Wenn 1933 die Kommunisten gewonnen hätten

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The Real Blaze
Wenn Stalin KPD-Chef Thälmann freie Hand gelassen hätte...
Primärquelle: Suworow, Stalins verhinderter Erstschlag


Die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) war eine ernstzu­nehmende politische Kraft. Aber ihre Stärke gründete sich keineswegs auf die Schiffswerften Hamburgs, auf die Arbeiterviertel Berlins oder auf die Stahlgießereien im Ruhrgebiet. Die Hauptquellen der Stärke der deutschen Kommunisten lagen überhaupt nicht in Deutschland, sondern im kommunistischen Rußland.


Noch bevor der Ideologe des Nationalsozialismus Alfred Rosenberg zur Feder griff, um Bücher über die Minderwertigkeit der Slawen zu schreiben, vernichteten die sowjetischen Kommunisten diese Slawen bereits millionenfach und notierten die Brigadiere auf den zahllosen Sammelplätzen der Holzfällerlager des GULag, wieviel Kubikmeter Holz geschlagen worden waren.


ein sowjetisches GULag 1932


ein sibirisches GULag...

Millionen Kubikmeter Holz wurden exportiert, der Export erbrachte Devisen, die für die Kriegsindustrie der UdSSR und die Komintern - den Stab der Weltrevolution - ge­braucht wurden. Die gefräßigste Sektion der Komintern war abgese­hen von unserer eigenen KPdSU die KPD.

Die Archive wurden geöffnet, und jeder Interessierte kann sich da­von überzeugen, daß der Kraftquell der KPD gerade die sibirische Holzfällerei war. Dazu kam die Goldgewinnung. Die wirtschaftliche Macht unserer Konzentrationslager war das granitene Fundament des deutschen Kommunismus. Und von der Dynastie der Roma­nows waren noch Goldreserven vorhanden. Außerdem verkauften die sowjetischen Genossen wertvolles Kulturgut des Landes, darun­ter kirchliche Kostbarkeiten und Werke großer Meister der Renais­sance. Sie erhielten sehr viel Geld dafür. Es reichte für sie, und es fiel auch etwas für die Bruderparteien ab.

Und dann die Kollektivierung der Landwirtschaft. Das Getreide wurde unseren Bauern einfach weggenommen und exportiert. Vom Erlös lebten die Partei der Bolschewiki und ihre jüngeren Schwestern in der ganzen Welt. An den Ufern des Schwarzen Meeres überführten die sowjetischen Genos­sen alles, was dort war, angefangen von Zarenpalästen bis zu bota­nischen Gärten und Jagdrevieren, in ihren Besitz. Kommunisten aus der ganzen Welt kamen in Scharen herbei, um ihre angegriffene
Ge­sundheit unentgeltlich wiederherstellen zu lassen.


Gehörte in jeder DDR Bibliothek zur Standartgrundausstattung: Ostrowskis Wie der Stahl gehärtet wurde...

Man braucht nicht sonstwo nach Beweisen zu suchen, es genügt, Nikolai Ostrowskis Buch Wie der Stahl gehärtet wurde zu lesen. Der Stahl wurde auf obige Weise gehärtet, und zwar dort, in den herrlichen Kurorten auf der Krim.

Wir hatten durchaus etwas, womit wir sie für uns einnehmen konn­ten: Schmarotzer aus aller Herren Länder versammelten sich an unse­ren Futterkrippen. Sie wußten, daß man sich, wenn man Mitglied ei­ner Kommunistischen Partei wurde, um seine lichte Zukunft keine Sorgen zu machen brauchte: Moskau wird alle Kosten tragen, Moskau wird einen großzügig bewirten, der Aufenthalt in den Kurorten auf der Krim ist kostenlos. Der Strom der Sympathisanten der Arbeiter­klasse versiegte nicht.


Die Kommunistischen Parteien aller Länder rekrutierten sich nur aus Dummköpfen und Verbrechern. Die KPD bildete da keine Aus­nahme.

Ich verbürge mich für meine Worte. In den zwanziger Jahren gab es in Deutschland keine Arbeitslager, in der Sowjetunion schon. Da kämpften die Piecks und Ulbrichts aller Schattierungen für den Sturz der rechtmäßigen, vom Volke gewählten Regierung, um nach dem Vorbild der Sowjetunion ein kommunistisches Deutschland zu schaf­fen, das als Deutsche Sozialistische Sowjetrepublik dem unzerstörba­ren Bruderbund beitreten sollte, mit allen sich daraus für Deutschland ergebenden Folgen: roter Terror, massenweise Ausrottung von Men­schen, Konzentrationslager, Kollektivierung der Landwirtschaft und andere Herrlichkeiten.


Ernst Thälmann - kämpfte mit roten Terror für eine deutsche Sowjetrepublik

Wenn der Führer der deutschen Kommunisten, Ernst Thälmann, ein Marxist war und sich darauf vorbereitete, die Klassen in Deutschland zu vernichten, das heißt, wenn er vorhatte, in Deutschland Massenerschießungen durchzuführen, so bedeutete das, daß er ein Verbrecher war. Wenn er jedoch glaubte, man könnte die Klassen ohne Massenerschießungen liquidieren, so war er ein Dumm­kopf.


Anfang der dreißiger Jahre herrschte in den reichsten landwirt­schaftlichen Gebieten unseres Landes - in der Ukraine, am Don und Kuban sowie im Wolgagebiet -, aus unerfindlichen Gründen eine schreckliche Hungersnot, obwohl dort Rekordernten erzielt worden waren. Die Menschen ernährten sich von Hunden und Katzen, später von Ratten, Mäusen und Fröschen.


Schrieb die Hungerkatastrophe bei den Sowjets schön: Michail Scholochow, der Literatur-Nobelpreisträger aus dem Jahr 1965

Über diese fröhliche Zeit und dar­über, wie sorgenfrei man während der Kollektivierung der Landwirt­schaft lebte, schrieb ein gewisser Michail Scholochow ein sehr komi­sches Buch, Neuland unterm Pflug. Es sprühte vor Humor. Am lustig­sten war die Szene, wo Großvater Schtschukow Suppe aus Fröschen kochte. Man lacht Tränen. Die Genossen von der Komintern wieherten vor Lachen, schlugen Scholochow auf die Schulter, und unter ihnen befanden sich sogar welche, die sich nicht zu schade waren, Scholo­chow die Hand zu geben. Sie besuchten ihn zu Hause, setzten sich mit ihm an einen Tisch. Im Hause des Genossen Scholochow wurden sie natürlich mit Kaviar und nicht mit Froschsuppe bewirtet.


