auch, das im Jonastalgebiet an einer deutschen Langstreckenrakete mit nuklearem Gefechtskopf, der so genannten "Amerika-Rakete" gebaut wurde.
Zudem ist die Rede von "V- Waffen-Entwicklung", "Teilchenbeschleunigern", "Energieerzeugung nach Tesla- Prinzipien", "Hochfrequenztechnik" und so genannten "Todesstrahlwaffen".
Die Fakten dazu sind widersprüchlich, denn nur sehr wenige Dokumente zu den Geheimnis umwitterten Objekten "S III" und "Olga" sind überhaupt frei zugänglich.
S III stand für das Sonderbauvorhaben Jonastal.
Olga war der Deckname für das geplante Führerhauptquartier und den Truppenübungsplatz Ohrdruf.
Tatsache ist, dass bereits 1937 der Bau einer hochmodernen, unterirdischen Nachrichtenzentrale auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf begann.
Sie lag drei Stockwerke unter der Erde und war für die Erfordernisse des Übungsplatzes völlig überdimensioniert. Ihre Eingänge waren durch Wochenendhäuser getarnt, aus deren Schornsteinen etwas Rauch aufstieg, wenn der 475 PS starke Schiffsdiesel, der das "Amt 10" vom Energienetz unabhängig machte, in Betrieb ging.
Die meisten unterirdischen Objekte wurden kurz vor Kriegsende von der SS gesprengt und getarnt.
Dokumente, die Aufschluss geben könnten, wurden teilweise vernichtet.
Was übrig blieb, transportierten die Amerikaner nach der deutschen Kapitulation ab.
Bewiesen ist, dass am 7. April 1945 eine hochrangige Expertenkommission von US-Atomforschern die Hinterlassenschaften im Jonastal begutachtete.
Was genau die Wissenschaftler in den unterirdischen Anlagen fanden und nach Aussagen der Anwohner
"in großen Mengen" abtransportieren ließen, ist unklar.
Alle Akten, die zur Aufklärung der Vorgänge beitragen könnten, sind bis heute durch das Pentagon als "Classified" eingestuft: das bedeutet, dass sie für weitere 50 Jahre unzugänglich bleiben werden.
Ebenso unklar ist das Schicksal von Hans Kammler.
Der mit umfassenden Kenntnissen und Vollmachten ausgestattete SS- Obergruppenführer war zu Kriegsende der Hauptverantwortliche für die Projekte Olga und S-III.
Er war der Befehlshaber über alle deutschen Hochtechnologieprojekte und Untertageverlagerungen.
Nach Kriegsende gelang es Kammler unterzutauchen.
Seine Spur verliert sich 1946 in Prag.
Nach Kriegsende versuchten die Sowjets, die DDR- Stasi, aber auch Schatzsucher, Hobbyhistoriker und Höhlenforscher, dem Rätsel um das Jonastal auf die Spur zu kommen.
Bisher gelang niemandem ein Existenznachweis der unterirdischen Produktionsanlagen der "Wunderwaffen".
Weitere Spurensuche...
In der Phase der Nutzung des Truppenübungsplatzes Ohrdruf wurde durch das damalige sowjetische Militär ein elektromagnetisches Feld vermessen, das sporadisch auftritt und seinen Ursprung im Untergrund hat.
Dieses Feld erzeugt möglicherweise einen Effekt, ähnlichen dem der Piezoelektrizität, woraufhin sich bewegende Lichter, Feuerbälle(Kugelblitzphänomen) etc. beobachtet werden können.
Freilich wird man an dieser Stelle die Frage aufwerfen, ob eine unterirdische Energieerzeugungsanlage, die solche Effekte verursacht, überhaupt denkbar ist.
Und das Kurioseste an der Sache ist das Problem, daß sie nach mehreren Jahrzehnten immer noch zu funktionieren scheint.
Seit dem Abzug der Sowjets Anfang der neunziger Jahre ist das Jonastal aber nunmehr Ziel unzähliger Schatzsucher, die hier zum Beispiel das berühmte St. Petersburger Bernsteinzimmer vermuten.
Es gibt auch deutliche Hinweise, daß die SS hier andere Kunstguttransporte eingelagert hat und die Zugänge zu den fertiggestellten Bereichen vor Verlassen der Baustelle verschlossen hat.
Diese unterirdischen Tresore waren aber nicht erst als Schatzverstecke errichtet worden, nein, es gibt sehr deutliche Hinweise, daß die unterirdischen Katakomben und Tunnelsysteme technologischen und produktionstechnischen Zwecken dienten, die allerhöchste Priorität hatten und mit höchsten Geheimhaltungsstufen verbunden waren.
