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Gerhard-Falk
Jetzt ist die Gewalt greifbar in unserer Gemeinde angekommen.
Mit großer Betroffenheit habe ich heute (20. Februar 2008) in der Oberhessischen Presse vom Brandanschlag auf ein Wohnhaus von Nachbarn ausländischer Herkunft in Dautphetal-Wilhelmshütte gelesen. Im Vorlauf habe es auch Nazischmierereien gegeben; Polizei und Staatsschutz ermitteln.
Doch was unternehmen jetzt wir für die betroffenen Nachbarn in unserer Mitte? Es bedarf deutlicher Zeichen der Solidarität und klarer Zurückweisung ausländerfeindlicher Attacken egal woher sie gekommen sein mögen.
Und ich erwarte, dass die von uns gewählten GemeindevertreterInnen hier vorangehen und sich eben nicht nur irgendwann später anschließen. So könnte zum Beispiel der Vorsitzende der Gemeindevertretung zu einer Sondersitzung einladen, in der man sich offen zu dem Vorfall positionieren kann und jede Ausländerfeindlichkeit deutlich hörbar zurückweist.
Der erste Schritt ist manchmal der wichtigste. Ich habe ihn hier getan und bin zu weiteren bereit. Gehen wir also zusammen los!
Gerade die Dautphetaler wären aufgerufen sich hier klar zu äußern. Schön wäre es, wenn da die junge Generation sich besonders betroffen fühlen würde.
Mit großer Betroffenheit habe ich heute (20. Februar 2008) in der Oberhessischen Presse vom Brandanschlag auf ein Wohnhaus von Nachbarn ausländischer Herkunft in Dautphetal-Wilhelmshütte gelesen. Im Vorlauf habe es auch Nazischmierereien gegeben; Polizei und Staatsschutz ermitteln.
Doch was unternehmen jetzt wir für die betroffenen Nachbarn in unserer Mitte? Es bedarf deutlicher Zeichen der Solidarität und klarer Zurückweisung ausländerfeindlicher Attacken egal woher sie gekommen sein mögen.
Und ich erwarte, dass die von uns gewählten GemeindevertreterInnen hier vorangehen und sich eben nicht nur irgendwann später anschließen. So könnte zum Beispiel der Vorsitzende der Gemeindevertretung zu einer Sondersitzung einladen, in der man sich offen zu dem Vorfall positionieren kann und jede Ausländerfeindlichkeit deutlich hörbar zurückweist.
Der erste Schritt ist manchmal der wichtigste. Ich habe ihn hier getan und bin zu weiteren bereit. Gehen wir also zusammen los!
Gerade die Dautphetaler wären aufgerufen sich hier klar zu äußern. Schön wäre es, wenn da die junge Generation sich besonders betroffen fühlen würde.
Gerhard Falk
Hier trage ich die Dateien mit dem Presseartikel aus der Oberhessischen Presse vom 20. Februar 2008 nach:
OP200208.pdf
OP200208II.pdf
Es sind zwei OP-Seiten. Zum Herunterladen auf den Link klicken.
Weiteres:
http://www.hr-online.de/website/fernsehen/sendungen/index.js...rik=3058#titel1
http://www.kurier.at/nachrichten/132772.php
http://www.rtlhessen.de/videos.php?video=1224&PHPSESSID=v20s91d91c1suoldbjdo75p9e5
http://www.islamische-zeitung.de/?id=9967&add_comment=on
Die Gemeindevertretung wird wohl zu einer Sondersitzung einberufen - gut so:
OP210208I.pdf
210208II.pdf
[ Editiert von Gerhard Falk am 21.02.08 9:55 ]
Also: Am Montag, dem 25. Februar 2008 wird eine Sondersitzung stattfinden; Näheres im folgenden OP-Auszug:
OP220208.pdf
[ Editiert von Gerhard Falk am 22.02.08 7:04 ]
OP200208.pdf
OP200208II.pdf
Es sind zwei OP-Seiten. Zum Herunterladen auf den Link klicken.