Es erhebt sich die Frage, wie die Führer des Weltproletariats, so zum Beispiel Jacques Duclos oder Ernst Thälmann, in diesem Lande leben konnten, ohne die Hungersnot zu bemerken.

Wie konnten sie den Tod von Millionen übersehen? Wie konnten sie die Arbeitslager nicht be­merken? Wie konnten sie die zu Skeletten abgemagerten Kinder nicht sehen, die zu Tausenden auf den Straßen starben?


Ich scheue mich nicht zu wiederholen: Wenn sie tatsächlich nicht wußten, wohin sie ihre Völker und Länder führen wollten, so waren sie Idioten. Aber wenn sie es gewußt haben?


In den zwanziger Jahren war Deutschland von Arbeitslosigkeit, In­flation und Krisen heimgesucht, aber dort wurden damals keine lusti­gen Romane über Froschsuppen geschrieben...

Ernst Thälmann kämpfte mit seinen Genossen für sowjetische Verhältnisse in Deutsch­land. Wofür kämpften sie? Etwa für Froschsuppen?


Manchmal besuchten alle diese Thälmanns, die sich vorläufig an den Stränden der Krim aalten, ihre deutsche Heimat. Dort waren das Buch von Sergej Petrowitsch Melgunow Der Rote Terror in Rußland 1918-1923 und viele andere Bücher erschienen, darunter über die ro­ten Konzentrationslager, die Hungersnot und die Greueltaten der
„Volksmacht".


Interessierte das den Genossen Thälmann wirklich nicht?

Ich bin der Überzeugung, daß Kommunisten - das heißt Dumm­köpfe und Verbrecher- weder in Deutschland noch in anderen nor­malen Ländern auf legalem Wege an die Macht kommen konnten, aus einem einfachen Grund: In keinem einzigen Land bilden Dummköp­fe und Verbrecher eine Mehrheit.

Die Kommunisten finden daher nicht genügend Unterstützung. Deshalb konnte Thälmanns Partei auf legalem Wege nicht an die Macht gelangen.
Deshalb liebte er die De­mokratie nicht und bekämpfte sie genauso, wie seine Vorkämpfer und Mitstreiter Lenin, Trotzki und Stalin es getan hatten.

Die KPD stellte eine Kraft dar, aber nur solange, wie das sowjetische Holzex­portunternehmen „Exportles" einen Teil seiner Einnahmen regelmä­ßig in die Parteikasse der deutschen Genossen fließen ließ. Ohne die­ses Geld war die Partei des deutschen Proletariats eine Null, genau­so, wie das bei der Partei Lenins ohne das deutsche Gold 1917 der Fall gewesen war.
[...]

[ Editiert von Administrator The Real Blaze am 23.07.08 19:55 ]
The Real Blaze
Über gewisse KPD Helden der Komintern...


Stalin wußte: In keinem Land der Welt würde eine kommunistische Partei auf legalem Wege an die Macht kommen, und würde man noch so viele Millionen Dollar, Reichsmark, Franc oder englische Pfund und noch so viele Tonnen Gold für den Unterhalt befreundeter kommu­nistischer Parteien aufwenden.

„Die Erfahrungen der letzten zwanzig Jahre zeigen, daß es in Friedenszeiten unmöglich ist, in Europa eine kommunistische Bewegung zu haben, die so stark ist, daß eine bol­schewistische Partei die Macht ergreifen kann. Eine Diktatur dieser Partei wird nur durch einen großen Krieg möglich."5

Das sagte Stalin am 19. August 1939 in einer Rede, die bis 1994 streng geheimgehalten wurde.
Er sagte das in dem Moment, als er die Schleusen des Zweiten Weltkrieges öffnete.

Stalin wußte, daß die Kommunisten nur durch einen Krieg an die Macht gelangen konnten. Aus diesem Grund bereitete er den Krieg vor und ließ Kommunisten ausbilden.

Schon in den zwanziger Jahren wurden in Moskau eine besondere Schule der Komintern sowie eine Leninschule gegründet. Dort wurden Agenten ausgebildet, um die bestehende Ordnung in allen Ländern zu untergraben.

Diese Schulen bildeten auch Führer des Proletariats für alle Länder aus. Schon in den zwanziger Jahren ließ die Komintern führende Funktionäre schulen, die an der Spitze der Parlamente und Regierungen der neuen Sowjetrepubliken, einschließlich der letzten, stehen sollten.


Mielke, Polizisten-Doppelmöder...


und Stasi-General - hätte in Thälmanns Deutscher Sowjetrepublik ganz gewiss auch Karriere gemacht

Nehmen wir zum Beispiel Erich Mielke, zweifacher Held der DDR , Politbüromitglied, Armeegeneral und Minister für Staatssicherheit der DDR.

Woher kam er?

Aus der Schule der Komintern.

Erich Mielke wurde von der Polizei gesucht. Der Rote Stern schrieb darüber am 27. Dezember 1987: „Im Sommer 1931 wurde Mielkes Lage brenzlig. Ihm drohte die Verhaftung." Der Rote Stern ging nicht auf Einzelheiten ein, und wir wollen uns nicht den Kopf darüber zerbrechen, womit Genosse Mielke den Unwillen der Behörden erregte, aber wir erinnern uns, daß Deutschland 1931 ein freies Land mit starken Tendenzen zur Instabilität und sogar Anarchie war. Nur für kommunistische Propa­ganda hätte man ihn nicht eingesperrt. Mielke muß etwas sehr Schlim­mes getan haben. Erich Mielke drohte die Todesstrafe.

Für solche Genossen wie Mielke standen die Tore der Hauptstadt des Weltproletariats weit offen. Mielke entzog sich der Verhaftung durch Flucht in die Sowjetunion und besuchte dort erst die Komin­tern- und danach die Leninschule. Was ihm in diesen Schulen beige­bracht wurde, weiß ich nicht, aber von 1939 bis 1940 weilte Erich Miel­ke in Belgien, um illegale Arbeit zu leisten. Danach gibt es in seiner Biographie eine Lücke. Von 1945 an führte er ein glückliches Leben als Mitarbeiter des Staatssicherheitsdienstes. Im Laufe von zwölf Jahren avancierte er zum Minister für Staatssicherheit der DDR und hatte die­sen Posten über dreißig Jahre lang inne.


