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The Real Blaze
Groß-Wien

Die Führermeinung über Groß-Wien: "Die Stadt ist in meinen Augen eine Perle! Ich werde sie in jene Fassung bringen, die dieser Perle würdig ist"
Nach dem Anschluss der Ostmark an das Deutsche Reich entwickelte man großartige kommunalpolitische Pläne als auch großzügige Bauvorhaben für Wien.
Nach der vollzogenen Gebietserweiterung Wiens sollten die neu erschlossenen Gebiete rasch infrastrukturell erschlossen sowie die zahlreichen Baulücken nach und nach geschlossen werden. Wien sollte zur flächenmäßig zur größten Stadt des Reiches ausgebaut werden.
Im Herbst 1938 wurde die erste nationalsozialistische Siedlung der Ostmark der SA-Dankopfersiedlung Leopoldau fertiggestellt. 1939 wurde schließlich ein umfangreiches Wohnbauprogramm vorgestellt, das eine Errichtung von 60.000 neuen Wohnungen vorsah. 12.000 dieser geplanten Wohnungen waren Teil eines besonderen Sofort-Wohnprogrammes, das besonders schnell realisiert werden sollte. Die treibende Kraft für dieses Aufbauprogramm war anfangs Wiens erster NS-Bürgermeister Dr. Hermann Neubacher. Groß-Wien sollte schon wegen seiner Grenzlage im Großdeutschen Reich nicht ins Abseits geraten.
Etwa 3.000 neue Wohnungen wurden geschaffen. Die größte neu errichtete Siedlung war die Wienerfeld-Siedlung West und Ost im Süden Groß-Wiens mit 500 Wohnungen. Viele der neuen Wohnungen wurden jedoch in kleineren Baulücken im dichter besiedelten Gebiet Wiens errichtet.

Groß-Wien sollte flächenmäßig zur größten Stadt Großdeutschlands ausgebaut werden
Der infrastrukturelle Ausbau der Stadt betraf stark den Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel. Die neuen Randbezirke sollten rasch an das öffentliche Verkehrssystem des alten Stadtgebietes angepasst werden. So wurde beispielsweise eine S-Bahn-Linie bis Franzensdorf geplant, um die ehemaligen Marchfeldgemeinden im Osten besser erreichen zu können.
Die dünn besiedelten Gebiete am neuen Stadtrand sollten durch ein neu geschaffenes Obusnetz mit der Innenstadt verbunden werden. 1943 begann man mit dem Bau der ersten zwei Linien nach Salmannsdorf sowie Klosterneuburg. Hierfür wurden fünf Unterwerke, davon eines in Klosterneuburg, errichtet, sowie (ebenfalls in Klosterneuburg) eine Reichspostgarage für diese Strecke adaptiert. Das Obusnetz sollte dann noch weiter ausgebaut und betrieben werden.
Das Zentrum Wiens sollte durch eine U-Bahn erschlossen werden. Die Planungen hierfür übernahm die Siemens Bauunion.
Unmittelbar nach dem Besuch des Führers im Wiener Rathaus am 9. April 1938 befaßte man sich mit Hitlers ausdrücklicher Zustimmung mit einer großangelegten
Gebietserweiterung der Stadt nach dem Vorbild von "Groß-Hamburg". Im Großraum Wien sollten auch ein Binnenhafen und Stützpunkte für Wehrmacht und Luftwaffe (Wehrkreis XVII) entstehen.
Hitler vertrat aber auch den Standpunkt, daß Planungen im
Stil von Berlin oder München der ohnehin bestehenden Ausstrahlung Wiens nicht gut tun würde, so daß eine großzügige Umgestaltung nicht für notwendig erachtet wurde.
Hitler und Gauleiter Josef Bürckel kamen zum Schluss, Wien städtebaulich zu größtenteils nur zu konservieren.