Das dokumentiert unter anderem auch das seltsame Verhalten des US-Militärs, das im April 1945 das Gebiet eroberte.
Vom 1. auf den 2. April 1945 stieß General Pattons 3. Armee zielgerichtet auf Thüringen vor.
Der keilförmige Angriff lief unter dem Decknamen »operation eclipse« - »Operation Verfinsterung«.
General Patton trieb seine Soldaten zur Eile an. Als die Parlamentäre der 89. Infanteriedivision noch um die Übergabe von Eisenach verhandelten, war die Speerspitze der US-Truppen längst an der Stadt vorbeigestoßen. Diese hatte als Ziele die Städte Ohrdruf und Arnstadt ausgewählt.
Zu Arnstadt heißt es, daß Hitler und seine Gefolgschaft planen, in ein noch nicht fertiggestelltes Hauptquartier drei Kilometer westlich der Stadt zu ziehen.
Die Amerikaner kannten sogar den Decknamen - »S 3« - und vermuteten, daß der Führerbunker fünf unterirdische Schächte hatte.
Der US-Generalstab war demnach über die Aktivitäten der Deutschen in Thüringen wohlinformiert.
Aus den Chroniken der 89. US-Infanterie-Division ist zu entnehmen, daß sie bei ihrem weiteren Vorstoß Richtung Osten von Friedrichroda über Ohrdruf nach Arnstadt marschierte.
Genaue Recherchen brachten ein verblüffendes Bild zu Vorschein:
Als die US- Truppen am 4. April Ohrdruf erreicht hatten, schien sie das Jonastalgebiet sechs Tage nicht zu interessieren. Und das, obwohl eine Kompanie nur wenige hundert Meter entfernt in Stellung lag.
Erst am 10. April marschierten die Kampfverbände weiter.
In einer Zangenbewegung gingen sie um das Tal herum und trafen sich wieder in Arnstadt.
Doch auch hier kehrten sie dem Jonastal den Rücken.
Es scheint so, daß die regulären US-Truppen von der Existenz der unterirdischen Anlage keine Kenntnis hatten.
Es fehlen auch alle Angaben darüber, welche Spezialeinheiten das Jonastal freikämpften, lag hier doch unter anderem eine ungarische SS-Einheit.
Dokumentiert ist nur das KZ-Außenlager Espenfeld, das die Amerikaner unweit der Baustelle im Jonastal entdeckten.
Doch auch nachdem der amerikanische Oberbefehlshaber und seine Generäle das KZ in Ohrdruf inspiziert hatten, stellte niemand öffentlich die Frage, wofür es überhaupt errichtet worden war.
Dabei wußten die Generäle längst, daß sich im Jonastal eine Großbaustelle der SS befand.
Wohin sie am Nachmittag des 12. April 45 fuhren, haben sie in ihren Memoiren nicht verraten.
Diese sind wohl genauso unvollständig wie die zugänglichen Dokumente der Spezialeinheiten, die den Auftrag hatten, das Jonastal zu erkunden.
Etwa das Bestandsverzeichnis der Luftbilder vom 9. Januar 1945. Es ist ein eindeutiger Beleg dafür, daß auch das Jonastal fotografiert wurde.
Doch ausgerechnet die Fotos von der Großbaustelle sind aus dem Archiv entfernt worden.
Weiße Flecken gibt es auch in den Unterlagen der Aufklärungstruppe.
Für das Gebiet zwischen Ohrdruf und Arnstadt waren die Aufklärer der 89. Infanterie-Division zuständig.
Eigentlich hätte ihr Tagebuch eine Antwort darauf geben müssen, was die Amerikaner in den
Muschelkalkhängen vorgefunden haben.
Doch ausgerechnet die Eintragungen zwischen dem 8. April 13.35 Uhr und dem 11. April 19.35 Uhr fehlen.
Jener Zeitabschnitt also, in dem sie das Tal erkundet haben müßten.
Diese Beispiele legen den Verdacht nahe, daß die Amerikaner ein Interesse hatten, das Zielobjekt im Jonastal bewußt aus den Dokumenten herauszuhalten.
Und selbst dort, wo es Erwähnung findet, fehlt der Hinweis auf die unterirdische Anlage.
Die Protokolle über das, was die Amerikaner tatsächlich vorfanden, liegen in den National Archives in Washington. Doch bis heute sind noch viele Dokumente unter Verschluß.