Kongress der Kommintern in Moskau - hier wurde international besprochen, wie man sowjetische Verhältnisse in der Welt herstellt - sprich die kommunistische Weltrevolution

Was für Kaderschmieden diese Kominternschulen doch waren! Natürlich berichtete man uns nur Gutes über den hervorragenden Antifaschisten. Vielleicht war Mielke sogar Antifaschist, aber um ge­gen die nationalsozialistischen Konzentrationslager zu kämpfen, brauchte er 1931 wahrhaftig nicht aus Deutschland zu fliehen, wo es solche Lager noch nicht gab, während ihre Zahl in der Union der So­zialistischen Sowjetrepubliken immer weiter wuchs.

Ich weiß nicht, ob mein geliebtes Vaterland die Heimat von Elefanten war, aber die Hei­mat von Konzentrationslagern für meine eigenen Landsleute war es. In dieser Beziehung kann uns niemand den Vorrang streitig machen.

Übrigens konnten die deutschen Kommunisten keine Gegner von KZs gewesen sein, denn nach der Niederwerfung des Nationalsozialismus nutzten die Kommunisten die KZs einfach für ihre eigenen Zwecke weiter.

Der Antifaschist Mielke muß ein persönliches Verhältnis zu dieser Sache gehabt haben. Er und andere Genossen kämpften nicht gegen KZs, sondern nur dafür, daß diese Lager nicht unter der roten nationalsozialistischen Fahne existierten, sondern unter der roten kommunistischen Fahne. Sie kämpften dafür, die Herren dieser Lager zu sein.


Das Schicksal Erich Mielkes ist nur ein Beispiel dafür, daß die deut­schen Kommunisten keineswegs Deutschland als ihre Heimat ansa­hen, sondern die Sowjetunion; sie dienten und gehorchten ihr.

Der Ro­te Stern schrieb daher: „Das Land Lenins nennt er seine zweite Hei­mat."


Noch ein Beispiel. Es betrifft nicht den in der Vorkriegszeit unbe­kannten Erich Mielke, sondern den bekanntesten und wichtigsten deutschen Kommunisten:

Ernst Thälmann, der Führer der deutschen Kommunisten, verbrachte lange Zeit in der Sowjetunion und trug ei­ne sowjetische Militäruniform: „Auf der Tribüne erschien Genosse Thälmann in einer Uniform der Roten Armee und trug eine Budjonnymütze mit rotem Stern."


Das ist sehr interessant: Die Sowjetunion hatte die Vernichtung der rechtmäßigen Regierungen in der ganzen Welt, darunter und vor al­lem auch in Deutschland, zu ihrem Ziel erklärt, doch der Führer einer deutschen politischen Partei trug die Militäruniform des Gegners.

Die Rote Armee verheimlichte nie ihren einzigen Sinn und Zweck: „Die Rote Armee wird die bolschewistische Mission als erfüllt ansehen, wenn wir die Welt beherrschen." Das äußerte der Chef der Politischen Verwaltung der Roten Armee, Armeekommissar ersten Ranges Jan Gamarnik, auf einer Tagung des Volkskommissariats für Verteidigung am 15. März 1937.


Wenn uns gesagt wird, die Geschichte habe den Kommunisten wenig Zeit gelassen, so erwidern wir, daß es viel zu viel Zeit war, die sie ihnen ließ. Wenn das Land sich auf die Abwehr einer Aggression vorbereitet hätte, so hätte die Zeit gereicht, aber unter Füh­rung des Genossen Stalin bereitete es sich auf andere Aufgaben vor. Vom ersten Tag des Bestehens der kommunistischen Diktatur an wur­den diese Aufgaben auf allen Ebenen, am häufigsten in der Komin­tern, wiederholt. Dort tagten alle möglichen Leute wie Bela Kun, die feurige Dolores Ibarruri und Thälmann, die alle sowjetische Generals­stiefel trugen.


Erstaunlich ist, daß zur gleichen Zeit, als Genosse Thälmann an Be­ratungen in Moskau teilnahm, Genosse Stalin in einer geheimen Pan­zerschule bei Kasan künftige deutsche Panzerkommandanten ausbil­den ließ.

Was für eine Uniform trugen sie?

Etwa ihre deutsche?

Na­türlich nicht. Sie trugen gleichfalls die Uniform unserer Roten Armee, genauso wie Genosse Thälmann, nur ohne den roten Stern.


und wer Thälmann wählte, wählte nur Stalin. Rein äußerlich unterschieden sich die KPD Straßenkämpfer in nichts von bolschewistischen Polit-Kommissaren - ideologisch sowieso nicht!

Männer wie Wilhelm Pieck, Otto Grotewohl, Walter Ulbricht und Ernst Thälmann waren unsere Leute, sie waren von uns geködert worden und gehorchten uns. Sie ließen es sich im Land der Konzentrationslager wohl sein, führten in den Kurorten der Krim ein lockeres Leben und wollten nicht wissen, daß die Ukrainer Baumrin­de und die Donkosaken Froschsuppe aßen, während mit dem Brot, Speck und Schnaps der Ukraine die kommunistische Weltbewegung durchgefüttert wurde.

Die Genossen von der Komintern wurden ge­schult, um Staatssicherheitsminister in den vereinigten Bruderstaaten zu sein, während gleichzeitig deutsche Panzersoldaten ausgebildet wurden, die dafür vorgesehen waren, Europa niederzuwerfen... Auf den ersten Blick war das paradox, aber in Wirklichkeit war es stähler­ne Logik...
[...]

[ Editiert von Administrator The Real Blaze am 25.07.08 9:25 ]
The Real Blaze
Wozu Thälmann in der Lage gewesen wäre...


Wenden wir uns nun wieder Lenin und Hitler zu. Beide unterschie­den sich dadurch voneinander, daß es Hitler besonders nach dem No­vember 1923 für möglich hielt, legal, d.h. durch Wahlen, an die Macht zu gelangen, wohingegen Lenin bereit war, auf beliebige, aber be­stimmt nicht auf legale Weise ans Ruder zu kommen.

Genosse Lenin sah keine Schwierigkeiten, sein Ziel zu erreichen, Hitler schon.


Kampf um die Macht: 1932 war offensichtlich alles drin - auch der Untergang der NSDAP

Die Schwierigkeit bestand darin, bei Wahlen die absolute Mehrheit zu erringen. Hitler hatte diese aber nicht.