Der Führer über das alte Wien: „Ich lief die Tage vom frühen Morgen bis in die späte Nacht von einer Sehenswürdigkeit zur anderen, allein es waren immer nur Bauten, die mich in erster Linie fesselten. Stundenlang konnte ich so vor der Oper stehen, stundenlang das Parlament bewundern; die ganze Ringstraße wirkte auf mich wie ein Zauber aus Tausend und einer Nacht."
Und genau dieses Faszinantion war es die Hitler konservieren wollte...
Moderne Ausbaupläne existierten trotzdem schon. Dr. Ing. Pöcher aus dem Privatbüro Albert Speers hatte aus schon vor dem Anschluß entsprechende Pläne für Wien angefertigt. Wenn auch Speer nachweislich in keiner Phase an der Wiener Stadtplanung mitgearbeitet hat, so waren wohl einige seiner engsten Mitarbeiter wie Xaver Dorsch, Hans Kamper, Hanns Dustmann und Friedrich Tamms beteiligt.

der Pöcher-Kuppelbau für Wien
Pöcher plante am Donauufer, nahe dem heutigen Donauturm, einen 350 m hohen steinernen Kuppelbau für rund 100.000 Menschen, ganz wie der berühmte Speer-Dom für Berlin.
In über 100 m Höhe war eine "Via triumphalis" auf riesigen Viaduktbögen geplant, die von der Votivkirche am Ring über den Gaußplatz in der Brigittenau bis auf den Kahlenberg zu einem Ehrenmal führen sollte. Die Weinhänge von
Sievering und Grinzing wollte man dabei überspannen...
Dieses Groß-Projekt war Anlass, daß in der Folge eine Reihe von Machbarkeitsstudien erstellt wurden.
Wiens zweiter Gauleiter Baldur von Schirach und seine Planungsstelle unter seinem Schwager Hanns
Dustmann waren von der Idee einer "Neugestaltung" Groß-Wiens ebenfalls begeistert.
Grundsätzlich hätte Wien näher an die Donau gerückt werden sollen durch zwei monumentale, parallel verlaufende Straßenachsen, die vom jeweiligen Endpunkt der Ringstraße (Schottenring und Urania) bis über die Donau zu einem neuen Donauforum im Bereich der Alten Donau geführt hätten werden sollen. Die Vorschläge griffen entweder zurück auf barocke Vorbilder oder auf gründerzeitliche Vorstellungen. In den Jahren 1940 bis 1942 betraute Schirach den deutschen Reichsarchitekten Hanns Dustmann mit den Neugestaltungsplanungen für Wien.
Mit Kriegsbeginn wurden sämtliche Umbaupläne auf Eis gelegt. Was nach einem möglichen Sieg realisiert worden wäre ist nicht sicher.
Auch der Bau einer Stadtautobahn und eines Autobahnringes sollte erfolgen. 1940 erfolgten dazu bereits viele Grundeinlösungen und die ersten Brückenbauten für die heutige A21, die erst in den 1970er Jahren - größtenteils nach der alten Trassierung - gebaut wurde. Auch die heutige S1 wurde damals bereits projektiert, musste aber nach den heutigen Gegebenheiten umgeplant werden.
Bei Groß-Enzersdorf und Schwechat, im neuen Süden Groß-Wiens, sollten zudem hochseetüchtige Donauhäfen entstehen. Dies sollte im Zusammenhang mit der geplanten Eröffnung des Rhein-Main-Donau- und des Donau-Oder-Kanals im Jahre 1945 geschehen.
Die neuen Häfen sollten des Weiteren eine Ansiedlung von Industriebetrieben nach sich ziehen. Neben den geplanten Donauhäfen kam es zu einer tatsächlichen Errichtung eines Getreidehafens in Albern, nahe Schwechat. 1939 bis 1942 wurde er errichtet, über den Getreide aus Ost- und Südosteuropa nach Deutschland transportiert wurde.
Um für einen möglichen Luftkrieg gewappnet zu sein wurden in Wien Flaktürme errichtet. Die drei fertig gestellten Flakturmpaare stehen bis heute in der Stadt.