Anlaufstelle für die US-Militärakten ist die Außenstelle in Sudland.
Der Historiker Willi Korte recherchierte hier.
Er hat sich in Amerika einen Namen gemacht, als er nach intensiven Quellenstudien den Nachweis erbrachte, welcher US-Offizier den Quedlinburger Domschatz geraubt hatte.
Im Fall Ohrdruf fand Korte Belege dafür, daß die Besatzer in der näheren Umgebung mehrere hundert Tonnen Dokumente abtransportiert haben.
Sie stammten von hohen deutschen Militär- und Regierungsstellen.
Ein Teil von ihnen wurde in den »US-Reports« als Staatsdokumente der obersten Geheimhaltungsstufe klassifiziert. In den meterlangen Aktenbeständen der in Frage kommenden US-Divisionen fand Korte aber
keinen einzigen Bericht über das unterirdische System im Jonastal.
Korte darüber: »Ich bin nun seit über zehn Jahren hier in diesem Archiv tätig und habe an vielen solcher Probleme gearbeitet und normalerweise schlägt sich ein Vorgang wie das Jonastal, das ein ganzes Tal umfaßt, in den
Akten eindeutig nieder.
Warum also in diesem Fall das Jonastal sich praktisch in Akten überhaupt nicht niederschlägt, ist mir bisher völlig unerklärlich.
Ich kann also nur spekulieren.
Eine Möglichkeit ist natürlich, daß hier Geheimdienstinteressen Priorität hatten über irgendwelchen anderen Interessen der Militärs und daß sich möglicherweise deshalb in diesen Akten das nicht niederschlagen konnte, sondern in uns bisher noch unbekannten Geheimdienstakten niederschlägt.
Eine andere Erklärung wie die, daß es zum Beispiel im Jonastal nichts zu sehen gab, ist ja eher auszuschließen, weil die Sache war ja doch sehr umfangreich und die Akten haben ja zu anderen Vorgängen zum Teil sehr detaillierte Beschreibungen geboten.
Also ich tippe eher auf die Tatsache, daß hier etwas vorgefallen ist, was wir bisher noch nicht
haben recherchieren können.«
Viele glauben mittlerweile, daß die Geheimhaltung des US-Militärs und der -Behörden in Bezug auf das Jonastal und die damit verbundenen unterirdischen Systeme einen technologischen Hintergrund haben muß.
Und dieser hatte einen derart hohen Stellenwert, daß man bis heute an der Geheimhaltung festhält.
Bei aller gebotenen Zurückhaltung gibt es durchaus deutliche Hinweise auf die dort entwickelten und
angewandten Technologien: V-Waffen-Entwicklung (V1,V2), Atomforschung, Energieerzeugung nach Tesla- Prinzipien, Hochfrequenztechnik und sogenannte Todesstrahlwaffen.
Spekulationen? Wohl kaum. In relativer Nähe befand sich ein Atomforschungslabor (Stadtilm) und die Entwicklungsstätte des Nurflüglers Horton-IV (Waggonfabrik Gotha).
Hinweise für eine High-Tech-Region.
Es könnte - abschließend betrachtet - sein, daß die beobachteten Lichtphänomene, die anfänglich behelfsweise
als UFOs bezeichnet wurden, mit einem Teil dieser Technologien in Verbindung stehen.
Mag sein, daß diese Hypothese für manchen starker Tobak darstellt. Mag sein, daß mancher Bauchschmerzen bekommt, wenn er an die Konsequenzen denkt. Allerdings kann sich niemand von uns aussuchen, ob sich abzeichnende Wahrheiten einerseits bequem sind und anderseits ins zementierte Weltbild passen.
Ich habe in den letzten Jahren immer wieder feststellen müssen, daß das UFO-Phänomen zahlreiche Facetten aufweist und nicht nur mit einer These zu erklären sein wird.
Wie dem auch sei: Unklar bleibt zur Zeit noch, warum die beobachteten Feuerbälle im Wald sporadisch an derselben Stelle entstehen. Und warum es sich ausgerechnet um jenes Gebiet handelt, in dem die Angehörigen der 3. US-Armee unter General Patton 1945 unterirdische, mehrere Etagen tiefe Bunker und Fabrikanlagen aufgefunden haben... "
The Real Blaze
Jonastal eine unterirdische Stadt?