Im Juli 1932 stimmten 13,7 Millionen Wähler für die Nationalsozia­listen, aber für die absolute Mehrheit reichte es trotzdem nicht.

Das war das Maximum, danach begann der Abstieg.

Innerhalb von vier Monaten verlor Hitler fast zwei Millionen Wählerstimmen. Der Ab­stieg setzte sich fort und beschleunigte sich.

Ende 1932 sah das politi­sche Kräfteverhältnis in Deutschland folgendermaßen aus:

Nationalsozialisten 11,8 Millionen
Sozialdemokraten 8,1 Millionen
Kommunisten 5,8 Millionen Wählerstimmen.


Erwähnt sei, daß man uns sagte, die Nationalsozialisten verträten die Ladenbesitzer, die SPD sei die Partei des Kleinbürgertums und die KPD die Partei der Arbeiterklasse.


November 1932 in Berlin: links hängen aus Arbeiterwohnungen Hakenkreuzfahnen und am rechten Haus die rote Kommunistenfahne...

Nimmt man jedoch die Ergebnisse der zahlreichen Wahlen Anfang der dreißiger Jahre, so gab es doppelt so viele kleine Ladenbesitzer und kleine Kapitalisten in Deutschland wie Proletarier. Mit anderen Worten, alle Lehrsätze von Marx waren damals schon vom Leben über den Haufen geworfen, und dies im in­dustriellen Deutschland.

Wenn im proletarischen industriellen Deutschland 2,3mal mehr Menschen für Hitler stimmten als für Thälmann, wer brachte dann die Interessen der Mehrheit der Arbeitnehmer zum Ausdruck?

Man lehrte uns, daß man die Partei Hitlers nicht als sozialistisch be­zeichnen könne. Hitler spreche zwar auch vom Sozialismus, aber dieser sei nicht der hundertprozentig richtige. Den richtigen Sozialismus besaßen angeblich wir.

Es sei hier erwähnt, daß Hitler den entgegen­gesetzten Standpunkt vertrat: Nur er habe den richtigen Sozialismus, der Sozialismus leninschen Typs dagegen sei eine Verzerrung, eine Abweichung, eine Perversion.


Die Partei Hitlers geriet also in Schwierigkeiten, in eine Krise. Auf den ersten Blick war Hitler der Sieger. Es schien, als ob Hitler der po­pulärste Politiker Deutschlands sei. Die Arbeiterklasse Deutschlands hatte einfach kein Geld mehr, um ihre Partei - eine rein sozialistische Arbeiterpartei - zu unterstützen. Woher sollten die Proletarier das Geld haben, um Hitler zu unterstützen? Der Zerfall der Hitlerpartei beschleunigte sich.


Joseph Goebbels während einer Parteiveranstaltung am 17. Juli 1932 in Rathenow - die Patreikasse war zu dieser Zeit leer!

Interessant ist, die damaligen Tagebuchaufzeichnungen von Goeb­bels zu lesen: „Der Geldmangel ist... zu einer chronischen Krankheit geworden", „die Kassenlage ... ist ganz trostlos. Nur Ebbe, Schulden und Verpflichtungen, dazu die vollkommene Unmöglichkeit, nach dieser Niederlage irgendwo Geld in größerem Umfang aufzutreiben" , „in der Organisation herrscht schwere Depression."


Die Partei Hitlers hatte kein Geld mehr für die Bewirtung der SA-Männer mit Bier, für Braunhemden, für Stiefel, für Fahnen und Fackeln, für Trommeln und Flugblätter, für die Veröffentlichung von Literatur, für die Durchfüh­rung einer neuen Wahlkampagne, für die Bezahlung des Parteiappa­rats.


Hitler 1932 - ein gewaltiger Schuldenberg drohte die NSDAP zu vernichten. Wenn das passiert wäre, hätte Hitler sich entweder erschossen oder wäre außer Landes geflohen...

Hitler erwog zwei Varianten: erstens Flucht, zweitens Selbstmord. Dafür gibt es schriftliche Belege. Dazu gehören die Tagebuchaufzeich­nungen von Goebbels, die niemals für eine Veröffentlichung vorgese­hen waren.


Zehn Jahre nach der Krise sagte Hitler im engsten Kreise, „am schlimmsten sei die Lage nach 1932 gewesen, wo er, um die Presse, die Wahlkämpfe und die ganze Partei-Arbeit durchhalten zu können, ei­ne Fülle von Schuldanweisungen habe unterschreiben müssen ... [Er unterschrieb] diese Schuldanweisungen damals für die NSDAP in dem Bewußtsein..., daß, wenn die Arbeit der NSDAP nicht von Erfolg gekrönt sei, doch alles verloren wäre "

Ende 1932 wußte Adolf Hitler nicht mehr weiter und war als Politi­ker erledigt. Vorläufig blieb er der populärste Politiker Deutschlands, aber die Partei hatte Schulden und konnte sie nicht bezahlen. Der deutsche Nationalsozialismus war zum Untergang verurteilt. Nur ein Wunder konnte Hitler retten.

Die Demokratie ist so beschaffen, daß an den Wendepunkten der Geschichte Minderheiten die Hauptrolle spielen. Das ist deswegen so, weil es in der Geschichte unzählige Varianten der Entwicklung gibt. So­lange alles glatt verläuft, können sich die Menschen über das Wesent­liche einig sein, aber in einer kritischen, zugespitzten Lage entstehen in der Gesellschaft Tausende von Lösungen und Plänen. Etwa die ei­ne Hälfte der Bevölkerung vertritt die eine Auffassung, während die andere Hälfte genau entgegengesetzter Meinung ist. In einer solchen Situation entscheidet die schwankende Minderheit alles: Neigt sie ein wenig nach rechts, so siegen die Rechten, neigt sie ein wenig nach links, so siegen die Linken.

Eine solche Lage entstand Ende 1932 in Deutschland: Die National­sozialisten lagen, wie wir uns erinnern, an erster, die Sozialdemokra­ten an zweiter und die Kommunisten an dritter Stelle. Aber weder die Nationalsozialisten noch die Sozialdemokraten, geschweige denn die Kommunisten konnten an die Macht gelangen.

In dieser Situation lag das Schicksal Deutschlands, ja das Schicksal Europas und der ganzen Welt, in den Händen einer Minderheit - in den Händen der Kommunisten.

Wenn die Kommunisten die Sozial­demokraten unterstützten, so wäre der Nationalsozialismus erledigt und würde nie wieder auf die Beine kommen.