Flakturm Augarten in Wien
Nach dem Sieg sollten sie mit Marmor verkleidet werden und als Denkmäler für die gefallenen deutschen Soldaten dienen.
Zu den militärischen Neubauten gehörte die Errichtung eines Stützpunktes der deutschen Luftwaffe und einer Luftkampfschule bei Wien-Seyring. Auch der Flughafen Wien-Schwechat geht auf einen Militärflugplatz zurück, der damals in Groß-Wien errichtet wurde.
Primärquelle: wikipedia
[ Editiert von Administrator The Real Blaze am 06.05.08 21:54 ]

Die Führermeinung über Groß-Wien: "Die Stadt ist in meinen Augen eine Perle! Ich werde sie in jene Fassung bringen, die dieser Perle würdig ist"
Nach dem Anschluss der Ostmark an das Deutsche Reich entwickelte man großartige kommunalpolitische Pläne als auch großzügige Bauvorhaben für Wien.
Nach der vollzogenen Gebietserweiterung Wiens sollten die neu erschlossenen Gebiete rasch infrastrukturell erschlossen sowie die zahlreichen Baulücken nach und nach geschlossen werden. Wien sollte zur flächenmäßig zur größten Stadt des Reiches ausgebaut werden.
Im Herbst 1938 wurde die erste nationalsozialistische Siedlung der Ostmark der SA-Dankopfersiedlung Leopoldau fertiggestellt. 1939 wurde schließlich ein umfangreiches Wohnbauprogramm vorgestellt, das eine Errichtung von 60.000 neuen Wohnungen vorsah. 12.000 dieser geplanten Wohnungen waren Teil eines besonderen Sofort-Wohnprogrammes, das besonders schnell realisiert werden sollte. Die treibende Kraft für dieses Aufbauprogramm war anfangs Wiens erster NS-Bürgermeister Dr. Hermann Neubacher. Groß-Wien sollte schon wegen seiner Grenzlage im Großdeutschen Reich nicht ins Abseits geraten.
Etwa 3.000 neue Wohnungen wurden geschaffen. Die größte neu errichtete Siedlung war die Wienerfeld-Siedlung West und Ost im Süden Groß-Wiens mit 500 Wohnungen. Viele der neuen Wohnungen wurden jedoch in kleineren Baulücken im dichter besiedelten Gebiet Wiens errichtet.

Groß-Wien sollte flächenmäßig zur größten Stadt Großdeutschlands ausgebaut werden
Der infrastrukturelle Ausbau der Stadt betraf stark den Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel. Die neuen Randbezirke sollten rasch an das öffentliche Verkehrssystem des alten Stadtgebietes angepasst werden. So wurde beispielsweise eine S-Bahn-Linie bis Franzensdorf geplant, um die ehemaligen Marchfeldgemeinden im Osten besser erreichen zu können.
Die dünn besiedelten Gebiete am neuen Stadtrand sollten durch ein neu geschaffenes Obusnetz mit der Innenstadt verbunden werden. 1943 begann man mit dem Bau der ersten zwei Linien nach Salmannsdorf sowie Klosterneuburg. Hierfür wurden fünf Unterwerke, davon eines in Klosterneuburg, errichtet, sowie (ebenfalls in Klosterneuburg) eine Reichspostgarage für diese Strecke adaptiert. Das Obusnetz sollte dann noch weiter ausgebaut und betrieben werden.
Das Zentrum Wiens sollte durch eine U-Bahn erschlossen werden. Die Planungen hierfür übernahm die Siemens Bauunion.
Unmittelbar nach dem Besuch des Führers im Wiener Rathaus am 9. April 1938 befaßte man sich mit Hitlers ausdrücklicher Zustimmung mit einer großangelegten
Gebietserweiterung der Stadt nach dem Vorbild von "Groß-Hamburg". Im Großraum Wien sollten auch ein Binnenhafen und Stützpunkte für Wehrmacht und Luftwaffe (Wehrkreis XVII) entstehen.
Hitler vertrat aber auch den Standpunkt, daß Planungen im
Stil von Berlin oder München der ohnehin bestehenden Ausstrahlung Wiens nicht gut tun würde, so daß eine großzügige Umgestaltung nicht für notwendig erachtet wurde.
Hitler und Gauleiter Josef Bürckel kamen zum Schluss, Wien städtebaulich zu größtenteils nur zu konservieren.