Weiteres:
http://www.hr-online.de/website/fernsehen/sendungen/index.js...rik=3058#titel1
http://www.kurier.at/nachrichten/132772.php
http://www.rtlhessen.de/videos.php?video=1224&PHPSESSID=v20s91d91c1suoldbjdo75p9e5
http://www.islamische-zeitung.de/?id=9967&add_comment=on
Die Gemeindevertretung wird wohl zu einer Sondersitzung einberufen - gut so:
OP210208I.pdf
210208II.pdf
[ Editiert von Gerhard Falk am 21.02.08 9:55 ]
Also: Am Montag, dem 25. Februar 2008 wird eine Sondersitzung stattfinden; Näheres im folgenden OP-Auszug:
OP220208.pdf
[ Editiert von Gerhard Falk am 22.02.08 7:04 ]
Gerhard Falk
Man kann immer etwas tun. Mindestens kann man sich klar zu positionieren und es auch offen sagen. Heute habe ich dem Vorsitzenden der Gemeindevertretung Dautphetal folgenden Brief übergeben:
Sehr geehrte Damen und Herren!
So betroffen mich der Brandanschlag in Dautphetal-Wilhelmshütte gemacht hat, so erfreut bin ich heute, dass die Gemeindevertretung für dieses Thema zu einer Sondersitzung zusammentreten will. Nicht nur das Thema sondern die Menschen haben es verdient, dass ihnen eine besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird.
Bislang war es möglich, solche Ereignisse mit einer allgemeinen Betroffenheit in anderen Teilen Deutschlands und auch sonst in der Welt zu betrachten. Doch jetzt sehen wir vor unserer Haustüre was möglich ist.
Dabei spielt es nach meiner Auffassung auch keine Rolle woher die Täter stammen; es ist nur von Belang, dass es sich bei uns ereignet hat. In Verbindung mit Hass-Schmierereien gewinnt der noch glimpflich ausgegangene Brandanschlag erst seine besondere Qualität. Er steht damit im Kontext zu allen anderen Gewaltakten, die sich gegen – meist vermeintliche – Ausländer aber auch gegen sonstige Minderheiten richten.
Sicher hat es so etwas schon immer gegeben und sicher nicht nur in Deutschland. Doch in unserem Lande hatte das Gewalt-Virus in der noch von vielen erlebten Vergangenheit einen traurigen Ausbreitungsgrad erreicht. Das macht unsere besondere Verantwortung aus, die nicht an welchen Grenzen auch immer Halt macht.
Wenn in einer Gesellschaft ungelöste Probleme besonders drängend werden, dann ist es eine alte Erfahrung, dass Minderheiten immer wieder missbraucht werden, um ihnen ein vermeintliches Verschulden zuzuschreiben. Es gibt wohl Menschen, die ein solches Feindbild brauchen, um sich der eigenen Verantwortung zu entziehen. Da geht es sicher nur vordergründig um Integrationsfragen, die ohne Zweifel auch besonders wichtig sind. Es geht, so meine ich, zunächst um unsere eigene Verantwortung, wie wir bereit sind Menschen anzunehmen, die sich, durch was auch immer, von einer vermeintlichen Mehrheit unterscheiden. Ja, wie wir sie als Nächste erkennen.
In der öffentlichen Wahrnehmung scheint es, dass wir wieder dabei sind, unsichtbare Mauern um uns herum aufzubauen. Konfrontationen zu finden, denen man sich zu stellen habe. Besonders deutlich wird das in der Zuwanderungs-, Ausländer- und Sozialpolitik. Da wird nicht die Gewaltlosigkeit gepredigt, sondern das angeblich wirksame Durchgreifen eingefordert. Und da sind es in der Regel die Anderen, die sich verändern müssten, damit wir miteinander auskommen können. Es sind solche Worte wie: Multi-Kulti hat versagt, Kuschelpädagogik hat versagt. Um nur zwei Beispiele für unzulässige Vereinfachungen zu nennen. Da werden auch diese Themen schamlos für machtpolitische Interessen in Wahlkämpfen missbraucht. Da ist auch keine Partei ausgenommen. Die einen fangen an und die anderen sind dankbar, sich daran empören zu können. Auf der Strecke bleiben die wirklich Betroffenen.