Interessant ist in diesem Zusammenhang eine von Fäth zitierte Aussage des US-Offiziers Robert S. Allen, der die unterirdischen Anlagen wie folgt beschrieb: "Die unterirdischen Anlagen waren erstaunlich. Sie waren richtige unterirdische Städte. In der Umgebung von Ohrdruf gab es vier davon: Eine nahe dem Konzentrationslager, eine unter dem Schloß (Burg Wachsenburg) und zwei westlich der Stadt. Andere wurden aus naheliegenden Orten gemeldet. Keine war in natürliche Höhlen oder Stollen gebaut. Alle waren künstliche, militärische Anlagen ... Mehr als achtzehn Meter unter Grund hatten die Anlagen zwei oder drei Etagen, waren mehrere Kilometer lang und waren wie die Speichen eines Rades gebaut. Die ganze Verschalung war aus massivem, mit Stahl verstärktem Beton ..."
Jonastal die Raketenschmiede -S III und Olga
Als Leitbetrieb für die Endmontage der vorwiegend flächenzerstörend wirkenden Rakete V2/A4 war das Versuchsserienwerk Karlshagen bei Peenemünde auf der Ostsee-Insel Usedom bestimmt worden. Darüber hinaus sollte die A4 auch in Wiener-Neustadt, (etwa fünfzig Kilometer südlich von Wien), Friedrichshafen am Bodensee und in Riga gefertigt werden.
Die Koordinierung der Zulieferungen mit der Endmontage wurde einem "Sonderausschuß A4" im Speer-Ministerium übertragen.
Noch war die Serienfertigung nicht angelaufen, als in der Nacht vom 17. zum 18. August 1943 Peenemünde und Karlshagen von 433 Bombern der britischen Luftwaffe zerstört wurden. Schon zwei Tage später, am 20. August 1943, notierte Speer:
"Der Führer ordnet auf Grund eines Vorschlages an, daß alle Maßnahmen ergriffen werden, um gemeinsam mit dem Reichsführer SS unter starker Einschaltung seiner Kräfte aus den Konzentrationslagern den Bau entsprechender Fertigungsanlagen und die Fertigung erneut voranzutreiben.
Der Führer entscheidet dabei, daß die bisherigen Anlagen lediglich so lange mit Nachdruck errichtet werden und darin gefertigt wird, bis eine endgültige Fertigung an gesicherten Orten und in gesicherter Form unter möglichst starker Heranziehung von Höhlen und sonst geeigneten Bunkerstellungen gewährleistet ist".
Die geeignete unterirdische Anlage wurde im Kohnsteinmassiv bei Nordhausen gefunden. Bereits am 28. August 1943 traf hier der erste Transport von KZ-Häftlingen, vor allem Baufachleute, aus Buchenwald ein.
Zum "Sonderbeauftragten für Baufragen der A4- Fertigung" wurde am 1. September 1943 der Chef der für Baufragen zuständigen Amtsgruppe C im Wirtschaftsverwaltungshauptamt der SS (WVHA), SS-Brigadeführer Dr. Ing. Hans Kammler, ernannt.

SS-Brigadeführer Dr. Ing. Hans Kammler ist nach dem Krieg spurlos verschwunden...
Die Verantwortung für das Gesamtobjekt, das die Bezeichnung "Mittelwerk GmbH" erhielt, oblag jedoch Albert Speers Ministerium für Rüstung und Kriegsproduktion.
Nur ganz wenige Unterlagen zu S III oder "Olga" sind uns überliefert. Dabei stand S III für das Bauvorhaben, und "Olga" war der Deckname für das Führerhauptquartier und zugleich für Ohrdruf. Ein großer Teil der Dokumente ist offenbar in den letzten Tagen des Dritten Reiches in Ohrdruf, Crawinkel und Berlin vernichtet worden.
Seltsamerweise blieben S III und "Olga" auch nach dem Krieg weitgehend unbekannt.
Das mag daran gelegen haben, daß das Gelände Teil des 1945 von der Roten Armee übernommenen Truppenübungsplatzes Ohrdruf war.
Selbst dem Militärwissenschaftlichen Forschungsamt der Bundeswehr war S III bis zum Herbst 1991 kein Begriff.
Dabei ist schon seine Vorgeschichte ein spannendes Kapitel.
Das Baubüro Kammler
Goebbels erzählte erstmals 1943 auch von unfehlbaren, alles entscheidenden Geheimwaffen, die sich der Führer vorbehalte, zum rechten Zeitpunkt einzusetzen. Es existierten diese "Wunderwaffen" tatsächlich bereits oder befanden sich im Entwicklungsstadium.
Die Kampfrakete A 4, die seit 1932 entwickelt wurde, war Anfang 1943 bis zur Serienfertigungsreife gekommen.