Streifen wir die Ar­beitsbluse Thälmanns über, versetzen wir uns in seine Lage und überlegen uns, was man unter Berücksichtigung der nächsten Schritte tun müßte. Die Kommunisten brauchten nicht davon zu träumen, selbständig an die Macht zu kommen.

Es blieben zwei Möglichkeiten. Erstens, mit den Sozialdemokraten eine Koalition zu bilden und bei den Wahlen zu siegen, wobei die Sozialdemokraten der Senior- und die Kommunisten der Juniorpartner wären. Nach der Wahl müßten die Posten verteilt werden: Die Sozialdemokraten würden mehr Ministerien erhalten als die Kommunisten.

Nach der Wahlniederlage würde Hitler flüchten oder sich erschießen, wenn nicht, würde man ihn wegen der Schulden, die sich auf viele Millio­nen beliefen, einsperren. Die Partei Hitlers würde auseinanderlau­fen: Wer möchte schon Mitglied einer bankrotten Partei sein und nach der Niederlage ihre Schulden bezahlen, wenn sich schon vor der Wahl niemand fand, der sie begleichen wollte.


Das wußte auch die NSDAP: die Arbeiterklasse entschied, wer an die Macht kam - doch was wäre gewesen, wenn Thälmann mit der SPD koaliert hätte?

Die Bildung einer Koalition mit den Sozialdemokraten bedeutete also für die Kom­munisten (und für die ganze Welt), daß der Nationalsozialismus ei­ne vernichtende Niederlage erlitte. Danach würden die Kommuni­sten automatisch vom dritten auf den zweiten Platz vorrücken und die Macht mit den Sozialdemokraten teilen. Das war eine verlockende Perspektive.
[...]

[ Editiert von Administrator The Real Blaze am 25.07.08 10:25 ]
The Real Blaze
Warum Thälmann freiwillig den Weg ins Konzentrationslager wählte


Thälmann wußte was ihm blühte, was nach einer Wahlniederlage mit den Kommunisten passierte - Zerschlagung und für die Führungsriege Endstation Konzentrationslager. Wenn Deutschland den Krieg gewonnen hätte, wäre das eine freiwillige lebenslängliche Haft gewesen. Er hatte die Wahl das zu verhindern!


Genosse Thälmann hatte eine zweite Möglichkeit: die Unterstüt­zung der Nationalsozialisten. Es war leicht, die Folgen eines sol­chen Schrittes vorherzusagen: Hitler würde nach der Machtergrei­fung sowohl die Sozialdemokraten als auch die Kommunisten, ein­schließlich des Genossen Thälmann, in Konzentrationslager ein­sperren.

Wenn die deutschen Kommunisten Hitler unterstützten, so würde das den Tod der Sozialdemokratie und den Selbstmord des deutschen Kommunismus bedeuten.

Genosse Thälmann handelte indessen so: Er unterstützte Hitler.


Bei den Reichstagswahlen von 1933 erhielt Hitler 43,9 Prozent der Stimmen, die Sozialdemokraten und die Kommunisten errangen zu­sammen 49 Prozent.

Genosse Thälmann wollte aber keinen gemeinsamen Block mit den Sozialdemokraten bilden. Daher siegte Hitler.


Interessant ist, wie die rote Propaganda Hitlers Aufstieg zur Macht beschrieb.

„Faschismus, das ist Krieg ... Wäre es Hitler und Mussolini etwa gelungen, die Macht zu ergreifen und Europa in einen Krieg zu stürzen, wenn alle Antifaschisten, vor allem die Kommunisten und So­zialisten der westeuropäischen Länder eine einheitliche Front gebildet hätten? Natürlich nicht."
Dies war 1962 in einem Leitartikel der Militärhistorischen Zeitschrift zu lesen, das heißt, dies war der offizielle Standpunkt des Ministeriums für Verteidigung der UdSSR. Der Artikel sprüht vor edlem Eifer: Wenn man sich vereinigt hätte, so wären Hitler und Mussolini nicht an die Macht gekommen...! Es hätte keinen Zweiten Weltkrieg gegeben!


Die Leitung des Ministeriums für Verteidigung der UdSSR kochte vor Zorn, nannte aber aus irgendeinem Grund diejenigen nicht, die am Machtantritt Mussolinis und Hitlers schuld waren.

Wir nennen sie.


Benito Mussolini hätte ohne Hilfe anderer nicht an die Macht gelangen können. Er stand vor dem gleichen Problem wie Hitler: Er hatte nicht genügend Wählerstimmen. Die Sozialisten und Liberalen hatten die Mehrheit.

Damals untersagte Genosse Lenin den italienischen Sozialisten, eine Koalition mit den Liberalen einzugehen.

Das Ergebnis war, daß Mussolini an die Macht kam. Übrigens war die­se Einmischung Lenins der Grund für die Spaltung der Sozialistischen Partei Italiens. Diejenigen, die sich dem Befehl Lenins unterwarfen, traten aus der Sozialistischen Partei aus und gründeten die Kommu­nistische Partei Italiens. Vielen Dank, Genosse Lenin.

Dieses Beispiel gefiel dem Genossen Stalin sehr. Im Januar 1924 er­klärte er auf der Plenartagung des ZK der KPR (B): „Keine Koalition mit der Sozialdemokratie, sondern tödlicher Kampf gegen sie."

Die Sozialdemokraten schlugen den Kommunisten mehrmals vor, unter beliebigen Bedingungen gemeinsame Aktionen gegen Hitler zu unternehmen, erhielten aber stets eine ablehnende Antwort.
Stalin bahnte Hitler also auf die gleiche Weise den Weg, wie es Le­nin im Falle Mussolinis getan hatte.

Wie stellt unsere offizielle Propaganda heute diesen Sachverhalt dar?


1991 erschien im Verlag APN das Buch Verbrecher Nummer 1 Seine Verfasser waren Daniil Jefimowitsch Melnikow, Professor der Geschichtswissenschaft, sowie Ludmilla Bonssowna Tschornaja, Publizistin und Übersetzerin. Es war ein Buch über Hitler.

Die Autoren hatten umfangreiche Nachforschungen angestellt wa­ren bis zu den Wurzeln vorgestoßen und berichten über entfernte Vorfahren Hitlers. Wir erfahren, wer von ihnen eine ungesetzliche Ehe führte und uneheliche Kinder hatte. Das Buch enthält viele interes­sante Details über die Kindheit und Jugend Hitlers. Es schildert Ent­stehung und Entwicklung des deutschen Nationalsozialismus, dessen Führer Adolf Hitler war. Wir erleben den Aufschwung des National­sozialismus und schließlich die Krise von 1932: Alles war verloren al­les brach zusammen.

