Foren » Forum » Verbotene und zensierte Medien nach 1945 » DB-en verbotener Bücher in der SBZ bzw. DDR
Schwabe
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Deutsche Verwaltung für Volksbildung in der sowjetischen Besatzungszone,
Liste der auszusondernden Literatur Vorläufige Ausgabe * klick *
Berlin: Zentralverlag, 1946
Deutsche Verwaltung für Volksbildung in der sowjetischen Besatzungszone,
Liste der auszusondernden Literatur Erster Nachtrag * klick *
Berlin: Zentralverlag, 1947
Deutsche Verwaltung für Volksbildung in der sowjetischen Besatzungszone,
Liste der auszusondernden Literatur Zweiter Nachtrag * klick *
Berlin: Deutscher Zentralverlag, 1948
Ministerium für Volksbildung der Deutschen Demokratischen Republik,
Liste der auszusondernden Literatur Dritter Nachtrag * klick *
Berlin: VEB Deutscher Zentralverlag, 1953
Zum Stöbern:
Datenbank: Schrift und Bild 1900-1960
Infos zu betroffenen Personen, Firmen und Institutionen von A - Z * klick *
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Limes
Zitat:
Büchervernichtung.
Im Gegensatz zu den Bücherverboten samt öffentlichkeitswirksamen Verbrennungen unter dem NS-Regime
ist die umfangreiche Büchervernichtung durch die Siegermächte nach 1945 kaum bekannt.
Einem Befehl des obersten Chefs der Sowjetischen Militärverwaltung aus dem September 1945 folgend, wurde am 13. Mai 1946
der „Befehl Nr. 4“ des Alliierten Kontrollrats erlassen, „die Einziehung von Literatur und Werken nationalsozialistischen und
militaristischen Charakters betreffend“. Danach gab die Deutsche Verwaltung für Volksbildung in der sowjetischen Besatzungszone
amtlich verbindliche „Listen der auszusondernden Literatur“ heraus, auf die auch in den Westzonen zurückgegriffen wurde.
Der ersten Liste von 1946 wurden 1947, 1948 und 1952 Nachträge mit insgesamt fast 35.000 Buchtiteln nachgereicht.
1983 wurden sie in der „Toppenstedter Reihe“ des Verlages Uwe Berg als Reprints herausgegeben, die allerdings bald vergriffen waren.
Nun hat derselbe Verlag in seiner „Sammlung bibliographischer Hilfsmittel zur Erforschung der Konservativen Revolution
und des Nationalsozialismus“ als Bände 1, 2, 3 und 8 diese „Liste“ und deren Nachträge neu herausgegeben.
Neben NS-ideologischen Werken und der kompletten Lehrliteratur von 1933 bis 1945 finden sich hierin unzählige Werke
nicht-nationalsozialistischer Weltanschauung, denen wie bei Ernst von Salomon, Edwin Dwinger, Gottfried Benn oder Carl Schmitt
und allen kritischen Werken zum Versailler Vertrag nach 1919 aber ein „militaristischer“ Impetus unterstellt wurde
(Liste der auszusondernden Literatur. Toppenstedt 2007, 4 Bände, broschiert, insgesamt 1.311 Seiten, zusammen 61 Euro).
Quelle: Junge Freiheit vom 11. Mai 2007
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