Am 10. Januar 1943 wies der Reichsminister für Rüstung und Kriegsproduktion, Albert Speer, an,
das A 4-Programm zur "totalgeschützten Fertigung" zu erklären.
Die SS war, unter Kammlers Leitung, lediglich für die Bauarbeiten sowie für die Beschaffung von Arbeitskräften, vorwiegend aus Konzentrationslagern, zuständig. In Kammlers Verantwortungsbereich fiel auch der Bau des KZ "Dora" bei Nordhausen.
Dort sowie bei der Errichtung des unterirdischen Endmontagebetriebs "Mittelwerk" im Kohnsteinmassiv, der im Eiltempo innerhalb von knapp 15 Monaten fertiggestellt war, und bei den Montagearbeiten in den Stollen kamen bis Ende März 1945 etwa 10 000 Häftlinge ums Leben, vornehmlich durch Entkräftung infolge Unterernährung.
Für die "Ausleihe" der Häftlinge gegen eine bestimmte Pachtgebühr an Fabriken des Rüstungsprogramms war die Abteilung W im Wirtschaftsverwaltungshauptamt zuständig, deren Chef (bis Juni 1943), Dr. Hans-Karl Hohberg, in Nürnberg später für sich beanspruchen konnte, weder der SS noch der NSDAP angehört zu haben.
Ein ganz normaler Beamter also und ein gläubiger Christ. Bei dem Bauauftrag "Dora" sollte es jedoch für den tüchtigen Brigadeführer Hans Kammler , der bald zum Gruppenführer (Generalleutnant) und 1945 gar zum Obergruppenführer (General einer Waffengattung oder eines Armeekorps) avancierte, nicht bleiben.
Ganz abgesehen davon, daß dem damals dreiundvierzigjährigen Ingenieur, der bis 1941 im Luftwaffenverwaltungsamt tätig war, auch der Einsatz der A 4-Raketen übertragen wurde.
ln zunehmendem Maße wurden seit 1944 rüstungswichtige Betriebe und reichswichtige Anlagen in unterirdische Anlagen verlegt. Das betraf besonders das sogenannte Jägerprogramm (Fertigung neuartiger Typen von Jagdflugzeugen, wie der Me 262) und das Geilenberg-Programm (benannt nach dem "Generalkommissar für die
Sofortmaßnahmen beim Reichsminister für Rüstung und Kriegsproduktion", Edmund Geilenberg) , nach dem als "Sofortmaßnahme" vor allem von Göring geforderte Kraftstoffhydrierwerke in bombensicheren Anlagen errichtet werden sollten.
Das letztgenannte Programm war vor allem deshalb so wichtig für das Überleben und den noch immer in Aussicht gestellten Endsieg, weil im August 1944 die rumänischen Ölquellen in russische Hand gefallen waren.
Statt 156 000 Tonnen Flugzeugbenzin im Mai 1944 konnten im September desselben Jahres nur noch 10 000 Tonnen erzeugt werden. Was nützten die modernsten Flugzeuge, wenn sie nicht fliegen konnten? Und Reichsmarschall Hermann Göring hatte sich einiges vorgenommen, um seinen und den Ruf seiner Luftwaffe wieder aufzupolieren.
Sein Jägerprogramm rangierte gleichwertig mit dem Geilenberg- Sonderprogramm und dem A 4 Programm. In einer mit dem 4. März 1944 datierten Weisung Görings heißt es
"Soweit es sich um die Schaffung bombensicherer Fertigungsstätten in größeren Höhlen oder neuen Stollen handelt, zieht der Reichsminister für Rüstung und Kriegsproduktion den Reichsführer SS für die
Durchführung der erforderlichen Baumaßnahmen zu. Die Bauaufgabe (Umfang und Ort) bestimmt der Reichsminister für Rüstung und Kriegsproduktion als Generalbevollmächtigter für die Regelung der Bauwirtschaft auf Vorschlag des R.d.L. (Reichsministerium der Luftfahrt - d.V.) und Ob.d.L. (Oberbefehlshaber der Luftwaffe - d.V.).
Der Reichsführer SS Himmler überträgt die Durchführung der erforderlichen Baumaßnahmen dem Chef des SS Wirtschaftsverwaltungshauptamtes - SS-Obergruppenführer und General der Waffen-SS Pohl - und bestellt als verantwortlichen Leiter den SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Waffen-SS, Dr. Ing. Kammler.
Der Reichsführer SS stellt Schutzhäftlinge in ausreichendem Maße als Hilfskräfte für Bau und Fertigung.