Die Autoren zitieren Äußerungen deutscher Politiker von Ende 1932: Hitler war erledigt, Hitler war abgeschrieben, Hitler hatte als Politiker ausgespielt. Die Autoren äußern ihre Mei­nung: Es hatte nicht viel gefehlt, und alle Anhänger der Partei Hitlers hatten sich aus dem Staube gemacht.
Was Adolf Hitler betrifft so wä­re er, wenn er nicht geflüchtet wäre oder Selbstmord begangen hätte als Schuldner im Gefängnis gelandet.

Gleich danach folgt eine Schilderung der Machtergreifung Hitlers. Der kleine Sprung in der Darlegung ist unverständlich. Es ist wie in ei­nem Film, in dem einige Meter herausgeschnitten wurden. Plötzlich geht ein Absturz auf der Leinwand ruckartig und übergangslos in ei­nen Aufstieg über.

Da es ein Buch über Hitler ist, mußte die Schlüsselfrage darin lau­ten: Wie gelangte er an die Macht? Alle übrigen Fragen sind zweitrangig. Ohne Staatsmacht war Hitler bedeutungslos.


Die Autoren geben folgende Antwort: „Es ist nicht möglich und nö­tig, in diesem Buch alle Peripetien des Kampfes der Oberschicht um den Sessel des Reichskanzlers in den Jahren 1932-1933 aufzuzählen"

Das ist alles: „Es ist nicht möglich und nötig ..." Wen geht es etwas an, wie Hitler an die Macht gelangte? Die Autoren haben eruiert, wer die Großmütter und Urgroßmütter Hitlers waren, haben Berge von „schmutziger Wäsche" durchwühlt und uns über den ganzen Dorf­klatsch aus uralten Zeiten informiert. Nachdem sie schließlich zur Hauptsache gekommen sind, weist ihr Bericht eine unerklärliche Lücke auf.

Als Hitler nichts über die Ereignisse vom November 1923 mitteilen wollte, wandte er die gleiche Methode an: „Ich will an dieser Stelle nicht eine Schilderung jener Ereignisse folgen lassen, die ..." Die offi­zielle kommunistische Propaganda greift zum gleichen Mittel: „Es ist nicht möglich und nötig ...", etwas über das Wichtigste und Interes­santeste zu berichten.

Aber wir antworten: Genossen Kommunisten, es ist möglich und nötig, darzulegen, wie Hitler an die Macht kam.


Frage: „Was sollte Genosse Stalin in der dramatischen Situation An­fang 1933 tun?"
Antwort: „Absolut nichts."

Dann hätte Hitler verspielt, und es hätte keinen „Großen Vaterlän­dischen Krieg" gegeben. Es hätte Frieden geherrscht, und wir hätten nicht Millionen Tote zu beklagen.

Aber Genosse Stalin brauchte einen neuen Krieg.

Daher befahl er den Kommunisten, keinen gemeinsamen Block mit den Sozialdemo­kraten zu bilden. In Ostpreußen, wo man die Sozialdemokraten stür­zen wollte, wurde damals ein Streik unter einer gemeinsamen roten Fahne durchgeführt, in die Hammer und Sichel gestickt waren. Heu­te halten es die Kommunisten für „nicht möglich und nötig", darüber zu berichten.

Bei den Reichstagswahlen entfielen 49 Prozent der Stimmen auf die Sozialdemokraten und Kommunisten. Gemeinsam waren sie eine Kraft, getrennt waren sie schwach. Weder die Kommunisten noch die Sozialdemokraten hatten 43,9 Prozent. Hitler hatte sie. Er siegte, und alle Schulden seiner Partei wurden annulliert.

Hier muß man die Anfänge des Zweiten Weltkrieges suchen.
Die ersten Konzentrationslager waren für Päderasten und Sozialde­mokraten vorgesehen. Die Kommunisten vergaß Hitler auch nicht. Die unteren Ränge der KPD wurden rasch zu Nationalsozialisten gemacht, die obere Führungsschicht, angefangen bei Thälmann, kam hinter Git­ter.

Vor den Wahlen hatte Genosse Thälmann zwei Möglichkeiten:
mit einem einzigen politischen Schachzug dem noch jungen Natio­nalsozialismus den Garaus zu machen und dabei Minister einer so­zialdemokratischen Regierung zu werden;
Hitler den Weg zur Macht zu ebnen und selbst hinter Stacheldraht zu kommen und dort zu sterben.

Genosse Thälmann wählte das Zuchthaus. Er starb in der Haft. Man soll mir bitte nicht übelnehmen, wenn ich Thälmann und alle seine Schicksalsgefährten als Dummköpfe bezeichne. Sollte es auch andere Meinungen geben, so bin ich bereit, sie mir anzuhören. Aber seit 1932 wurde keine andere Ansicht über den Verstand des Führers der deut­schen Kommunisten geäußert.


Und sie gibt es immer noch: Die ewiggestrigen Kommunisten, die ihren Thälmann feiern, obwohl er sich mit seiner Partei einer Hitler-Verhinderung verweigert hat!

Wie soll man das selbstmörderische Verhalten der Kommunisten in dem Moment verstehen, in dem sich das Schicksal der Welt entschied?

Wenn wir die Arbeitsbluse des Genossen Thälmann anziehen, so sind uns seine Handlungen absolut unverständlich. Ziehen wir aber statt dessen den Rotarmistenmantel des Genossen Thälmann an und setzen uns die Budjonnymutze mit dem roten Stern auf, dann wird die Situation augenblicklich klar.

Ich habe nicht umsonst Papier und Zeit darauf verwandt, auf die Kominternschulen und das üppige Leben der deutschen Kommuni­sten in jenem Land einzugehen, wo Millionen vor Hunger starben, wo Kannibalismus aufkam und wo man auf dem Jaroslawler Bahnhof der Hauptstadt des Weltproletariats manchmal in einer fleischgefüllten Pi­rogge etwas Ungenießbares fand, was aus Unachtsamkeit des Her­stellers hineingelangt war - zum Beispiel den Fingernagel eines Men­schen oder den Finger eines Kindes.