Der Führer über das alte Wien: „Ich lief die Tage vom frühen Morgen bis in die späte Nacht von einer Sehenswürdigkeit zur anderen, allein es waren immer nur Bauten, die mich in erster Linie fesselten. Stundenlang konnte ich so vor der Oper stehen, stundenlang das Parlament bewundern; die ganze Ringstraße wirkte auf mich wie ein Zauber aus Tausend und einer Nacht."
Und genau dieses Faszinantion war es die Hitler konservieren wollte...
Moderne Ausbaupläne existierten trotzdem schon. Dr. Ing. Pöcher aus dem Privatbüro Albert Speers hatte aus schon vor dem Anschluß entsprechende Pläne für Wien angefertigt. Wenn auch Speer nachweislich in keiner Phase an der Wiener Stadtplanung mitgearbeitet hat, so waren wohl einige seiner engsten Mitarbeiter wie Xaver Dorsch, Hans Kamper, Hanns Dustmann und Friedrich Tamms beteiligt.

der Pöcher-Kuppelbau für Wien
Pöcher plante am Donauufer, nahe dem heutigen Donauturm, einen 350 m hohen steinernen Kuppelbau für rund 100.000 Menschen, ganz wie der berühmte Speer-Dom für Berlin.
In über 100 m Höhe war eine "Via triumphalis" auf riesigen Viaduktbögen geplant, die von der Votivkirche am Ring über den Gaußplatz in der Brigittenau bis auf den Kahlenberg zu einem Ehrenmal führen sollte. Die Weinhänge von
Sievering und Grinzing wollte man dabei überspannen...
Dieses Groß-Projekt war Anlass, daß in der Folge eine Reihe von Machbarkeitsstudien erstellt wurden.
Wiens zweiter Gauleiter Baldur von Schirach und seine Planungsstelle unter seinem Schwager Hanns
Dustmann waren von der Idee einer "Neugestaltung" Groß-Wiens ebenfalls begeistert.
Grundsätzlich hätte Wien näher an die Donau gerückt werden sollen durch zwei monumentale, parallel verlaufende Straßenachsen, die vom jeweiligen Endpunkt der Ringstraße (Schottenring und Urania) bis über die Donau zu einem neuen Donauforum im Bereich der Alten Donau geführt hätten werden sollen. Die Vorschläge griffen entweder zurück auf barocke Vorbilder oder auf gründerzeitliche Vorstellungen. In den Jahren 1940 bis 1942 betraute Schirach den deutschen Reichsarchitekten Hanns Dustmann mit den Neugestaltungsplanungen für Wien.
Mit Kriegsbeginn wurden sämtliche Umbaupläne auf Eis gelegt. Was nach einem möglichen Sieg realisiert worden wäre ist nicht sicher.
Auch der Bau einer Stadtautobahn und eines Autobahnringes sollte erfolgen. 1940 erfolgten dazu bereits viele Grundeinlösungen und die ersten Brückenbauten für die heutige A21, die erst in den 1970er Jahren - größtenteils nach der alten Trassierung - gebaut wurde. Auch die heutige S1 wurde damals bereits projektiert, musste aber nach den heutigen Gegebenheiten umgeplant werden.
Bei Groß-Enzersdorf und Schwechat, im neuen Süden Groß-Wiens, sollten zudem hochseetüchtige Donauhäfen entstehen. Dies sollte im Zusammenhang mit der geplanten Eröffnung des Rhein-Main-Donau- und des Donau-Oder-Kanals im Jahre 1945 geschehen.
Die neuen Häfen sollten des Weiteren eine Ansiedlung von Industriebetrieben nach sich ziehen. Neben den geplanten Donauhäfen kam es zu einer tatsächlichen Errichtung eines Getreidehafens in Albern, nahe Schwechat. 1939 bis 1942 wurde er errichtet, über den Getreide aus Ost- und Südosteuropa nach Deutschland transportiert wurde.
Um für einen möglichen Luftkrieg gewappnet zu sein wurden in Wien Flaktürme errichtet. Die drei fertig gestellten Flakturmpaare stehen bis heute in der Stadt.

Flakturm Augarten in Wien
Nach dem Sieg sollten sie mit Marmor verkleidet werden und als Denkmäler für die gefallenen deutschen Soldaten dienen.
Zu den militärischen Neubauten gehörte die Errichtung eines Stützpunktes der deutschen Luftwaffe und einer Luftkampfschule bei Wien-Seyring. Auch der Flughafen Wien-Schwechat geht auf einen Militärflugplatz zurück, der damals in Groß-Wien errichtet wurde.
Primärquelle: wikipedia
[ Editiert von Administrator The Real Blaze am 06.05.08 21:54 ]
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