Unter Kammlers Leitung entstand danach außer der Höhlenfabrik bei Nordhausen für die A4-Fertigung ein ganzes Netz unterirdischer Produktionsanlagen. So gab es allein acht Vorhaben für den Bau unterirdischer Flugzeugmontagewerke. Eines davon, in einer riesigen Stollenanlage bei Kahla in Thüringen, sollte monatlich bis zu 1 500 Düsenjäger Me 262 produzieren.

Skizze vom Walpersberg mit Startbahn
Am 21. Februar 1945 startet in Kahla der erste produzierte Abfangjäger vom Typ Me 262 von der Piste oberhalb des Walpersberges. 26 Maschinen später beendeten amerikanische Truppen die Produktion.
Kammler avancierte auf diese Weise zu einem der einflußreichsten Männer in der SS- Hierarchie, gleichrangig mit seinem einstigen Chef, Oswald Pohl, und konnte sich einen Apparat aufbauen, der vom Wirtschaftsverwaltungshauptamt so gut wie unabhängig wirkte. An der Spitze des Unternehmens stand das "Baubüro Dr. Ing. Kammler" in Berlin-Grunewald, Taunusstraße 8. Diesem Stabsquartier unterstanden mehrere SS-Sonderinspektionen, und denen wiederum die SS-Führungsstäbe A, B und S.
Dabei stand A für Maßnahmen zur Verlagerung der Rüstungsendfertigung, B für Maßnahmen zur Verlagerung der Zulieferindustrie, S für Sondermaßnahmen.
Kammler galt schließlich als der alles entscheidende Experte auf dem Gebiet der bombensicheren Verlagerung.
Er verfügte sogar über einen eigenen Apparat des Sicherheitsdienstes (SD).
Der jeweilige Führungsstab, der immer von einem Architekten im SS-Offiziersrang geleitet wurde, bestand in der Regel aus etwa zwanzig Angehörigen.
Er war für die Ausführung der örtlichen Bauarbeiten sowie für die Heranziehung von Häftlingen und dienstverpflichteten Zivilisten auf Anforderung der für das betreffende Vorhaben eingesetzten Privatfirmen zuständig.
Interessant ist in diesem Zusammenhang eine von Fäth zitierte Aussage des US-Offiziers Robert S. Allen, der die unterirdischen Anlagen wie folgt beschrieb: "Die unterirdischen Anlagen waren erstaunlich. Sie waren richtige unterirdische Städte. In der Umgebung von Ohrdruf gab es vier davon: Eine nahe dem Konzentrationslager, eine unter dem Schloß (Burg Wachsenburg) und zwei westlich der Stadt. Andere wurden aus naheliegenden Orten gemeldet. Keine war in natürliche Höhlen oder Stollen gebaut. Alle waren künstliche, militärische Anlagen ... Mehr als achtzehn Meter unter Grund hatten die Anlagen zwei oder drei Etagen, waren mehrere Kilometer lang und waren wie die Speichen eines Rades gebaut. Die ganze Verschalung war aus massivem, mit Stahl verstärktem Beton ..."
Jonastal die Raketenschmiede -S III und Olga
Als Leitbetrieb für die Endmontage der vorwiegend flächenzerstörend wirkenden Rakete V2/A4 war das Versuchsserienwerk Karlshagen bei Peenemünde auf der Ostsee-Insel Usedom bestimmt worden. Darüber hinaus sollte die A4 auch in Wiener-Neustadt, (etwa fünfzig Kilometer südlich von Wien), Friedrichshafen am Bodensee und in Riga gefertigt werden.
Die Koordinierung der Zulieferungen mit der Endmontage wurde einem "Sonderausschuß A4" im Speer-Ministerium übertragen.
Noch war die Serienfertigung nicht angelaufen, als in der Nacht vom 17. zum 18. August 1943 Peenemünde und Karlshagen von 433 Bombern der britischen Luftwaffe zerstört wurden. Schon zwei Tage später, am 20. August 1943, notierte Speer:
"Der Führer ordnet auf Grund eines Vorschlages an, daß alle Maßnahmen ergriffen werden, um gemeinsam mit dem Reichsführer SS unter starker Einschaltung seiner Kräfte aus den Konzentrationslagern den Bau entsprechender Fertigungsanlagen und die Fertigung erneut voranzutreiben.
Der Führer entscheidet dabei, daß die bisherigen Anlagen lediglich so lange mit Nachdruck errichtet werden und darin gefertigt wird, bis eine endgültige Fertigung an gesicherten Orten und in gesicherter Form unter möglichst starker Heranziehung von Höhlen und sonst geeigneten Bunkerstellungen gewährleistet ist".