Für alles muß man bezahlen. Für das schöne Leben im Land der Menschenfresser bezahlten die deutschen Kommunisten mit Willfäh­rigkeit.

Genosse Stalin nutzte sie im Interesse der Weltrevolution aus.

Die Partei Thälmanns mußte als Schachfigur in einem großen Spiel geopfert werden. Das war kein schwerer Verlust. Wir können uns selbst davon überzeugen: Thälmann war kein Mann von großer Klug­heit, wenn er seinen Kopf im Interesse Stalins in Hitlers Schlinge steckte. Als Stalin Thälmann opferte, wußte er, daß an den Kominternschulen neue Führer heranwuchsen und daß sich im Bedarfsfall ein würdiger Kandidat für den Posten eines Staatssicherheitsministers in der Deutschen Demokratischen Republik finden lassen würde.

Man soll uns also nicht mehr mit dem Argument kommen, die Ge­schichte habe den Kommunisten wenig Zeit für die Vorbereitung ge­lassen. Stalin hatte alle Möglichkeiten, Hitler nicht an die Macht kom­men zu lassen.

Um dem Nationalsozialismus den Garaus zu machen, hätte Stalin überhaupt nichts zu tun brauchen, absolut nichts.
Ohne Stalins Einmischung wären die deutschen Kommunisten aus dem ein­fachen Gefühl heraus, ihre Haut retten zu müssen, ein Bündnis mit den Sozialdemokraten eingegangen. Aber Stalin mischte sich ein und bahnte damit Hitler den Weg. Wir lasen am Anfang dieses Kapitels die Erklärung des offiziellen Organs des Ministeriums für Verteidigung der UdSSR: „Den Zweiten Weltkrieg hätte es nicht zu geben brauchen, wenn ..." Das ist richtig. Fügen wir hinzu: „... wenn Stalin nicht Hitler an die Macht gebracht hätte." In diesem Fall hätte man sich überhaupt nicht auf den Zweiten Weltkrieg vorzubereiten brauchen. Er wäre der Welt erspart geblieben.
Aber Stalin brauchte ihn.

[ Editiert von Administrator The Real Blaze am 26.07.08 10:10 ]
The Real Blaze
Wenn Thälmann koaliert hätte...

Mit den Rahmendaten über die Reichstagswahl 1933, den kritischen Zustand der NSDAP und außenpolitischen Eckdaten kann man sicher auch ein glaubwürdiges Thälmann-Szenario erstellen, was passiert wäre, wenn Thälmann nicht dumm gewesen wäre und den Weg der Selbstvernichtung freiwillig beschritten hätte. Menschlich gehört einiges dazu, daß wenn man die Wahl hat zu siegen, oder vernichtet zu werden, von einem Gegner den man in Straßenschlachten jahrelang bekämpft hat, den Weg der vorprogrammierten Unfreiheit wählt. Während der einfache Kommunistenparteigänger fast mit fliegenden Fahnen jetzt zur NSDAP überlief und sich wohl noch 1939 bestätigt sah, als Deutschland mit den Sowjets einen Freundschaftsvertrag schloß, saß die obere Genossen-Führungsriege der KPD auch zu dieser Zeit weiter in Konzentrationslager ein.

Was auffällt: Stalin hätte sich deren Freiheit erreicht, wenn er im August 1939 in Moskau bei Ribbentrob ein gutes Wort eingelegt hätte! Tat er aber nicht, die Thälmanns dort waren ihm egal, bei der Komintern wurden ohnehin neue Ersatzskräfte herangezogen.

Wenn die Sowjets das also nicht machten, war er wohl schon vorher abgeschrieben worden, denn Thälmanns Weg wäre wohl nach einer diplomatisch bewerkstellten Freiheit, ohnehin nach Moskau gegangen...Dort wollte man ihn aber nicht mehr haben.

Wenn also Thälmann nur aus jenen Aspekt der Freiheitsliebe mit der SPD unter beliebig angebotenen Bedingungen koaliert hätte, wäre ein Hitler nicht an die Macht gelangt.
Thälmann hätte wohl auch sehr viel aus den Koalitionsverhandlunegn herausholen können, so wie die SPD sich anbot. Da war ganz sicher ein kommunistischer Außenminister drin...

Während Hitler mit seinen Parteimitgliedern vor einen alles erschlagenden Schuldenberg von der Bildfläche verschwand, wäre es ganz sicher umgekehrten Überlaufen gekommen. NSDAP-Wähler hätten jetzt massenweise die Kommunisten gewählt, das Hakenkreuz aus der roten Fahne wäre verschwunden!

Warum das so gewesen wäre, liegt an der ideologischen Nähe der NSDAP zur KPD, wo man sich wohl nur im Bezug auf Kapital und Privateigentum unterschied.



Nationalsozialisten und Kommunisten



Adolf Hitler 1942(!) über Stalin: "Stalin verdient unsere bedingungslose Achtung. Auf seine Art ist er ein hervorragender Mann, halb Tier und halb Riese".

Wir finden also nicht nur Gegensätze zwischen NSDAP und Kommunisten, sondern auch sehr viel Gemeinsamkeiten.

Seit den ersten Tagen der NSDAP ist der Kommunismus von vielen Mitgliedern respektiert worden. Meistens war dies gegenseitig, wegen ihrer Aufrichtigkeit, ihrer Kraft und sogar weil sie die selben Ziele hatten.
Denn die Mitglieder der NSDAP kamen beinahe alle aus den Reihen der Kommunisten.


Anton Drexler

Anton Drexler, einer der Grün­der der NSDAP, war der Meinung, daß die ehemaligen Marxisten die besten National­sozialisten seien.

Nikolai Toistoi schreibt auf den Seiten 98/99 seines Buches Der heimliche Krieg Stalins:
"Desto mehr ein Nationalsozialist seinem Ideal treu ist, um so stärker wird seine geistige Angiiederung an den sowjetischen Marxismus. "

Quisling, aus Norwegen, war am Anfang dem kommunis­tischen Versuch in Rußland sehr geneigt. Von 1927 bis 1929 war er Diplomat in Moskau, wußte also wie sowjetische Verhältnisse waren. Er wendete sich aber später wie Mussolini vom Marxismus dem Faschismus zu.


Symphatisierte offensichtlich mit den Bolschewismus: Dr. Josesp Goebbels - bei einer Niederlage der NSDAP 1933, wäre er mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ins kommunistische Lager gewechselt!