Dies alles schafft ein Klima, in dem sich Gewalt gegen Minderheiten ausbreiten kann. Den Bürgern wird dabei leider der Eindruck vermittelt als gewönne er dadurch mehr Sicherheit. Das Gegenteil ist der Fall.
Ganz sicher ist das Denken der Menschen in der Gemeinde Dautphetal in der Breite der Bevölkerung nicht wesentlich anders als in anderen Regionen. Dennoch bin ich überzeugt, dass die nachbarschaftliche Verbundenheit und das Gefühl der Zusammengehörigkeit und auch Solidarität hier einen nach wie vor besonderen Stellenwert haben. Und gerade deswegen bin ich der festen Überzeugung, dass die Menschen in der Gemeinde Dautphetal vielfältige Wege finden werden, wie sie in ihrem unmittelbaren Verantwortungsbereich mit den Herausforderungen unserer Zeit umgehen wollen.
Ich freue mich auch ganz besonders, dass die Gemeindevertretung es als ihre Aufgabe betrachtet, auf diesem Weg voranzugehen und die Menschen in der Gemeinde zu ermuntern, eigene Initiativen zum besseren Verständnis und zum solidarischen Miteinander zu entwickeln.
Der Gewaltakt in Dautphetal-Wilhelmshütte sollte der erneute Beginn ganz praktischer Zeichen für eine gewaltlose und solidarische Gemeinschaft sein, wie es sie auch in der Vergangenheit schon zahlreich gegeben hat.
Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Falk
Sehr geehrte Damen und Herren!
So betroffen mich der Brandanschlag in Dautphetal-Wilhelmshütte gemacht hat, so erfreut bin ich heute, dass die Gemeindevertretung für dieses Thema zu einer Sondersitzung zusammentreten will. Nicht nur das Thema sondern die Menschen haben es verdient, dass ihnen eine besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird.
Bislang war es möglich, solche Ereignisse mit einer allgemeinen Betroffenheit in anderen Teilen Deutschlands und auch sonst in der Welt zu betrachten. Doch jetzt sehen wir vor unserer Haustüre was möglich ist.
Dabei spielt es nach meiner Auffassung auch keine Rolle woher die Täter stammen; es ist nur von Belang, dass es sich bei uns ereignet hat. In Verbindung mit Hass-Schmierereien gewinnt der noch glimpflich ausgegangene Brandanschlag erst seine besondere Qualität. Er steht damit im Kontext zu allen anderen Gewaltakten, die sich gegen – meist vermeintliche – Ausländer aber auch gegen sonstige Minderheiten richten.
Sicher hat es so etwas schon immer gegeben und sicher nicht nur in Deutschland. Doch in unserem Lande hatte das Gewalt-Virus in der noch von vielen erlebten Vergangenheit einen traurigen Ausbreitungsgrad erreicht. Das macht unsere besondere Verantwortung aus, die nicht an welchen Grenzen auch immer Halt macht.
Wenn in einer Gesellschaft ungelöste Probleme besonders drängend werden, dann ist es eine alte Erfahrung, dass Minderheiten immer wieder missbraucht werden, um ihnen ein vermeintliches Verschulden zuzuschreiben. Es gibt wohl Menschen, die ein solches Feindbild brauchen, um sich der eigenen Verantwortung zu entziehen. Da geht es sicher nur vordergründig um Integrationsfragen, die ohne Zweifel auch besonders wichtig sind. Es geht, so meine ich, zunächst um unsere eigene Verantwortung, wie wir bereit sind Menschen anzunehmen, die sich, durch was auch immer, von einer vermeintlichen Mehrheit unterscheiden. Ja, wie wir sie als Nächste erkennen.
In der öffentlichen Wahrnehmung scheint es, dass wir wieder dabei sind, unsichtbare Mauern um uns herum aufzubauen. Konfrontationen zu finden, denen man sich zu stellen habe. Besonders deutlich wird das in der Zuwanderungs-, Ausländer- und Sozialpolitik. Da wird nicht die Gewaltlosigkeit gepredigt, sondern das angeblich wirksame Durchgreifen eingefordert. Und da sind es in der Regel die Anderen, die sich verändern müssten, damit wir miteinander auskommen können. Es sind solche Worte wie: Multi-Kulti hat versagt, Kuschelpädagogik hat versagt. Um nur zwei Beispiele für unzulässige Vereinfachungen zu nennen. Da werden auch diese Themen schamlos für machtpolitische Interessen in Wahlkämpfen missbraucht. Da ist auch keine Partei ausgenommen. Die einen fangen an und die anderen sind dankbar, sich daran empören zu können. Auf der Strecke bleiben die wirklich Betroffenen.