Die geeignete unterirdische Anlage wurde im Kohnsteinmassiv bei Nordhausen gefunden. Bereits am 28. August 1943 traf hier der erste Transport von KZ-Häftlingen, vor allem Baufachleute, aus Buchenwald ein.
Zum "Sonderbeauftragten für Baufragen der A4- Fertigung" wurde am 1. September 1943 der Chef der für Baufragen zuständigen Amtsgruppe C im Wirtschaftsverwaltungshauptamt der SS (WVHA), SS-Brigadeführer Dr. Ing. Hans Kammler, ernannt.

SS-Brigadeführer Dr. Ing. Hans Kammler ist nach dem Krieg spurlos verschwunden...
Die Verantwortung für das Gesamtobjekt, das die Bezeichnung "Mittelwerk GmbH" erhielt, oblag jedoch Albert Speers Ministerium für Rüstung und Kriegsproduktion.
Nur ganz wenige Unterlagen zu S III oder "Olga" sind uns überliefert. Dabei stand S III für das Bauvorhaben, und "Olga" war der Deckname für das Führerhauptquartier und zugleich für Ohrdruf. Ein großer Teil der Dokumente ist offenbar in den letzten Tagen des Dritten Reiches in Ohrdruf, Crawinkel und Berlin vernichtet worden.
Seltsamerweise blieben S III und "Olga" auch nach dem Krieg weitgehend unbekannt.
Das mag daran gelegen haben, daß das Gelände Teil des 1945 von der Roten Armee übernommenen Truppenübungsplatzes Ohrdruf war.
Selbst dem Militärwissenschaftlichen Forschungsamt der Bundeswehr war S III bis zum Herbst 1991 kein Begriff.
Dabei ist schon seine Vorgeschichte ein spannendes Kapitel.
Das Baubüro Kammler
Goebbels erzählte erstmals 1943 auch von unfehlbaren, alles entscheidenden Geheimwaffen, die sich der Führer vorbehalte, zum rechten Zeitpunkt einzusetzen. Es existierten diese "Wunderwaffen" tatsächlich bereits oder befanden sich im Entwicklungsstadium.
Die Kampfrakete A 4, die seit 1932 entwickelt wurde, war Anfang 1943 bis zur Serienfertigungsreife gekommen.
Am 10. Januar 1943 wies der Reichsminister für Rüstung und Kriegsproduktion, Albert Speer, an,
das A 4-Programm zur "totalgeschützten Fertigung" zu erklären.
Die SS war, unter Kammlers Leitung, lediglich für die Bauarbeiten sowie für die Beschaffung von Arbeitskräften, vorwiegend aus Konzentrationslagern, zuständig. In Kammlers Verantwortungsbereich fiel auch der Bau des KZ "Dora" bei Nordhausen.
Dort sowie bei der Errichtung des unterirdischen Endmontagebetriebs "Mittelwerk" im Kohnsteinmassiv, der im Eiltempo innerhalb von knapp 15 Monaten fertiggestellt war, und bei den Montagearbeiten in den Stollen kamen bis Ende März 1945 etwa 10 000 Häftlinge ums Leben, vornehmlich durch Entkräftung infolge Unterernährung.
Für die "Ausleihe" der Häftlinge gegen eine bestimmte Pachtgebühr an Fabriken des Rüstungsprogramms war die Abteilung W im Wirtschaftsverwaltungshauptamt zuständig, deren Chef (bis Juni 1943), Dr. Hans-Karl Hohberg, in Nürnberg später für sich beanspruchen konnte, weder der SS noch der NSDAP angehört zu haben.
Ein ganz normaler Beamter also und ein gläubiger Christ. Bei dem Bauauftrag "Dora" sollte es jedoch für den tüchtigen Brigadeführer Hans Kammler , der bald zum Gruppenführer (Generalleutnant) und 1945 gar zum Obergruppenführer (General einer Waffengattung oder eines Armeekorps) avancierte, nicht bleiben.
Ganz abgesehen davon, daß dem damals dreiundvierzigjährigen Ingenieur, der bis 1941 im Luftwaffenverwaltungsamt tätig war, auch der Einsatz der A 4-Raketen übertragen wurde.
ln zunehmendem Maße wurden seit 1944 rüstungswichtige Betriebe und reichswichtige Anlagen in unterirdische Anlagen verlegt. Das betraf besonders das sogenannte Jägerprogramm (Fertigung neuartiger Typen von Jagdflugzeugen, wie der Me 262) und das Geilenberg-Programm (benannt nach dem "Generalkommissar für die
Sofortmaßnahmen beim Reichsminister für Rüstung und Kriegsproduktion", Edmund Geilenberg) , nach dem als "Sofortmaßnahme" vor allem von Göring geforderte Kraftstoffhydrierwerke in bombensicheren Anlagen errichtet werden sollten.