Auch Goebbels lagen die Ideale des Kommunismus ziemlich nahe, deshalb wäre es gut möglich, daß er zu den Kommunisten im Sinne der Selbsterhalten übergelaufen wäre.
Goebbels sagte, daß der Sozialismus "eine engültige Abneigung des materiellen und kapi­talistischen Mammonismus des Westens" sei. Im Jahre 1925 registrierte er in seinem Tage­buch, seinen Wunsch nach Rußland zu reisen, und er war fest davon überzeugt, daß es viel besser sei
"mit dem Bolschewismus zu Grunde zu gehen, als in einer kapitalistischen Sklaverei zu leben."
Goebbels bewunderte auch Lenin sehr.


"Lenin hat Marx geopfert, er hat aber dafür Rußland befreit", erklärte Tolstoj, "denn keiner der Zaren hat das russische Volk in seinen Empfindungen, seinem Lei­den und in seinen nationalistischen Instinkten so ver­standen wie Lenin".

Tolstoj schreibt weiterhin:
"Die Einstellung Hitlers gegenüber dem Bolschewis­mus war sehr zweideutig, jedoch sehr offenherzig über das, was der Nationalsozialismus dem Marxismus schul­dig sei. Seit den Anfangskämpfen der Partei hat Hitler immer einen eindeutigen Vorzug für ehemalige Marxisten als Mitglieder der Partei gezeigt.


Hitler 1934, nach einem Jahr Amtszeit

Mit verständlichem Vertrauen erklärte Hitler im Jahr 1934:
"Deutschland, wird niemals bolschewistisch werden, sondern der Bolschewismus wird sich in einen National­sozialismus verwandeln. Außerdem ist die Anzahl der Faktoren, die uns an den Bolschewiwmus binden grösser als diejenigen, die uns trennen. Vor allem gibt es ein echtes und lebendiges revolutionäres Streben im qanzen Rußland, außer unter den marxistischen Juden. Ich ha­be diesen Umstand immer in Betracht gezogen, und habe befohlen, daß die ehemaligen Kommunisten sofort in der Partei aufgenommen werden sollen. Der Kleinbürgerliche und der Gewerkschaftsleiter können nie Nationalsozia­listen sein, aber Kommunisten können sie immer sein. "

Das diese Ansicht auch umgekehrt funktioniert ist damit sonnenklar. Der Sprung vom Symphatisanten zum Parteigänger ist nicht allzuweit! Da stelt sich wohl auch die Frage, ob sich ein Hitler wirklich 1933 erschossen hätte...

Hitler bewunderte und achtete Stalin, ganz im Gegen­satz zu Roosevelt und Churchill, die er nur verachtete.



Diese Sympathien der Nationalsozialisten für die Kommunisten waren gegenseitig, ob beabsichtigt oder nicht.
Mit Ausnahme des Antisemitismus, predigte die kommunistische Partei eine Politik, die der
des Nationalsozialismus sehr ähnlich war. Und dieses Programm der Kommunisten wurde vom Kreml diktiert!


Deutschlands Stärke beeindruck­te Stalin. In Spanien haben die Nationalistischen Streitkräfte unter Franco angefangen, den republikanischen Schütz­lingen von Stalin wieder an die Macht zu verhelfen und sind dabei im Sinne einer inneren Aussöhnung von den Deutschen und den Italienern unter­stützt worden. Und das nach diesen opfereichen Bürgerkrieg!


Der marxistische Philosoph Ernst Niekisch predigte ein Programm, daß daraus bestand, die Ideen des Marxis­mus mit denen des National-Sozialismus zu vereinigen. Eine national-bolschewistische Bewegung, welche versu­chen würde, diese Vereinigung zu vollziehen, wurde mit Sympathie von Goebbels und Karl Radek, dem sowjetischen Ideologen, gebilligt!


Es ist also gut vorstellbar, daß die Kommunisten nach einer Koalition 1933 mit der SPD, den absolut größten Zulauf an Parteigenossen erhalten hätten! Nach einer weiteren Wahl wäre aus dem Juniorpartner KPD, der Seniorpartner geworden und man hätte den Reichskanzler gestellt. Das gesamte Deutsche Reich wäre somit kommunistisch geführt gewesen!

Thälmann als Reichskanzler oder mit neuem Titel Generalsekretär, wäre deshalb ein absolut glaubwürdiges Szenario, auch wenn er damit Stalin wohl vor den Kopf zunächst gestoßen hätte. Spätestens nach der der kommunistischen Übernahme hätte sich das aber geändert wieder, weil Stalin mit Deutschland den wohl wichtigstens europäischen Verbündeten gewonnen hätte - mit absehbaren Auswirkungen auf die Weltpolitik!

Zunächst hätte es keinerlei jüdische Kriegserklärung wie im März 1933 an Deutschland gegeben, den alles negative hätte auch Stalin betroffen, das größte Land der Welt. Die Reichswehr, die in der Weimarer Zeit bei den Sowjets militärisch sich weiterbildete und ihre neuen Prototypen testete, hätte ganz gewiss diese Zusammenarbeit erheblich ausgeweitet - man war schließlich jetzt auch offiziell Verbündete. Ein Thälmann hätte deshalb seinen ersten Auslandsbesuch in Moskau gemacht - und nirgendwo anders auf dieser Welt! Im Bezug auf Stalins These, daß der Kommunismus nur durch Krieg gewinnen könne, wäre man im Bezug auf Deutschland eines besseren belehrt worden.


Real feierten hier Anhänger Francos - Frauen und Kinder - den Sieg 1939 in Barcelona - doch ohne deutsche Hilfe wäre das niemals geschehen, Franco wäre in Spanisch- Marokko sitzen geblieben!

Man konnte deshalb auch zweigleisig das ganze laufen lassen, den als nächste Bastion fiel Spanien um. Franco hatte ohne deutsche Hilfe keinerlei Chance sich zu halten. Madrid wäre ein weiterer Satellit der Sowjets geworden und geblieben. Falls die Italiener doch Franco allein unterstützt hätten, hätte Thälmann die roten Republikaner unterstützt! Das Ergebnis wäre das gleiche gewesen.

Zwischen einem roten Deutschland und Spanien eingekeilt lag Frankreich dazwischen, ebenfalls mit einer innenwohnenden kommunistischen Umsturzgefahr! Es war deshalb möglich, daß auch dort die rote Fahne am Eifelturm aufgezogen wäre...

[ Editiert von Administrator The Real Blaze am 27.07.08 13:59 ]
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