Dies alles schafft ein Klima, in dem sich Gewalt gegen Minderheiten ausbreiten kann. Den Bürgern wird dabei leider der Eindruck vermittelt als gewönne er dadurch mehr Sicherheit. Das Gegenteil ist der Fall.
Ganz sicher ist das Denken der Menschen in der Gemeinde Dautphetal in der Breite der Bevölkerung nicht wesentlich anders als in anderen Regionen. Dennoch bin ich überzeugt, dass die nachbarschaftliche Verbundenheit und das Gefühl der Zusammengehörigkeit und auch Solidarität hier einen nach wie vor besonderen Stellenwert haben. Und gerade deswegen bin ich der festen Überzeugung, dass die Menschen in der Gemeinde Dautphetal vielfältige Wege finden werden, wie sie in ihrem unmittelbaren Verantwortungsbereich mit den Herausforderungen unserer Zeit umgehen wollen.
Ich freue mich auch ganz besonders, dass die Gemeindevertretung es als ihre Aufgabe betrachtet, auf diesem Weg voranzugehen und die Menschen in der Gemeinde zu ermuntern, eigene Initiativen zum besseren Verständnis und zum solidarischen Miteinander zu entwickeln.
Der Gewaltakt in Dautphetal-Wilhelmshütte sollte der erneute Beginn ganz praktischer Zeichen für eine gewaltlose und solidarische Gemeinschaft sein, wie es sie auch in der Vergangenheit schon zahlreich gegeben hat.
Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Falk
Gerhard Falk
Die Sitzung der Gemeindevertretung hat heute am 25. 02. 2008 stattgefunden. Alle Redebeiträge machten die Betroffenheit und die Solidarität mit den Leidtragenden des Anschlags deutlich und den ehrlichen Wunsch nach guter Nachbarschaft. An vielen Beispielen wurde deutlich, dass man sich in der Gemeinde als eine große Familie versteht. Das wurde insbesondere von einem Vertreter der betroffenen Familie hervorgehoben, der sich klar für Dautphetal als seiner Heimat aussprach.
Es bleibt zu hoffen, dass dieses Zeichen bürgerschaftlicher Gemeinschaft nicht nur in der Gemeindevertretung und für die Dautphetaler für die weitere Zukunft Auftrag und Verpflichtung sein wird sondern auch ins Land hinausstrahlt. Denn dieses Thema geht uns alle an, gleichgültig wo es zu solchen Gewaltakten kommt. Es geht auch hier um eine Klimabereinigung in Deutschland, denn Störungen sind allenthalben zu beobachten.
Es bleibt zu hoffen, dass dieses Zeichen bürgerschaftlicher Gemeinschaft nicht nur in der Gemeindevertretung und für die Dautphetaler für die weitere Zukunft Auftrag und Verpflichtung sein wird sondern auch ins Land hinausstrahlt. Denn dieses Thema geht uns alle an, gleichgültig wo es zu solchen Gewaltakten kommt. Es geht auch hier um eine Klimabereinigung in Deutschland, denn Störungen sind allenthalben zu beobachten.
Gerhard-Falk
Du feindliche Fratze bornierter Blödheit,
die Hassparolen nachts verschmiert.
Bist Ausgeburt der eignen Ödheit,
die nichts gewinnt und nur verliert.
Du feiger Finger an heimlicher Hand
willst wieder die Richtung befehlen,
mit Angst verführen ein ganzes Land,
der Jugend die Zukunft stehlen.
Heute eine hassbeschmierte Wand,
morgen brennt des Nachbarn Haus
bald schon sieht das ganze Land
radikal verändert aus.
Vertreibt Dummheit und Ödnis!
Stellt die Verführer vor Gericht!
Seht im Nächsten Gottes Bildnis!
So wird die Fratze zum Gesicht!
Gerhard Falk
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