Das letztgenannte Programm war vor allem deshalb so wichtig für das Überleben und den noch immer in Aussicht gestellten Endsieg, weil im August 1944 die rumänischen Ölquellen in russische Hand gefallen waren.
Statt 156 000 Tonnen Flugzeugbenzin im Mai 1944 konnten im September desselben Jahres nur noch 10 000 Tonnen erzeugt werden. Was nützten die modernsten Flugzeuge, wenn sie nicht fliegen konnten? Und Reichsmarschall Hermann Göring hatte sich einiges vorgenommen, um seinen und den Ruf seiner Luftwaffe wieder aufzupolieren.
Sein Jägerprogramm rangierte gleichwertig mit dem Geilenberg- Sonderprogramm und dem A 4 Programm. In einer mit dem 4. März 1944 datierten Weisung Görings heißt es
"Soweit es sich um die Schaffung bombensicherer Fertigungsstätten in größeren Höhlen oder neuen Stollen handelt, zieht der Reichsminister für Rüstung und Kriegsproduktion den Reichsführer SS für die
Durchführung der erforderlichen Baumaßnahmen zu. Die Bauaufgabe (Umfang und Ort) bestimmt der Reichsminister für Rüstung und Kriegsproduktion als Generalbevollmächtigter für die Regelung der Bauwirtschaft auf Vorschlag des R.d.L. (Reichsministerium der Luftfahrt - d.V.) und Ob.d.L. (Oberbefehlshaber der Luftwaffe - d.V.).
Der Reichsführer SS Himmler überträgt die Durchführung der erforderlichen Baumaßnahmen dem Chef des SS Wirtschaftsverwaltungshauptamtes - SS-Obergruppenführer und General der Waffen-SS Pohl - und bestellt als verantwortlichen Leiter den SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Waffen-SS, Dr. Ing. Kammler.
Der Reichsführer SS stellt Schutzhäftlinge in ausreichendem Maße als Hilfskräfte für Bau und Fertigung.
Unter Kammlers Leitung entstand danach außer der Höhlenfabrik bei Nordhausen für die A4-Fertigung ein ganzes Netz unterirdischer Produktionsanlagen. So gab es allein acht Vorhaben für den Bau unterirdischer Flugzeugmontagewerke. Eines davon, in einer riesigen Stollenanlage bei Kahla in Thüringen, sollte monatlich bis zu 1 500 Düsenjäger Me 262 produzieren.

Skizze vom Walpersberg mit Startbahn
Am 21. Februar 1945 startet in Kahla der erste produzierte Abfangjäger vom Typ Me 262 von der Piste oberhalb des Walpersberges. 26 Maschinen später beendeten amerikanische Truppen die Produktion.
Kammler avancierte auf diese Weise zu einem der einflußreichsten Männer in der SS- Hierarchie, gleichrangig mit seinem einstigen Chef, Oswald Pohl, und konnte sich einen Apparat aufbauen, der vom Wirtschaftsverwaltungshauptamt so gut wie unabhängig wirkte. An der Spitze des Unternehmens stand das "Baubüro Dr. Ing. Kammler" in Berlin-Grunewald, Taunusstraße 8. Diesem Stabsquartier unterstanden mehrere SS-Sonderinspektionen, und denen wiederum die SS-Führungsstäbe A, B und S.
Dabei stand A für Maßnahmen zur Verlagerung der Rüstungsendfertigung, B für Maßnahmen zur Verlagerung der Zulieferindustrie, S für Sondermaßnahmen.
Kammler galt schließlich als der alles entscheidende Experte auf dem Gebiet der bombensicheren Verlagerung.
Er verfügte sogar über einen eigenen Apparat des Sicherheitsdienstes (SD).
Der jeweilige Führungsstab, der immer von einem Architekten im SS-Offiziersrang geleitet wurde, bestand in der Regel aus etwa zwanzig Angehörigen.
Er war für die Ausführung der örtlichen Bauarbeiten sowie für die Heranziehung von Häftlingen und dienstverpflichteten Zivilisten auf Anforderung der für das betreffende Vorhaben eingesetzten Privatfirmen zuständig.
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